SPÖ: Streit um Mitgliederbefragung

Rot-Blau?

SPÖ: Streit um Mitgliederbefragung

In der ZiB 24 - und in ÖSTERREICH - traf der oö. SPÖ-Chef Reinhold Entholzer am Donnerstag starke Aussagen: Er plane eine Mitgliederbefragung, wie die SPÖ es künftig -nach den aufreibenden Erfahrungen im Burgenland und in der Steiermark -mit der FPÖ halten solle. "Es geht darum, dass wir nicht mehr erpressbar sein dürfen", so Entholzer zu ÖSTERREICH. Und: "Erpressbar sind wir dann, wenn wir ein klares Bekenntnis dazu abgeben, dass wir unter keinen Umständen mit der FPÖ zusammenarbeiten", so Entholzer in der ZiB 24.

Deshalb, so Entholzer zu ÖSTERREICH, "bin ich für den Start eines Diskussionsprozesses -nicht in Form einer Abendveranstaltung in Wien, sondern als Klausur, die eine Mitgliederbefragung beinhalten könnte". Und Entholzer weiter: Er könne sich eine Zusammenarbeit mit der FPÖ vorstellen, "wenn diese sich vom rechten Rand distanziert und keine Hetze mehr betreibt".

Keine Unterstützung fand der oberösterreichische Parteichef Reinhold Entholzer Donnerstagabend mit seinem Vorschlag, in der SPÖ eine Mitgliederbefragung über die Frage der rot-blauen Zusammenarbeit durchzuführen. Die stv. Bundesparteichefin Gabriele Heinisch-Hosek teilte ihm per Aussendung umgehend mit, dass eine solche "überflüssig" wäre. Auch die Parteijugend ist dagegen.

Ch. Hirschmann

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