Schüssel gibt sein Mandat nicht her

ÖVP-Rochaden

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Schüssel gibt sein Mandat nicht her

Noch-VP-Klubobmann Wolfgang Schüssel sorgt innerhalb der ÖVP weiter für heftige Aufregung. Klar ist zwar, dass er nicht Klubchef bleibt – dazu müsste er gewählt werden, „da hätte er wohl keinen rasenden Zuspruch“, so VP-Abgeordneter Ferdinand Maier.

Aber: Schüssel will sein Mandat als einfacher Abgeordneter im Nationalrat annehmen. Sein Argument: Mit 14.167 Vorzugsstimmen in seinem Wahlkreis hat er rund viermal so viele Vorzugsstimmen erhalten wie der Wiener VP-Chef Johannes Hahn, der in seinem Wahlkreis Wien Innen-Süd 3.326 Vorzugsstimmen erzielte.

Ein Insider: „Schüssel betont, dass er jene Menschen vertreten will und muss, die ihm direkt seine Stimme gegeben haben. Er denkt nicht daran, das Parlament zu verlassen.“

Molterer einfacher Abgeordneter
Genau wie Schüssel will auch Ex-VP-Chef Wilhelm Molterer nach seinem Ausscheiden aus der Regierung sein Mandat im Nationalrat annehmen.

Denn wie Schüssel hat auch Molterer keine weiteren Jobmöglichkeiten: Seinen Bauernhof in Oberösterreich hat Molterer verpachtet, weitere Optionen hat er nicht. Fazit: Er bleibt einfacher Abgeordneter und casht 8.160 Euro brutto im Monat.

Bartenstein bleibt
Als dritter im Bunde der alten Ära Schüssel will auch Noch-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sein Nationalratsmandat annehmen.

Der Unmut in der ÖVP über die drei Granden ist riesig, denn durch das Wahldebakel verlor die Volkspartei 15 Mandate im Vergleich zu 2006 und hält nun bei 51 Abgeordneten. „Die drei Herren sollten ihre Plätze besser Jüngeren zur Verfügung stellen“, so ein VP-Stratege.

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