SPÖ-Forderung:

Heinisch-Hosek macht Druck

SPÖ-Forderung: "Papa-Monat für alle"

SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will den Papa-Monat für alle einführen. Im öffentlichen Dienst, für den die Ex-Beamtenministerin in der letzten Legislaturperiode verantwortlich war, ist er bereits verankert. 13 Prozent der Beschäftigten nehmen diese vierwöchige Auszeit für Väter nach der Geburt eines Kindes in Anspruch. Nun soll er auch in der Privatwirtschaft eingeführt werden.
Heinisch-Hosek will jetzt mit den Sozialpartnern verhandeln. Die Ministerin sagt im ORF-Radio: „Man muss die Wirtschaft davon überzeugen, dass die ersten vier Wochen nach der Geburt eines Kindes gut sind, weil die Väter motiviert zurückkommen.“ Der Papa-Monat mache außerdem Lust auf mehr: In der Privatwirtschaft gehen nur vier Prozent aller Väter in Karenz, im Bundesdienst sind es viermal so viele.

Arbeitgeber uneinig 
über Papa-Monat für alle
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl zeigte sich bereit, den Papa-Monat „ernsthaft zu verhandeln“. Ablehnend gibt sich hingegen Christoph Neumayer, der Generalsekretär der Industriellenvereinigung. Es gebe für Väter ohnehin die Möglichkeit, Urlaub zu nehmen.

In das Regierungsprogramm hat der Papa-Monat ebenfalls Eingang gefunden. Dort steht aber lediglich, dass die Einführung zu prüfen sei.

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