Sex-Skandal im Team Stronach

Verrückt:

Sex-Skandal im Team Stronach

Geht’s noch tiefer? Es geht! Das Kärntner Team Stronach (TS) wird von einer Sex-Posse erschüttert. Hauptpersonen dieses Lustspiels: Ex-Team-Stronach-Landtagsabgeordneter Siegfried Schalli sowie der TS-Landesrat Gerhard Köfer.

Köfer sagt: »Es gab keine Sekunde ein Verhältnis«
Schalli trat am Mittwoch aus dem Landtagsklub aus. Einer der Gründe, die er vor Journalisten kundtat: Köfer habe ein Verhältnis mit seiner Frau begonnen. Es gebe pornografische E-Mails – und Köfer sei zum Schäferstündchen in Schallis Wohnung im Dienstwagen gekommen. „Meine Kinder fanden am Computer pornografische E-Mails. Absender war Köfer“, sagt Schalli im Interview.

Da tritt der 2. Austrittsgrund in den Hintergrund: Man habe ihm, Schalli, beim Team Stronach eine inzwischen getilgte gerichtliche Verurteilung vor 17 Jahren vorgeworfen. Schalli wechselt zur Kärntner FPÖ.

Beim Team Stronach reagierte man prompt: Schalli wurde aus der Partei ausgeschlossen. „Im Team Stronach wird Herrn Schalli niemand auch nur eine Sekunde vermissen oder ihm gar eine Träne nachweinen“, ließ das TS verkünden. Und: „Herr Schalli ist unter anderem auch durch unübliche Geldforderungen und Skandale aufgefallen, da passt er gut zur Kärntner FP, die in der Vergangenheit ja bekanntlich wenig Fettnäpfchen, Korruptionsfälle und Skandale der kleinen und größeren Art ausgelassen hat.“

Aber: E-Mail-Verkehr mit Schallis Ehefrau
Während der ÖSTERREICH-Recherchen meldete sich Köfer in der Redaktion: „Es hat zu keiner Sekunde ein Verhältnis zu Frau Schalli gegeben“, winkt der Landesrat ab. In einem späteren Telefonat gab Köfer dann aber zumindest einen E-Mail-Verkehr mit Schallis Frau zu.

Schallis Ehefrau Cornelia ließ Mittwochabend über ihre Anwältin ein Verhältnis mit Köfer dementieren. Sie habe mit Köfer lediglich einen „losen E-Mail-Kontakt“ unterhalten.

Wie auch immer: Der Austritt Schallis kostet das Team Stronach die finanzielle Existenz – mit nur drei Abgeordneten hat man keinen Klubstatus mehr. Pro Jahr bedeutet das ein Minus bei der Parteien- und der Klubförderung in Kärnten von 270.000 Euro.

Schalli im Interview: "Köfer hatte ein Verhältnis mit meiner Frau"

ÖSTERREICH: Sie sagen, Landesrat Köfer hätte ein Verhältnis mit Ihrer Frau.
Siegfried Schalli: Ja, am 9. August war er bei ihr, ist mit dem Dienstwagen vorgefahren. Er blieb 1,5 Stunden in meiner Wohnung. Dafür gibt es Zeugen.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie davon erfahren?
Schalli: Meine Kinder fanden am Computer pornografische E-Mails. Absender war Köfer. Ich habe Köfers Lebensgefährtin alles weitergeleitet.

ÖSTERREICH: Was stand denn drin?
Schalli: Ersparen sie mir Details. Nur so viel: „Morgen um 7 Uhr abends komme ich wieder und dann …“ Das lesen auch noch meine Kinder.

ÖSTERREICH: Und dann …
Schalli: … habe ich meine Frau rausgeworfen.

Interview: (wrm)

Köfer im Interview: "Glatte Lüge!"

ÖSTERREICH: Schalli behauptet, Sie hätten ein Verhältnis mit seiner Frau begonnen. Tatsache?
Gerhard Köfer: Dazu kann ich nur sagen: Es hat zu keinem Zeitpunkt ein Verhältnis mit Frau Schalli gegeben. Dies hat auch Frau Schalli per Anwalt ­bestätigt.

ÖSTERREICH: Laut Schallis Aussage stand aber Ihr Dienstwagen am 9. August eineinhalb Stunden lang vor seinem Haus. Stimmt das denn nicht?
Köfer: Mein Dienstauto ist zu keinem Moment vor dem Haus von Frau Schalli gestanden. Derartige Anschuldigungen sind eine glatte Lüge. Diese Anschuldigungen sind zurückzuweisen.

ÖSTERREICH: Weshalb sollte Schalli lügen?
Köfer: Schalli befindet sich in einem Scheidungsverfahren und missbraucht schamlos die Situation, um Vorteile in einem schmutzigen Rosenkrieg zu erlangen.

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