SPÖ nimmt neuen Anlauf beim Papamonat

Pro Familie

© AP Photo/Fabian Bimmer

SPÖ nimmt neuen Anlauf beim Papamonat

"Ganz offen" ist man in der SPÖ, was die Finanzierung des geforderten Papa-Monats betrifft. Das erklärten SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger und SPÖ-Frauenministerin Doris Bures am Montag bei der offiziellen Präsentation ihres Modells, über das sie am Mittwoch mit der ÖVP verhandeln wollen.

Von AMS oder FLAF
Die Leistung an frischgebackene Väter in den ersten Lebenswochen ihres Kindes von mindestens 800 Euro könnte demnach entweder über die Arbeitslosenversicherung finanziert werden. Oder der Bezug des Kindergeldes für Väter würde vorgezogen. Damit müsste das Geld aus dem Familienlastenausgleichsfonds der ÖVP-Familienministerin Andrea Kdolsky fließen.

Bedingungen für Papamonat
Folgende Eckpfeiler stehen für die SPÖ fest: Es müsse einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat geben, und die Auszeit müssten die Väter freiwillig nehmen können. Essenziell ist vor allem der volle arbeits-und sozialversicherungsrechtliche Schutz während des Fernbleibens vom Job.

Sinn der Sache
Die Zielsetzung: die Stärkung der Väterbeteiligung und damit die Forcierung der gemeinsamen unbezahlten Arbeit zu Hause. Vor allem soll das Papamonat für Väter den Anreiz schaffen, parallel mit der Mutter die erste Zeit nach der Geburt mit ihrem Neugeborenen zu verbringen.

Treffen mit der ÖVP
Optimistisch sind die beiden trotz des Koalitionsklimas, dass der Regierungspartner das Modell annehmen wird. Am Mittwochabend will man sich mit ÖVP-Familienministerin Andrea Kdolsky und ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein zusammensetzen und den Vorschlag verhandeln.

ÖVP sagt Nein
"Es ist leicht, etwas zu fordern, wenn man gleichzeitig keine Ahnung hat, wie es umgesetzt und wie es finanziert werden soll", so reagierte ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl. Der Familienlastenausgleichsfonds sei "ohnehin schon in einer finanziell angespannten Lage". Die Umsetzung müsse daher noch verhandelt werden.

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