Strutz-Kritik an Dörfler sorgt für Verwunderung

Kärnten-Wahl

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Strutz-Kritik an Dörfler sorgt für Verwunderung

Kritische Anmerkungen über den Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler durch seinen Parteifreund, den BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz, sorgen im Vorfeld der Landtagswahl in Kärnten für Verwunderung. Strutz hatte sich indirekt von Dörfler distanziert, der behauptet hatte, Mario Canori habe für seinen Wechsel zur FPÖ 200.000 Euro kassiert. Da auch Landesparteiobmann Uwe Scheuch auf Distanz ging, sind nun die Spekulationen um einen BZÖ-internen Zwist wieder aufgeflammt.

Strutz hatte in einem ORF-Radio-Interview nicht nur gemeint, ein Landeshauptmann solle sich nicht auf eine Ebene mit einem Herrn Canori begeben, sondern auch erklärt, er halte von persönlichen Anschüttungen wenig. Und auch die Ansage Dörflers, er strebe ein Ergebnis von mehr als 40 Prozent bei der Wahl am 1. März an, wurde vom Generalsekretär der Orangen relativiert.

Ähnlich reagierte auch Uwe Scheuch, der erklärte, sein Ziel sei es, Erster zu werden, mit Abstand zur SPÖ. Die 40-Prozent-Grenze sei "ein persönliches Ziel Dörflers". Zudem wolle er sich mit "Canori & Co" nicht mehr länger beschäftigen.

Dies gibt den alten Gerüchten, wonach Parteichef Scheuch mit Unterstützung seines Bruders und BZÖ-Klubobmanns Kurt Scheuch mittelfristig die ganze Macht bei den Orangen übernehmen und Dörfler ausbooten will, offenbar neue Nahrung. Die "Kleine Zeitung" bewertete die Entwicklung beim BZÖ denn auch mit dem Titel: "Orange Spitzen lassen Dörfler im Regen stehen". Und die "Neue Kärntner Tageszeitung" meinte: "LH im Visier seiner Parteifreunde". Der "Kurier" führt die Aussagen von Strutz auf dessen "Ärger darüber, dass ihn die Kärntner Freunde wegen seines publik gewordenen Doppelbezugs als Landtagspräsident abmontiert haben" zurück.

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