15. 07. 2009, 11:21

Kein Geheimnis

Stadler hatte Kontakt zu Abwehramt

© APA

Aber keine geheimen: Laut dem BZÖ-Politiker haben sich die Heeresagenten mit Beschwerden offiziell an ihn als Volksanwalt gewandt.

Der ehemalige FPÖ-Mandatar und Ex-Volksanwalt Ewald Stadler hat Kontakte zum Heeres-Abwehramt gehabt und von dort auch Daten erhalten. Dem widerspricht der nunmehrige BZÖ-Abgeordnete auch gar nicht. Die betreffenden Agenten haben sich als Beschwerdeführer an ihn in seiner damaligen Funktion als Volksanwalt gewandt, so Stadler. Alles sei offiziell "veraktet" und nachzulesen. Einen "geheimen Informationsfluss" habe es nicht gegeben.

"Causa Martina"
Im Streit zwischen Heeresagenten im Jahr 2001 - bekannt geworden unter dem Begriff "Causa Martina" - haben sich laut Stadler betroffene Agenten mit Beschwerden an den damaligen Volksanwalt gewandt. Es sei alles mit rechten Dingen zugegangen. "Die Leute sind nicht geheim aufgekreuzt", sondern als Beschwerdeführer.

Er habe auch noch Fälle in Erinnerung, bei denen tatsächlich Missstände festgestellt wurden. Es sei alles offiziell über die Volksanwaltschaft gelaufen, diese Fälle seien auch nachzulesen. Die "Causa Martina" sei sogar als Bericht der Volksanwaltschaft ans Parlament aufgelistet.

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hierbinich meint am 16.07.2009 08:28

das ist doch der, der sich nicht mehr Volksanwalt oder Volksanwalt in Brüssel titulieren darf, der sich gegen geltendes Titelrecht stellt und dies dann als Blamage der Volksanwaltschaft erklärt.

Diesem Herrn Stadler bestreite ich, dass in den Berichten der Volksanwaltschaft an den Nationalrat über die fraglichen Komplexe rechenschaft abgelegt wurde, zumindest ist bei einer ersten oberflächlichen Durchsicht nichts zu finden.

Der von ihm zu Unrecht geführte Titel und der augenscheinlich fehlende Bericht sind natürlich auch eine Intrige gegen das BZÖ.

Katzenkoenig meint am 15.07.2009 12:54

Wenn Pilz oder Öllinger entwendete Dokumente präsentieren: Wird dann auch eine "Spitzelaffäre" ausgerufen und pausenlos darüber berichtet?

Wie kam Pilz an die E-Mails von Strasser? Das wäre auch den einen oder anderen Bericht wert.

Oder dürfen nur die Gutmenschen ungestraft spitzeln?

mm6015 meint am 15.07.2009 14:18

Die Linken müssen sich in den A. beissen, wenn Ewald Stadler mit einem Lächeln argumentieren kann, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Wenn bei den Grünen endlich etwas medial verbreitet würde, könnten sie sicher nicht so leicht heraus drehen wie Stadler. Der ist ihnen intellektuell 100-fach überlegen.