Semmering: Bahn frei für Tunnel

Bauprojekt

Semmering: Bahn frei für Tunnel

Die oberste Eisenbahnbehörde hat den Umweltverträglichkeitstest für den Semmering-Basistunnel abgeschlossen und die Baugenehmigung erteilt. Nach einem Jahr Prüfung kann die ressortzuständige Ministerin Doris Bures (SPÖ) das Tunnelprojekt starten. "Mit dem Ausbau wird es ­gelingen, den enormen Zuwachs im Güterverkehr umweltfreundlich bewältigen können", so Bures.

Schon 2012 kann mit dem Bau begonnen werden. Diesmal dürfte VP-Landeschef Erwin Pröll keine Einwände haben. "Bis jetzt ist das Verfahren ordnungsgemäß abgelaufen. Ich gehe davon aus, dass im Bescheid, den wir nächste Woche erwarten, nichts anderes steht", so der NÖ-Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka.

80 % mehr Güterverkehr auf Südstrecke bis 2025
Der Betrieb soll 2024 aufgenommen werden. Die Fahrtstrecke Wien–Graz soll sich dann um eine halbe Stunde verkürzen. Vor allem geht es aber um den Güterverkehr: Auf der Südstrecke wird sich das Aufkommen auf Straße und Schiene (derzeit 25 Tonnen täglich) um 80 Prozent erhöhen. Die EU will zudem bis 2030 satte 30 Prozent von der Straße auf die Schiene verlagern. Zur Südstrecke gehört auch die Koralmbahn, die ebenfalls ausgebaut werden soll. Jetzt muss Bures die EU noch davon überzeugen, dass die Südstrecke eine "prioritäre TEN-Strecke" ist – dann gibt es Zuschüsse zu den 3,1 Milliarden Euro für den Semmeringtunnel bzw. den 10 Milliarden für die gesamte Südstrecke.

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