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Reform

Schmied will Aufnahmetests für alle Lehrer

Wien , 26. Jänner 2009 Eine Arbeitsgruppe soll ab sofort die Lehrerausbildung reformieren. Künftig studieren auch alle Kindergärtner an der Universität.

Gemeinsam mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat Wissenschaftsminister Johannes Hahn heute den Startschuss für die Neugestaltung der Lehrerausbildung gegeben. Ziel ist eine fundierte Basisausbildung auf akademischem Niveau mit aufbauenden Modulen, die unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Schultypen das Ausbildungssystem moderner, attraktiver und durchlässiger machen sollen.

Ergebnisse im Herbst
"Was muss eine Lehrerin bzw. ein Lehrer heute können und wie können die fachliche und die pädagogische Ausbildung am besten kombiniert werden?" Die Beantwortung unter anderem dieser Frage ist nun Aufgabe der beauftragten Expertengruppe. Ihr gehören neben Fachleuten von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen auch Experten aus dem Ausland an. Die Ergebnisse werden für diesen Herbst erwartet. Erste Studierende könnten noch in dieser Legislaturperiode mit der neuen Form der Ausbildung beginnen.

"Wir wollen die besten Köpfe für die Ausbildung unserer Kinder gewinnen und diesen Pädagogen die beste akademische Ausbildung anbieten. Diese Qualität gilt vom Kindergarten bis zu den Klassenzimmern in den Hauptschulen und AHS. Das ist eine notwendige Voraussetzung für die Zukunft des Wissens- und Wirtschaftsstandortes Österreich", formuliert Minister Hahn seine Ansprüche an die neue Ausbildung für Lehrerinnen und Lehrer.

Mehr Männer
Die verbesserten Karrierechancen sollen laut Hahn den Beruf wieder attraktiver machen, vor allem für männliche Interessenten. Nur etwa ein Viertel aller Lehramtsabsolvent/innen sind derzeit Männer. Hahn: "Auch in diesem Bereich muss es uns ein Anliegen sein, dass Frauen und Männer gleichmäßig vertreten sind". Vom neuen Ausbildungsmodell erwartet sich Hahn künftig eine "vernünftige Zusammenarbeit und Abstimmung" zwischen den Universitäten und den Pädagogischen Hochschulen.

Was die Bologna-Architektur betrifft, so soll diese auch im Bereich der Lehrerausbildung zum Tragen kommen, wobei auch hier der Bachelor jedenfalls eine Berufsqualifizierung bedeuten wird. Genauso soll künftig der Lehrberuf für Menschen aus anderen Arbeitswelten offen stehen. Eine Studieneingangsphase soll in allen Fällen für das Erkennen von Neigungen für angehende Lehrerinnen und Lehrer und damit für die notwendige Orientierungshilfe für Interessent/innen sowie die angestrebte Qualität für die Kinder sorgen.

9 Posting(s) zu diesem Artikel
ley (27.01.2009 10:08)
geh bitte...

"Künftig studieren auch alle Kindergärtner an der Universität." und was lernt man dann da so? was man tut wenn sich die kleinen in die hose kacken?

[ antworten ]

sonax (26.01.2009 18:52)
Gute Idee

Aber sollten nicht auch Tests bei den Schülern durchgeführt werden ob sie überhaupt die Mindestvoraussetzungen für den Besuch einer Schule erfüllen.

[ antworten ]

GoodieGoodie (26.01.2009 18:47)
...

"Schmied will Aufnahmetests für Lehrer"
Ich habe meine Lehrerausbildung vor 20 Jahren gemacht - und schon damals gab es einen Eignungstest! Und den gibt es bis heute!
Die Frau Ministerin sollte sich zuerst informieren, bevor sie so gute "Reform"vorschläge bringt!

[ antworten ]

wien16 (26.01.2009 09:28)
ich lese imm nur,

was die politiker wollen. wichtig ist, was die wähler wollen und ich will einen aufnahmetest für politiker. denn jeder unstudierte parteischackel kann uns regieren.

[ antworten ]

agrm (26.01.2009 10:21)
Da ist was dran!

:)

[ antworten ]

narrischer (26.01.2009 15:08)
...

@wien16:

ich bin mal oberflächlich und stell mal so in den Raum, dass auch der 16. Bezirk zu den bildungsschwächsten in Wien gehört *gg*


nebenbei: zu der Idee kann man stehen wie man will - diskutiert sollte drüber werden - in unser aller Sinne.

[ antworten ]

wien16 (27.01.2009 23:03)
das hast wahrscheinlich recht,

denn in den öffentlichen schulen sind nur mehr ausländer. ich bin schon in den 1. in die schule gegangen und meine tochter mußte ich in eine privatschule geben, weil nach 20 anmeldungen mein kind das erste österreichische war.

[ antworten ]

freundin (07.03.2009 15:55)
wien16

Sollte mal im 12.Bezirk eine 1.Klasse mit 30 (!!) NICHT-österreichischen (!!!) Kindern übernehmen.Da ist es mit dem Deutschlernen ab der 1.VS viel zu spät!

fla2111 (26.01.2009 07:39)
Vielleicht

wäre da eine Quotenregelung hilfreich und würde für mehr Gleichberechtigung sorgen !

[ antworten ]

 
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