SPÖ siegt in der Stadt, NEOS-Sensation

Salzburg-Wahl

SPÖ siegt in der Stadt, NEOS-Sensation

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Es war ein Herzschlagfinale und am Ende gaben sechs Stimmen den Ausschlag: Die NEOS und nicht die favorisierte FPÖ gewannen von der ÖVP einen Sitz in der Stadtregierung.

NEOS-Bundesobmann Matthias Strolz, der im Wahlkampffinale selbst in Salzburg Broschüren verteilt hatte, konnte sein Glück kaum fassen: „Eine Welle der Erneuerung zieht durch Österreich.“

So sieht das vorläufige Endergebnis der Gemeinderatswahl für die Stadt Salzburg aus:
Ergebnis Gemeinderatswahl Salzburg 2014 © salzburg.gv.at
(c) salzburg.gv.at

Bei der Gemeinderatswahl konnte Stadtchef Heinz Schaden die Mozartstadt als rote Hochburg halten. Seine SPÖ verlor zwar drei Prozent, behält aber alle Mandate. Die ÖVP erlebte das prognostizierte Debakel und verlor einen ihrer beiden Sitze in der Stadtregierung.

Der Bürgerliste (Grüne) machte Tempo 80 auf der Stadtautobahn zu schaffen – die Folge war der Verlust von 2,7 Prozent und einem Mandat. Schwach auch die FPÖ, die nicht in die Stadtregierung einzog. Generalsekretär Herbert Kickl kündigte eine „strategische Anpassung“ für Städte an.

Bei der Bürgermeisterwahl konnte Heinz Schaden (SPÖ) punkten. Trotzdem gibt es eine Stichwahl:
Salzburg Bgm. © TZ ÖSTERREICH

Eine Episode bleibt das Comeback von Ex-BZÖ-Staatssekretär Eduard Mainoni. Sein Team Salzburg (Stronach) schaffte es nicht in den Gemeinderat.


Gemeidneratswahl gesamt © TZ ÖSTERREICH

Landesweites Ergebnis der Gemeinderatswahl
 

Bei der Bürgermeister-Direktwahl kam Schaden auf 45,3 Prozent und muss in zwei Wochen in die Stichwahl gegen ÖVP-Stadtvize Harry Preuner (19,5 Porzent).

Auf dem Land bleibt die 
ÖVP stärkste Kraft
Am Land konnte die ÖVP von Landeschef Wilfried Haslauer ihre Macht halten. Sie stellt 91 der 118 Bürgermeister und 1.070 der 2.076 Mandatare außerhalb der Stadt. Verlierer ist die SPÖ, die zwar „nur“ 3,5 Prozent der Stimmen, aber über zehn Prozent ihrer Sitze verlor.

Die Grünen konnten die Zahl ihrer Mandate fast verdoppeln. Auch die FPÖ legte bei der Zahl der Mandate stark zu. Und wo die NEOS antraten, waren sie erfolgreich: In Hallein, der zweitgrößten Stadt, kamen sie auf 10,1 Prozent.

Politwissenschafter Filzmaier: "NEOS setzen Aufwärtstrend fort"

ÖSTERREICH: Welche Auswirkungen hat die Salzburg-Wahl auf die Bundesparteien?
Peter Filzmaier: Im Land Salzburg hat man die Altlasten des Finanzskandals mitzuschleppen. Für SPÖ und ÖVP geht es hier um Schadensbegrenzung, sie trifft vor allem die Negativstimmung gegen etablierte Parteien. Sie müssen sich beide gegen neue Parteien wehren.

ÖSTERREICH: Was ist mit den NEOS?
Filzmaier: Symbolisch können die NEOS ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Es gibt keine Mindestprozentklausel in der Stadt Salzburg, was es ihnen leichter macht, in den Gemeinderat einzuziehen.
 

Nächste Seite: Der spannende LIVE-Ticker zur Salzburg-Wahl zum Nachlesen.

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