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Nazi-Reportage

Nazi-Reportage

Strache war noch nicht beim Lügentest

Der von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im März vollmundig angekündigte Lügendetektortest in der Skinhead-Affäre hat noch nicht stattgefunden. Abgesagt sei er aber nicht, sondern werde erst im Zuge der bevorstehenden Gerichtsverhandlungen gemacht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Strache hatte bei einer Pressekonferenz am 23. März angekündigt, seine Aussagen im Konflikt mit dem ORF um eine Reportage mit zwei Skinheads mittels Lügendetektortest belegen zu wollen. Er meinte sogar: "Ich lasse mich abstechen, wenn das nicht stimmt."

Nazi-Sager
Strache wirft dem ORF vor, für die "Am Schauplatz "-Reportage "Am rechten Rand" "bezahlte Nazi-Statisten" zu einer FPÖ-Veranstaltung nach Wiener Neustadt mitgenommen zu haben. Er will dort auch gehört haben, wie Redakteur Eduard Moschitz die zwei Rechtsradikalen dazu angestiftet habe, neonazistische Parolen zu rufen. Beweise gibt es für diese Behauptung bis dato nicht, auch auf dem vom ORF veröffentlichten Rohmaterial lassen sich die Anschuldigungen nicht nachvollziehen. Der ORF hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

Juristisches Nachspiel
Die Causa hat mittlerweile ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft verlangt vom ORF im Zuge ihrer Ermittlungen nach dem Verbotsgesetz die Herausgabe des gesamten Filmmaterials, also auch jenes, auf dem Strache überhaupt nicht oben ist. Der ORF verweigert das und bezieht sich auf das Redaktionsgeheimnis. Der Sender hat auch Anzeigen angekündigt.

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