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Werner Amon ist Polit-Profi

So tickt der neue ÖVP-Generalsekretär

Mit Werner Amon übernehme ein Polit-Profi die Funktion des ÖVP-Generalsekretärs, erklärte Parteiobmann Reinhold Mitterlehner Montagfrüh gegenüber der APA. Er soll sich in dieser "spezifischen Situation" darauf konzentrieren, die Partei zu profilieren, so Mitterlehner bei seinem Eintreffen in der Parteizentrale. Auch weitere Vertreter der Parteileitung streuten dem neuen Generalsekretär Rosen.

Die ÖVP befinde sich in einer spezifischen Situation, in der es einerseits darum gehe, die Regierungsarbeit zu präzisieren, andererseits die Partei zu profilieren. Amon soll für die Koordinierung in der Organisation zuständig sein, dies könne er gut, so Mitterlehner. Er sei ein Polit-Profi. Der Wechsel erfolge per heute, die Entscheidung im Vorstand gestern Abend sei einstimmig gewesen.

McDonald: "Zeit für eine berufliche Weiterentwicklung"

Der scheidende Generalsekretär Peter McDonald bekräftigte, dass er sich Ziele und Fristen bis Ende des Sommers gesetzt habe. Zwar sei "einiges gelungen", verwies er etwa auf die Umorientierung oder die Abgrenzung zur Opposition. Insgesamt sei aber der Zeitpunkt für eine berufliche Weiterentwicklung gekommen. Dies habe er dem Parteiobmann daher vorgeschlagen. Danach gefragt, wie es für ihn nun beruflich weitergeht, meinte McDonald, er habe zwei konkrete Angebote sowie eigene Ideen. Er werde dann eine Entscheidung treffen.

Das wichtigste sei nun, die Partei wieder auf Erfolgskurs zu bringen, dazu soll Amon beitragen, erklärte einer seiner Vorgänger, der heutige Wiener Landesparteichef Gernot Blümel. Die Funktion des Generalsekretärs sei eine "sehr herausfordernde Tätigkeit", eine Schlüsselfunktion: "Ich wünsche ihm alles Gute, er ist sehr erfahren", so Blümel.

Auch Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hält Amon für einen "großartigen Generalsekretär", er freue sich auf die Zusammenarbeit, so der Minister. Auch Innenminister Wolfgang Sobotka verwies auf die einstimmig gefällte Entscheidung und hält Amons Wahl für "tadellos". Die niederösterreichische Landesrätin Johanna Mikl-Leitner zeigte sich erfreut, sei Amon doch ein "langjähriger Partner", mit dem es bereits eine enge Zusammenarbeit gegeben habe. Er sei ein "Mann mit vielen Kompetenzen", dessen Erfahrung sie schätze. Nicht dabei war Landeshauptmann Erwin Pröll, er war für die heutige Sitzung entschuldigt, an der gestrigen Vorstandssitzung nahm er teil, hieß es.

Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner verwies ebenfalls auf Amons Erfahrung. Einen Turnaround für die Partei hält er nicht für nötig: "Wir sind auf gutem Weg." Der burgenländische Landesparteichef Thomas Steiner sprach von einem "Polit-Profi, der für die ÖVP viel Gutes bewirken kann". Oberösterreichs Landeshauptmann und Landesparteichef Josef Pühringer erklärte, Amon werde "sein Bestes geben": "Das ist kein Neuling, er kann das Geschäft." Für einen Wechsel an der Parteispitze sieht er "keinen Grund": "Mitterlehner leistet gute Arbeit."

Der neue Generalsekretär selbst huschte durch den Seiteneingang in die Parteizentrale.

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