SPNÖ erntet Kritik für Nordkorea-Besuch

Dialog gesucht

© Fuhrich

SPNÖ erntet Kritik für Nordkorea-Besuch

Für Kritik ebenso wie Häme hat am Dienstag in Niederösterreich ein Nordkorea-Besuch einer SPÖ-Delegation gesorgt. Die SPNÖ sei "völlig außer Rand und Band", hielt die Landes-ÖVP fest. Die Leitner-SPÖ wolle einen strengeren Kurs fahren und brauche dafür "Tipps von Experten", hieß es seitens der NÖ Grünen. Abg. Anton Heinzl (S), Mitglied des außenpolitischen Ausschusses, konterte, "dass der Dialog und der Kontakt auch mit anderen Systemen gesucht werden muss".

Gerhard Karner, Landesgeschäftsführer der Volkspartei NÖ, warf den Sozialdemokraten vor, mit der Reise nach Nordkorea bewusst das Land zu schädigen. Mit einer Tourismus-Offensive und zahlreichen Kultur-Initiativen würde ein positives Bild vom Wirtschaftsstandort Niederösterreich hinausgetragen. Durch diesen "Ausflug" werde diese Strategie massiv unterlaufen.

Diplomatische Beziehungen seit 1974
Er sei verwundert, dass sich die SPÖ-Abgeordneten kein demokratisches Land ausgesucht haben, um Erfahrungen auszutauschen, meinte Thomas Huber, Landsgeschäftsführer der NÖ Grünen. Er hoffe, dass die Mandatare zumindest den Mumm hatten, die demokratischen Defizite in Nordkorea anzusprechen.

Karner und Huber sollten "über ihren Tellerrand hinausschauen", reagierte Heinzl. Österreich halte seit dem Jahr 1974 diplomatische Beziehungen zu Nordkorea aufrecht und habe auch einen Botschafter vor Ort. "Mit anderen Menschen zu reden ist allemal besser, als aufeinander zu schießen." Die private Reise nach Nordkorea sei von den Abgeordneten selbst finanziert worden.

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