Sitzenbleiben wird abgeschafft

In den ersten 3 Klassen

Sitzenbleiben wird abgeschafft

Das erste von sechs Kapiteln der Bildungsreform ist in Gesetze gegossen und in Begutachtung. ÖSTERREICH hat berichtet. Die Änderungen betreffen dabei vor allem die Volksschule – Tafelklasser werden ab kommendem Schuljahr einen erheblich anderen Unterricht erleben. Die wohl größte Änderung: Das Durchfallen wird für die ersten drei Schuljahre praktisch abgeschafft:

Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Kinder „jedenfalls berechtigt“ sind, am Ende des Schuljahres aufzusteigen. Allerdings können sie innerhalb des Schuljahres durchaus zurückgestuft werden, wenn die Lehrer sehen, dass der Schüler nicht mitkommt. Dieser „unterjährige Wechsel“ geht aber auch in die andere Richtung, wenn ein Kind in der aktuellen Klasse unterfordert ist.

Einher mit dem Ende des Durchfallens geht die Möglichkeit, in den ersten drei Jahren auf Ziffernnoten zu verzichten. Statt dessen gibt es ein Gespräch zwischen Lehrern, Eltern und Kind sowie eine schriftliche Beurteilung. Lehrer und Eltern sollen gemeinsam entscheiden, wie in der Klasse benotet werden soll.

Neue Unterrichts-Arten und leichterer Einstieg
Ebenfalls auf Wunsch der Eltern kann „schulstufenübergreifend“ unterrichtet werden. Das bedeutet, dass zusammenhängender Stoff in der Volksschule als Block unterrichtet werden kann – und nicht auf jedes Schuljahr aufgeteilt.

Beim Einschreiben in die Volksschule müssen Eltern die Unterlagen und Beurteilungen des Kindergartens über das Kind vorlegen. Damit soll, wenn nötig, von Anfang an ein Förderprogramm eingerichtet werden.

Eltern sollen mehr Wahlmöglichkeit bei der Schule für ihr Kind bekommen. Die Schulsprengel werden flexibler gestaltet.

Gesetz soll nächstes Schuljahr schon gelten
Der Gesetzesvorschlag von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) ist bis 5. Mai in Begutachtung. Danach will man das Papier möglichst schnell ins Parlament bringen, damit das Gesetz für das kommende Schuljahr gelten kann. Unterstützung für das Papier kommt von Bildungsexperten Andreas Salcher, es sei höchste Zeit, dass etwas getan wurde.

(pli)

Bis jetzt ist erst eins von sechs Paketen der Bildungsreform fertig ausformuliert
Im November 2015 wurde die Bildungsreform präsentiert. Fast fünf Monate danach wurde erst eines von sechs Themenpaketen finalisiert. Die Verhandlungen gestalten sich zäh:

1.Gemeinsame Schule:
Die SPÖ will ganze Bundesländer zu Modellregionen machen, die Bundes-ÖVP ist dagegen,

2.Schulverwaltung:
Dieser Bereich wird nach dem ersten Paket als Nächstes ausformuliert. "Bis zum Sommer" hofft man bei den Verhandlungen um die Bildungsreformenauf ein Ergebnis. Sie sollen die Landes... ersetzen und effizienter arbeiten.

3.Innovationspaket:
Kaum eine Schule ist für neue Unterrichtsformen ausgerichte, geschweige dem, als Ganztagsschule konzipiert. Auch eine Digitalisierung mit W LAN und zeitgemäßen Computern soll finanziert werden.

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