Showdown bei Schul-Gipfel

Streitsache

© TZ Österreich/Fally

Showdown bei Schul-Gipfel

Vor dem heutigen Schulgipfel in Wien haben die Verhandler heftigste Unfreundlichkeiten ausgetauscht – jetzt will die SP einen neuen Anlauf.

Gleich zwei Landeshauptleute und drei Minister werden heute an der politisch heikelsten Reform-Arbeitsgruppe der Regierung teilnehmen: Neben Claudia Schmied und Hans Niessl von SP-Seite steigen für die VP Josef Pühringer sowie die Minister Michael Spindelegger und Beatrix Karl in den Ring, um endlich einen Durchbruch beim Zukunftsthema Bildung zu schaffen.

Und dabei könnten sich die Fronten überraschend ganz anders darstellen, als das gewohnte Rot gegen Schwarz – derzeit heißt es vor allem Bund gegen Länder, sagt ein Teilnehmer der ersten Verhandlungen vor dem Schulgipfel. Während es den Ländern vor allem um ihre Interessen bei den Personalkompetenzen für die Lehrer geht, will die Bundes-Seite "zunächst über die Inhalte reden".

SPÖ will ÖVP nun die neue Mittelschule abringen
"Wir wollen eigentlich jetzt noch gar nicht über die Personalkompetenzen reden", heißt es von SP-Verhandlerseite plötzlich. Vielmehr gehe es jetzt – so die jüngste Volte – darum, eine neue Schule aufzustellen. Die SPÖ wolle dabei die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen durchsetzen – wofür man auf Zustimmung der VP-Ländervertreter hoffe, die ja auch für ein Ende der 10-Prozent-Grenze für neue Mittelschulen seien.

Und aus dieser einheitlichen neuen Schule ergebe sich dann eine neue Schulorganisation – die freilich Pühringer und Schmied völlig anders gestalten wollen. Pühringer will die Länder als Chefs aller Lehrer sehen, Schmied will mehr Einfluss für den Bund und die Schulen selbst.

Autor: (gaj)
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