Strasser: Finale im Agenten-Krimi

Vorletzter Prozess-Tag

Strasser: Finale im Agenten-Krimi

Seiten: 12
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Strassers Anwalt Thomas Kralik wollte am Freitag das Gericht davon überzuegen, dass Strasser kein krimineller EU-Politiker, sondern bloss „bösen Agenten auf der Spur war“. Sechs Zeugen sollten den großen Umschwung im Prozess des Jahres bringen:

  • Praktikant
    Als erster tritt ein junger Mann vor Richter Georg Olschak. Blauer Anzug, leise Stimme. 2010 hatte er kurz in Strassers Brüsseler Büro gearbeitet: „Während einer Sitzung hat er uns vor Geheimdiensten gewarnt“, sagt er. „Große Entlastung ist das keine“, raunen die 20 Gerichtskiebitze.
  • Assistentin
    Die 31jährige sagte in ihrer ersten Einvernahme aus, sie habe nach Ausscheiden aus Strassers EU-Büro keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt habe. Starssers Telefonüberwachung beweist das Gegenteil (Kasten links).

Video: Strasser-Auftritt heute vor Gericht:

Video zum Thema Strassers Prozess geht ins Finale

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Strasser sagte zu ihr laut Protokoll: „Die K. (andere Mitarbeiterin) haben‘s ganz bös behandelt, die Schweine. Deshalb wollt‘ ich mit dir reden“.

Staatsanwältin Maruna sieht darin den Versuch Strassers, Druck auf die Frau auszuüben: „Hat er Ihnen gar gesagt, dass sie vor der Polizei vom Geheimdienst sprechen sollen?“, fragt sie. K. will sich daran nicht erinnern.

  • Freund
    Schließlich ist Strassers Freund Thomas Havranek dran - Steuerfachmann, Unternehmensberater. Zwei Mal sei Strasser an ihn mit der Frage herangetreten, „ob es möglich wäre, dass meine Büros abgehört werden?“

Diashow Strassers vorletzter Prozesstag

Dem ehemaligen Innenminister drohen 10 Jahre Haft

Mit Zeugenbefragungen ist am Freitag im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen Ernst Strasser fortgesetzt worden. Der Schöffensenat (Vorsitz: Georg Olschak) hatte auf Antrag des Verteidigers Thomas Kralik zu überprüfen, ob der ehemalige Innenminister und EU-Delegationsleiter der ÖVP tatsächlich davon ausgehen konnte, dass ein Geheimdienst Agenten auf ihn angesetzt hatte.

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Mit Zeugenbefragungen ist am Freitag im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen Ernst Strasser fortgesetzt worden. Der Schöffensenat (Vorsitz: Georg Olschak) hatte auf Antrag des Verteidigers Thomas Kralik zu überprüfen, ob der ehemalige Innenminister und EU-Delegationsleiter der ÖVP tatsächlich davon ausgehen konnte, dass ein Geheimdienst Agenten auf ihn angesetzt hatte.

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Mit Zeugenbefragungen ist am Freitag im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen Ernst Strasser fortgesetzt worden. Der Schöffensenat (Vorsitz: Georg Olschak) hatte auf Antrag des Verteidigers Thomas Kralik zu überprüfen, ob der ehemalige Innenminister und EU-Delegationsleiter der ÖVP tatsächlich davon ausgehen konnte, dass ein Geheimdienst Agenten auf ihn angesetzt hatte.

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Mit Zeugenbefragungen ist am Freitag im Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen Ernst Strasser fortgesetzt worden. Der Schöffensenat (Vorsitz: Georg Olschak) hatte auf Antrag des Verteidigers Thomas Kralik zu überprüfen, ob der ehemalige Innenminister und EU-Delegationsleiter der ÖVP tatsächlich davon ausgehen konnte, dass ein Geheimdienst Agenten auf ihn angesetzt hatte.

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Steuerberater recherierte in London über Reporter
Auch habe Strasser ihn darum gebeten, die Agentur „Bergmann&Lynch“ in London zu überprüfen. Hinter dieser (Scheinagentur) versteckten sich die beiden Journalisten. Für Havranek war rasch klar, dass die Firma „nicht koscher ist“. Dass der US-Geheimdienst ihn jage, habe Strassser nicht gesagt.

  • Lebensgefährtin
    Halbwegs konkreter wird nur Strassers Lebensgefährtin Elisabeth K. Seit sieben Jahren sind sie ein Paar, zwei Kinder. Die Agenturchefin (Management) wirkt gut vorbereitet, resolut.
    Im Juli 2010 hätten bei ihr die Alarmglocken geschrillt: „Am Küchentisch haben wir uns über ein Geheimdienstbedrohungsszenario unterhalten“, erzählt sie. Ihr Partner habe hinter den Journalisten Amerikaner vermutet: „CIA, NSA“, beteuert sie.
    Deshalb habe sie ihm auch vorgeschlagen, zum BVT (Bundesamtes für Verfassungsschutz & Terrorbekämpfung) zu gehen. Er lehnte ab: „Die haben mich schon einmal im Stich gelassen. Diese Schweine krieg‘ ich selber.“ Nach diesem Gespräch organisierte sie ein Gespräch mit BVT-Beamten im Sacher-Eck.
  • Austro-Agenten
    Die Beamten bestätigten das Treffen: „Sie war sehr besorgt“, sagten sie. Im Umfeld von Strasser gäbe es Unregelmäßigkeiten, habe sie ihnen erzählt. Lose wurde auch über „russische Dienste gesprochen“. Entlastung klingt anders.

Kommenden Montag werden die beiden britischen Journalisten via Video-Konferenz aussagen. Danach will Richter Georg Olschak ein Urteil fällen.

Anwalt Kralik: „Alles ist in diesem möglich“. Strasser drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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Autor: Karl Wendl
Seiten: 12
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