Streit um Heldenplatz

ÖVP und FPÖ gegen SP

Streit um Heldenplatz

Der Wiener Heldenplatz ist 1938 zu einer traurigen Weltberühmtheit gelangt: Zigtausende Österreicher hatten dort Adolf Hitler zugejubelt.

SPÖ-Kulturminister Thomas Drozda hat via Presse angeregt den Platz – er heißt seit 1878 so – in „Platz der Republik“ umzubenennen. Das wiederum hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zum toben gebracht: „Vielleicht laut Drozda oder der SPÖ in Zukunft gleich Karl-Marx-Platz oder Refugee-Welcome-Platz?“, postete er.

VP erinnert an Geschichte. Aber auch ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und die schwarze Kultursprecherin Maria Fekter lehnen einen neuen Namen ab: „Dieser Platz spiegelt die Höhen und dunkelsten Tiefen unserer Geschichte wider. Wir dürfen unsere Geschichte nicht verleugnen“.

Häme auf Twitter. Drozdas Antwort. Auf Twitter und Facebook ergießt sich seit Samstagabend Häme gegen den Vorstoß. Die Vorwürfe, ob „die Regierung nichts Wichtigeres zu tun habe“, beantwortete Drozda via Twitter: „Ja, wir haben Wichtigeres zu tun. Als Kulturminister will und werde ich diese Diskussion führen“.

Für etwaige Platz-Umbenennungen ist freilich die Stadt Wien zuständig, die sich bislang nicht in die Debatte über neue Namen eingebracht hat. Dafür reichte der Vorschlag für einen neuen Konflikt in der rot-schwarzen Koalition

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