Studenten formieren sich erneut

Uni-Protest

© Fally

Studenten formieren sich erneut

Nach der spontanen Kurzzeit-Besetzung des Audimax der Uni Wien in der Nacht auf Mittwoch beginnt sich die Studentenprotestbewegung in der Hauptstadt neu zu formieren. Zwar sind immer noch ein paar Dutzend Studenten der "#unibrennt"-Bewegung, die im vergangenen Jahr rund um die Hörsaalbesetzungen entstanden ist, aktiv. Zu diesem "harten Kern", wie ein Aktivist es gegenüber der APA nennt, sind allerdings nun "viele neue Leute dazugekommen".

Tatsächlich dürften die Studenten von "#unibrennt" durch die angekündigten Einsparungen beim Hochschulbudget wieder mehr Zulauf bekommen: Für die Jubiläumsfeier zum ersten Jahrestag der Audimaxbesetzung in der Arena morgen, Freitag, haben sich auf der Social Media Plattform Facebook schon über 400 Personen angekündigt. Dort soll "bei Geburtstagstorte und guter Musik" über ein Jahr Bildungsprotest diskutiert werden. Bereits ab 18 Uhr gibt es Reflexionen mit FM4-Ombudsmann Hosea Ratschiller. Am 27. Oktober findet dann ein großes #unibrennt-Plenum an der Technischen Uni (TU) Wien statt, wo Studenten aller Wiener Unis gemeinsam das weitere Vorgehen im Herbst planen wollen.

Bei einem spontanen Plenum am Mittwochnachmittag in der Akademie der Bildenden Künste, wo die Studentenproteste im Vorjahr ihren Ausgang genommen haben, wurde von rund 50 Studenten am Wiederaufbau der Strukturen gearbeitet. Anstelle der zuletzt informellen Organisationsstrukturen - die wenigen verbliebenen Aktivisten kannten einander alle persönlich - wurden wieder Arbeitsgruppen eingerichtet.

Dort soll weiter über Aktionen nachgedacht werden, mit deren Hilfe die Studenten auf ihre Forderungen aufmerksam machen können. Welche das genau sind, soll ebenfalls neu debattiert werden. Man werde "sicher nicht bei Null anfangen", betont ein "#unibrennt"-Aktivist mit Verweis auf den umfangreichen Forderungskatalog, der im vergangenen Jahr erstellt wurde. Angesichts der laufenden Budgetdebatte wird allerdings überlegt, den Schwerpunkt auf das Uni-Budget zu legen.

(S E R V I C E - http://unibrennt.at)

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