Sonderthema:
Staat muss Zeugen Jehovas entschädigen

Zivildienstpflicht

Staat muss Zeugen Jehovas entschädigen

Österreich muss zwei junge Männer entschädigen, die trotz ihrer Zugehörigkeit zu den Zeugen Jehovas zum Zivildienst eingezogen wurden. Zu diesem Urteil kam der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Er wies die Regierung in Wien an, jedem der Kläger 4.000 Euro Schadenersatz zu zahlen.

Die 32 und 33 Jahre alten Österreicher hatten geltend gemacht, aktive Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften könnten von der Pflicht zum Wehr- oder Zivildienst enthoben werden. Dass dies bei ihnen nicht der Fall gewesen sei, werteten sie als Verstoß gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot in der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Die Zeugen Jehovas stehen kurz vor der staatlichen Anerkennung als Religionsgemeinschaft. Ende Jänner ist ein Entwurf der entsprechenden Verordnung des Kultusamtes in Begutachtung gegangen. Seit 1998 sind die Zeugen Jehovas in Österreich, die laut Volkszählung 2001 rund 23.000 Anhänger haben, eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft. Schon seit 1978 kämpft die Gruppe dafür, als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden. Nach zehnjähriger Beobachtungszeit könnte es bald tatsächlich so weit sein.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen