So wird das neue Parlament

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So wird das neue Parlament

Die endgültige Entscheidung fällt zwar erst im kommenden Februar – Nationalratspräsidentin Barbara Prammer macht aber schon jetzt Druck für einen Totalumbau das Parlaments. Prammer betonte, dass der Umbau „alternativlos“ sei. Tatsächlich laufen die Übergangsfristen 2015 aus – dann wird die Baubehörde beginnen, das Haus wegen des fehlenden Brandschutzes zu sperren. Der über 100 Jahre alte Bau ist zudem ans natürliche Lebensende angelangt: Abgesehen vom Brandschutz regnet es durchs Dach – das zudem auch beheizt werden muss, damit die Schneelast es nicht eindrückt. Das Tauwasser greift das Mauerwerk stark an, besonders im Dachbereich zerbröselt das Gebäude.

Allerdings: Sanierung ist nicht billig
Der Architekt Matthias Rant errechnete Kosten in der Größenordnung von 261 Mil­lionen Euro. Wird das Hohe Haus schrittweise umgebaut, kommt das Ganze um 65 Mio. Euro teurer.
Prammer peilt jetzt nach der Entscheidung im Februar einen Baubeginn im Jahr 2013 an. Und der deutsche Architekt Hermann Schnell arbeitet schon an einem Nutzungskonzept. So könnte das Parlament nach einem drei- bis fünfjährigen Umbau aussehen:

  • Wichtigster Punkt: Das Haus wird sich öffnen. Vom Ring bis zur Reichsratsstraße soll es einen öffentlichen Durchgang mit Lokalen, Bookshops usw. geben. Auch eine öffentlich zugängliche Cafeteria am Dachboden bzw. auf Dachterrassen soll kommen.
  • Der Nationalratssitzungssaal muss völlig neu gebaut werden und soll barrierefrei werden.
  • Insgesamt könnte die Nutzfläche des Parlaments von 40.000 Quadratmeter um 8.000 Quadratmeter erweitert werden. Vorteil: Man müsste weniger teure Büroflächen in der Umgebung anmieten.

Prammer ist sich bewusst, dass der Umbau ein Mammutprojekt ist: „Wir werden bei den Kosten nicht tricksen. Da ist mir lieber, jemand sagt, das ist zu teuer. Dann muss er auch die Verantwortung übernehmen, dass das Gebäude verfällt.“

Das kommt neu:

  1. Eingänge vorne und hinten: Quer durchs Gebäude ist ein Durchgang geplant.
  2. Plenarsaal: Der Nationalratssaal wird völlig neu und barrierefrei gebaut.
  3. Cafeteria: Im Dachboden kommt frei zugängliche Cafeteria mit Ring-Blick.
  4. Dachterassen: Neue Büros am Dach - daneben öffentliche Dachterassen.
  5. Bundesrat: Länderkammer übersiedelt an die Rückseite des Gebäudes.
  6. Säulenhalle als Zentrum des Hauses – rechts und links gehen Gänge weg.
  7. Büros: Mehr Fläche, jede Partei erhält eigenes Areal.
Autor: (gü)
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