25. Jänner 2009 22:14
Gemeinsam mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat
Wissenschaftsminister Johannes Hahn heute den Startschuss für die
Neugestaltung der Lehrerausbildung gegeben. Ziel ist eine fundierte
Basisausbildung auf akademischem Niveau mit aufbauenden Modulen, die unter
Berücksichtigung der unterschiedlichen Schultypen das Ausbildungssystem
moderner, attraktiver und durchlässiger machen sollen.
Ergebnisse im Herbst
"Was muss eine Lehrerin bzw. ein Lehrer
heute können und wie können die fachliche und die pädagogische Ausbildung am
besten kombiniert werden?" Die Beantwortung unter anderem dieser Frage ist
nun Aufgabe der beauftragten Expertengruppe. Ihr gehören neben Fachleuten
von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen auch Experten aus dem
Ausland an. Die Ergebnisse werden für diesen Herbst erwartet. Erste
Studierende könnten noch in dieser Legislaturperiode mit der neuen Form der
Ausbildung beginnen.
"Wir wollen die besten Köpfe für die Ausbildung unserer Kinder gewinnen und
diesen Pädagogen die beste akademische Ausbildung anbieten. Diese Qualität
gilt vom Kindergarten bis zu den Klassenzimmern in den Hauptschulen und AHS.
Das ist eine notwendige Voraussetzung für die Zukunft des Wissens- und
Wirtschaftsstandortes Österreich", formuliert Minister Hahn seine Ansprüche
an die neue Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer.
Mehr Männer
Die verbesserten Karrierechancen sollen laut
Hahn den Beruf wieder attraktiver machen, vor allem für männliche
Interessenten. Nur etwa ein Viertel aller Lehramtsabsolvent/innen sind
derzeit Männer. Hahn: "Auch in diesem Bereich muss es uns ein Anliegen sein,
dass Frauen und Männer gleichmäßig vertreten sind". Vom
neuen Ausbildungsmodell erwartet sich Hahn künftig eine "vernünftige
Zusammenarbeit und Abstimmung" zwischen den Universitäten und den
Pädagogischen Hochschulen.
Was die Bologna-Architektur betrifft, so soll diese auch im Bereich der
Lehrerausbildung zum Tragen kommen, wobei auch hier der Bachelor jedenfalls
eine Berufsqualifizierung bedeuten wird. Genauso soll künftig der Lehrberuf
für Menschen aus anderen Arbeitswelten offen stehen. Eine
Studieneingangsphase soll in allen Fällen für das Erkennen von Neigungen für
angehende Lehrerinnen und Lehrer und damit für die notwendige
Orientierungshilfe für Interessent/innen sowie die angestrebte Qualität für
die Kinder sorgen.
Sollen die Schüler die Tests bei den Lehrern abnehmen? Müssen in Zukunft auch politische Mandatare einen Eignungstest ablegen? Wer könnte diesen abnehmen?
Ideenkiste