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ÖSTERREICH-Interview

© Pauty

 

Strache: "Mache es wie Haider"

Harte Sager sind selten geworden bei Heinz-Christian Strache - doch heute startet der FPÖ-Chef in den Wahlkampf für die Wien-Wahl am 10. Oktober. Im Interview mit ÖSTERREICH macht Strache, der heute am Wiener FPÖ-Parteitag zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wird, die erste offene Wahl-Ansage. Die besten Sager: Wiens Bürgermeister Häupl sei „völlig hilflos“ in Sicherheitsfragen, dessen SPÖ „asozial und verrottet“.

In ÖSTERREICH-Umfrage liegt FPÖ bei 22 Prozent
Gleichzeitig erklärt Strache, wie er Bürgermeister werden will. In der aktuellen ÖSTERREICH-Umfrage erreicht er 22% – ein guter Wert, aber für den Bürgermeistersessel wohl nicht ausreichend. Die SPÖ verliert laut Gallup zur letzten Wahl 5%, bleibt aber mit 44% weiter klare Nummer 1.

Im direkten Bürgermeisterduell mit Michael Häupl erreicht Strache nur 20%, Häupl souveräne 50%. Strache peilt trotzdem offen den Bürgermeister an – und nimmt sich Übervater Jörg Haider zum Vorbild. Motto: Wien soll sein Kärnten werden. Strache: „Wer sagt Ihnen denn, dass die SPÖ nach einer Niederlage nicht implodiert wie damals in Kärnten und sich ganz neue Möglichkeiten ergeben?“

Strache liegt super bei Arbeitern & Freiberuflern
Um ein Erdbeben in Wien zu erreichen, muss Strache deutlich zulegen – erst wenn Straches FPÖ deutlich über 30 % liegt und die SPÖ deutlich unter 40% fällt, ginge sich ein Machtwechsel mit VP-Hilfe aus.

Laut Gallup liegt die FPÖ in drei Zielgruppen in Führung: Bei den 30- bis 55-Jährigen, bei den Selbstständigen und sensationell bei den Arbeitern mit 50% zu nur mehr 29% für die SPÖ. Dafür führt Häupl bei den Pensionisten 74:11.

ÖSTERREICH: Müssen Sie sich nicht vorwerfen lassen, Sie nutzen die Demo gegen das islamische Zentrum in Wien-Floridsdorf, um für sich Stimmung im Wahlkampf zu machen?

Heinz-Christian Strache: Natürlich nicht, ich bin schon 2007 bei einer solchen Demo gewesen und da war von einer Wahl keine Rede. Es ist einfach nicht tragbar, wie hier mithilfe der SPÖ über Anrainer-Interessen drübergefahren wird. Diese Zentren werden ja nicht von der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich errichtet, sondern von einem türkischen Regierungsverein, der den türkischen Einfluss in Österreich ausweitet. Das ist ja so, als ob der ÖAMTC oder der ARBÖ in der Türkei eine Kirche errichten will. Das muss unterbunden werden.

ÖSTERREICH: Sie lassen sich heute zum Bürgermeisterkandidaten ausrufen. Was wollen Sie ändern?

Strache: Ich bin die einzige Alternative zur absoluten Arroganz und Präpotenz des Wiener Bürgermeisters: Man schanzt sich im Rathaus gegenseitig Aufträge zu, gleichzeitig steigen die Mieten, die Arbeitslosigkeit erreicht Rekordwerte. Auch bei der Sicherheit versagt die SPÖ, da werden Waste-Watcher mobilisiert – gleichzeitig gibt es Hunderte Wohnungseinbrüche pro Woche. Häupl ist doch völlig hilflos.

ÖSTERREICH: Laut der aktuellen ÖSTERREICH-Umfrage liegen Sie bei 22 Prozent. Nicht schlecht, aber vom Bürgermeister weit entfernt.

Strache: Wenn die SPÖ verliert, gibt’s mit der ÖVP eine Koalition der Verlierer, Häupl ist Geschichte und Frau Brauner soll Bürgermeisterin werden. Es ist aber die Entscheidung der Wienerinnen und Wiener, wer Bürgermeister wird.

ÖSTERREICH: Aber mit 22 Prozent werden Sie wohl kaum Bürgermeister werden.

Strache: Wenn wir deutlich über 20 Prozent kommen, dann werden doch die Karten neu gemischt. Auch Jörg Haider wurde 1989 Landeshauptmann – weil die SPÖ nach der Wahl zusammengebrochen ist.

ÖSTERREICH: Sie wollen es in Wien also wie Jörg Haider anno 1989 machen? Der hatte damals aber 29 Prozent und eine ÖVP, die ihn wählte. Die Grünen werden Sie in Wien kaum wählen.

Strache: Wer sagt Ihnen denn, dass die SPÖ nach einer Niederlage nicht ebenfalls implodiert wie damals in Kärnten und sich neue Möglichkeiten ergeben? Diese Häupl-Partei ist ja inzwischen asozial und völlig verrottet. Vor einem H.-C. Strache als Bürgermeister braucht niemand Angst haben.

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