Schmieds Schulgipfel im Vorfeld unter Beschuss

90 Teilnehmer

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Schmieds Schulgipfel im Vorfeld unter Beschuss

Rund 90 Teilnehmer sind in die Nationalbibliothek eingeladen, die Medien dürfen nicht dabei sein. Dabei soll unter dem Motto "Verantwortungspartnerschaft Bildung" "gemeinsam an Lösungen für zentrale Fragestellungen" gearbeitet werden, hieß es am Dienstag. Ziel sei, die unterschiedlichen Interessen an einen Tisch zusammenzubringen, die dabei entwickelten Ideen sollen auch von der von Schmied eingesetzten Expertenkommission aufgegriffen werden.

Eingeladen wurden die Bildungssprecher der Parteien, die Landesschulratspräsidenten, die Sozialpartner, die Rektoren der Pädagogischen Hochschulen, Schüler-, Eltern- und Lehrervertreter sowie die Mitglieder der Expertenkommission.

Chancengerechtigkeit und Autonomie
Diskutiert werden sollen laut Einladung die "vier zentralen Themenfelder 'Chancengerechtigkeit im Bildungssystem', 'Verantwortung, Leitung und Autonomie im Bildungssystem - Neue Verantwortungskultur', 'Integration - Migration' und 'Lern- und Prüfungskultur - Leistungsbegriff in der Bildung' ". Um 18.00 Uhr werden Schmied, Schley und der Vorsitzende der Expertenkommission zur Schulreform, Bernd Schilcher, die Ergebnisse des Schulgipfels bei einer Pressekonferenz präsentieren.

"Anliegen der Lehrer vernachlässigt"
Mit einem Forderungskatalog gehen die Lehrervertreter in den "Schulgipfel". Es gebe zahlreiche Themen, bei denen Schmied säumig sei, kritisierte der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Walter Riegler. Die Ministerin versuche derzeit, mit der Gesamtschule nur jene Dinge durchzubringen, die ihr wichtig seien, verweigere sich aber umgekehrt berechtigten Anliegen der Lehrer.

"Ich brauche keinen Minister, der als einziges Programm hat, wie setze ich die Gesamtschule um", meinte Riegler. "Das kann sie ja wollen, da habe ich nichts dagegen, aber es gibt halt auch noch tausende anderer Dinge, die einer Lösung harren." Wenn Schmied die für die Lehrer wichtigen Felder nicht besprechen wolle, "stehen wir für ihre Themen auch nicht zur Verfügung."

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