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Hofer ist der Favorit

So brutal wird die Stichwahl

Nach dem blauen Erdrutschsieg im ersten Wahlgang steht Österreich nun der wohl härteste Lagerwahlkampf, den die Repu­blik je erlebt hat, bevor. Ab jetzt sind die Fronten schließlich klar: Rechts gegen Links, Grüne gegen FPÖ.

Das Endergebnis des 1. Wahlgangs

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In dem finalen Match um das Amt des Bundespräsidenten am 22. Mai stehen nur noch FPÖ-Kandidat Norbert Hofer und der Grüne Alexander Van der Bellen zur Wahl.

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Ein Wahlkampf, der nicht spannender sein könnte. Noch ist offen, wen die Österreicher im Mai in die Hofburg votieren. Aber derzeit stehen die Chancen für den blauen Anwärter eindeutig besser:

Mit über 35 Prozent hat er bereits einen klaren Startvorteil gegenüber dem langjährigen Ex-Chef der Grünen. Zudem könnte Hofer – der weiter auf einen „Hart in der Sache, hart im Ton“-Wahlkampf setzt – bessere Chancen haben, auch ÖVP-Wähler für sich zu gewinnen.

Voting: Wer gewinnt die Stichwahl?

Voting Salzburg © oe24

Rot-grüne Front gegen Schwarz-Blau-Lager

Politikberater Thomas Hofer sagt denn auch im ÖSTERREICH-Gespräch: „Aus heutiger Sicht wäre es eine Sensation, wenn Hofer den Sieg verspielen würde.“ Das rot-grüne Lager will freilich den ersten freiheitlichen Bundespräsidenten der Zweiten Republik verhindern:

Großdemos, Nazi-Vor­würfe und Auslandsecho

SPÖ-Kanzler Werner Faymann und Wiens roter Bürgermeister Michael Häupl haben schon angekündigt, Van der Bellen zu wählen.

Die Jugendorganisationen von Rot und Grün planen bereits Demonstrationen gegen Norbert Hofer und die FPÖ.

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 Zudem spielen die Grünen den sogenannten „Kornblumen-Eklat“ um Hofer. Die FPÖ erscheint zur Angelobung im Parlament traditionell mit den blauen Blumen – einst Symbol der illegalen Nazis.

Die FPÖ wiederum hofft auf internationale Aufregung über den blauen Hofburgbewerber, um die klassische „Jetzt erst recht“-Karte spielen zu können. Die ÖVP will übrigens keine Wahlempfehlung abgeben. Die Stimmung bis zum 22. Mai wird äußerst hitzig werden.

 

1. Schätzung: Hofer schafft die 50 Prozent im zweiten Wahlgang

Alexander Van der Bellen hatte stets gesagt, er wünsche sich Norbert Hofer als Gegner. Nun, nach dem Ergebnis vom Sonntag, sieht er das vielleicht anders. „Hofer hat schon allein mathematisch eine viel bessere Ausgangsbasis“, sagt Meinungsforscher Peter Hajek zu ÖSTERREICH. „Die FPÖ-Wähler sind gut mobilisiert, zudem könnte Hofer die Mehrheit der ÖVP-Wähler bekommen. Aber auch ei­nige SPÖ- und sogar Griss-Wähler könnten zu Hofer wechseln.“ Auf Zahlen wollte sich Hajek nicht einlassen.

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Schätzung. ÖSTERREICH versucht indes eine erste Schätzung: Nimmt man an, dass sich VP-Wähler 70 zu 30 für Hofer aussprechen, sich SPÖ und Griss-Unterstützer 70 zu 30 für Van der Bellen entscheiden, könnte Hofer über 50 % steigen, mit den Stimmen Lugners sogar auf 55 %. Nichtwähler wurden nicht berücksichtigt.

Wahlkampf startet erst. Allerdings rät Hajek zur Vorsicht: „Noch hat der Wahlkampf nicht begonnen. Wir wissen nicht, welche Dynamik da entsteht.“

Jedenfalls begünstige die Themenlage derzeit Norbert Hofer: „Van der Bellens Haltung zu den Flüchtlingen ist derzeit nicht mehrheitsfähig.“(gü)

Politikberater Thomas Hofer meint: "Hofer klar im Vorteil"

ÖSTERREICH: Wer ist im Duell Alexander Van der Bellen gegen Norbert Hofer um die Hofburg im Vorteil?

Thomas Hofer: Nach diesem Erdrutschsieg ist der FP-Kandidat derzeit klar im Vorteil. Es wäre eine Sensation, wenn Hofer den Sieg noch verspielen würde. Er muss im zweiten Wahlgang nur noch 15 Prozentpunkte dazugewinnen, während Van der Bellen 30 Prozentpunkte zulegen müsste.

ÖSTERREICH: Jetzt droht ein brutaler Lagerwahlkampf.

Hofer: Ja, aber wenn das Van-der-Bellen-Lager einen zu polarisierenden Wahlkampf führt, würde das nur Hofer nützen. Van der Bellen polarisiert zudem auch. Aber eine Überraschung ist möglich.

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