Stronach:

Parteiprogramm vorgestellt

Stronach: "Spitzenkandidat ja, Kanzler nein"

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Frank Stronach hat gemeinsam mit seinem Team im Wiener Palais Ferstel das Parteiprogramm des Team Stronachs vorgestellt. Neben den alt bekannten Werten " Fairness, Wahrheit und Transparenz", die sowohl von seinem Team-Mitgliedern als auch von ihm immer wieder aufs Tapet gebracht wurden, überraschte Stronach vor allem mit zwei Aussagen: Erstens will er nicht Bundeskanzler werden und zweitens möchte er den Nationalrat auf  150 Sitze verkleinern und Bürgervertreter einführen.

Video zum Thema Stronach stellt Parteiprogramm vor

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Stronach: "Ich möchte Nationalratsabgeordneter sein"
Auch wenn Stronach als Spitzenkandidat für das Team Stronach ins Rennen geht, so werde er definitv nicht Bundeskanzler, da er sich für dieses Amt nicht mehr fit genug fühle. Aber als Nationalratsabgeordneter werde er viel Zeit im Parlament verbringen und so "Österrreich dienen können", so Stronach bei der Präsentation des Parteiprogramms.

stronach-2.jpg © apa

Verkleinerung des Nationalrates, Einführung von "Bürgervertretern"
Eine weiteres wesentliche Forderung Stronachs ist die Verkleinerung des Nationalrates von derzeit 183 Parlamentarier auf 150 Abgeordnete. Von den 150 Abgeordneten sollen 100 gewählte Parlamentarier sein und die restlichen 50 Personen würden "Bürgervertreter" sein.

Jeder Österreicher, der 35 Jahre alt ist, kann in seinem "Wahlkreis" als Bürgervertreter gewählt und damit ins Parlament entsandt werden. Die "Bürgerverterter" können dann im Parlament entweder mit der Regierungslinie oder mit der Oppositionslinie - je nach Themenlage - stimmen, wobei die Wahl geheim bleiben soll.

stronach.jpg © apa

Ehrenkodex für Team-Stronach-Politiker
Jeder, der für das Team Stronach kandidieren möchte, muss einen Ehrenkodex unterschreiben und sich an diesen halten. Der Kodex besagt unter anderem, dass jeder Stronach-Abgeordnete nur zwei Legislaturperioden im Amt sein darf. "Wir wollen keine Berufspolitiker", so Stronach.

Schutz von Allgemeingütern,  faire Unternehmens-Steuern, keine Monopole
Zudem besagt das Parteiprogramm, dass Allgemeingüter - allen voran das öffentliche Gut Wasser - geschützt werden müssen. Stronach fordert u.a. eine eigene "Wasser-Gesetzgebung". Um die Konkurrenzfähigkeit Östereichs wahren zu können, sollen Unternehmen Steuern in der Höhe von 10 Prozent zahlen, das finde er "fair". "Österreich braucht eine Wirtschaftsstrategie mit sehr viel Herz", untermauert der Parteigründer seine Forderungen. Monopole jeder Art lehnt er ab.

stronach-3.jpg © apa

Weitere Forderungen: Starkes Europa, Ende der Korruption und strenge Zuwanderungs-Vorgaben
Weitere Forderungen des Teams Stronach sind: ein starkes Europa, aber mit nationalen Regierungen sowie einem eigenen Euro für jedes Land, ein Ende der Korruption und der "Freunderlwirtschaft" in Österreich sowie eine Verkleinerung des Verwaltungsapparates innerhalb der nächsten fünf Jahre. In Bezug auf das Bankgeheimnis muss erst - gemeinsam mit Experten - eine Position gefunden werden.

Zuwanderung nach Österreich ist für die Partei nur dann erwünscht, wenn diese auf wirtschaftlichen Kritereien basiert, dh. in Form von Arbeitskräften. Zuwanderung ins soziale System sei "nicht willkommen". Politisches Asyl soll nur in Härtefällen gewährt werden.

Stronach gab sich österreich- und wertebetont
Ansonsten gab sich Frank Stronach bei der Präsentation wie immer sehr österreichbetont und sagte immer wieder, dass er dem Land mit seiner Erfahrung "dienen" möchte. Wichtig sei ihm sachliche Politik für Österreich zu machen, denn das Team Stronach sei keine Protespartei.

 

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