Schweinemarkt soll stabilisiert werden

Dioxin-Skandal

© APA

Schweinemarkt soll stabilisiert werden

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (V) hat Aktionen auf europäischer Ebene gegen die Auswirkungen des Dioxin-Skandals verlangt. "Der Schweinemarkt ist aktuell in der Krise, daher sind rasch Stabilisierungsmaßnahmen notwendig. Ich plädiere dafür, dass die EU-Kommission rasch Signale setzt und dem Konsumenten Vertrauen signalisiert", sagte Berlakovich vor Beginn des EU-Agrarrats am Montag in Brüssel.

Sofortprogramm
Österreich habe bereits ein Sofortprogramm für die Schweinebauern aufstellt. "Bei uns ist alles korrekt verlaufen, die Kontrollen funktionieren. Trotzdem kommen die Schweinebauern gewaltig unter Druck", vor allem wegen der Lage in Deutschland. Deshalb müsste es EU-Entlastungsmaßnahmen geben wie die private Lagerhaltung.

Kontrollen
Was die Kontrollen betrifft, müssten die natürlich national gemacht werden. "Es ist notwendig, dass die künftige europäische Lebensmittelpolitik dem Verbraucher hohe Qualität und hohe Sicherheit garantiert". Dafür müssten auch Standards auf europäischer Ebene vereinheitlicht werden.

"Umdenken"
Zu den Ankündigungen seiner deutschen Ressortkollegin Ilse Aigner äußerte sich Berlakovich positiv. Er unterstütze auch die Trennung von Industriefetten und Fetten für die Ernährung. Jedenfalls sei "in der ganzen Branche ein Umdenken" notwendig. "Nicht nur bei den Bauern, sondern auch bei den Lebensmittelerzeugern und beim Handel. Wir können nicht den letzten Cent aus den Lebensmitteln heraus pressen, darunter leidet die Qualität und der Konsument ist verunsichert. Ein neues europäisches Lebensmittelmodell" sei erforderlich, mit einem fairen Anteil für Bauern, Erzeuger, Handel und schließlich dem Konsumenten, der Sicherheit und Qualität brauche. "Dem muss sich alles unterordnen".

Honigbienen
Großes Augenmerk müsse es auch auf die Gesundheit der Honigbienen geben. "Unsere Landwirtschaft wäre ohne eine funktionierende Biodiversität durch durch Bestäubung der Pflanzen mit Hilfe der Bienen undenkbar", sagte Berlakovich.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen