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TV-Duell: Die Sieger, die Verlierer

Hofburg-Wahl

TV-Duell: Die Sieger, die Verlierer

Die Nervosität aller Hofburg-Kandidaten war zu Beginn spürbar – doch alle fünf Kandidaten kamen schnell auf Touren: Mit 10 Kurzduellen hat der ORF am Donnerstagabend den Höhepunkt des Hofburg-Wahlkampfes inszeniert. Bis zu eine Million SeherInnen wurden von Insidern zur Spitzenzeit erwartet.

Doch kein Kandidat konnte die Chance zum „Home-Run“ wirklich nutzen: Sowohl Van der Bellen als auch Hofer punkteten bei ihren deklarierten Wählern – und sicherten ihre Favoriten-Rolle für die Stichwahl. Doch auch Griss und Hundstorfer holten Sympathie- und Achtungserfolge. Nur VP-Mann Khol ging unter.

Griss war sympathisch, Hundstorfer angriffig
„Jeder gegen jeden“ – und das im Speed-Dating-Tempo von 15 Minuten – also insgesamt 10 Duelle in 150 Minuten forderten von den Kan­didaten alles ab. Jeder war 60 Minuten im – heißen – Scheinwerferlicht, konnte sich dazwischen in kleine Kojen mit Vorhängen zu seinen Beratern zurückziehen.

Die „Spin-Doktoren“ waren mit ihren Schützlingen fast durchwegs zufrieden – alle brachten ihre Botschaften brav an, doch keiner schaffte einen K.o.-Sieg.

  • Norbert Hofer punktete mit seiner harten Anti-Asyl-­Linie, seiner Liebe zum Bundesheer, Regierungs-Kritik.
  • Alexander Van der Bellen wirkte souverän, oft witzig und schlagfertig, positionierte sich extrem stark für Flüchtlinge und offene Grenzen.
  • Irmgard Griss machte in jedem Duell ihre Unabhängigkeit und die bösen Parteien zum Thema, war sympathisch, aber inhaltsleer.
  • Rudolf Hundstorfer punktete im Duell mit Hofer überraschend offensiv und mobilisierte die SP-Wähler.
  • Nur Andreas Khol war auf verlorenem Posten.

Für die User auf oe24 schied Norbert Hofer von der FPÖ am besten ab. Er konnte am meisten Wähler überzeugen, es folgen Hundstorfer und Van der Bellen. Am schwächsten fanden die Zuschauer Griss und Khol.

gesamtstimmen.jpg © APA

Die Duelle im Überblick

Duell 1: Griss gegen van der Bellen

Im ÖSTERREICH-Duell hatte Irmgard Griss den bedächtigen Ex-Grünen-Chef überrascht – diesmal gelang Alexander Van der Bellen der Coup. Als Griss mit ihrer Unabhängigkeit zu punkten versuchte, fuhr der Professor ihr in die Parade: „Ich bin bereit, ihr hier einen Meter Vorsprung zu geben. Ihre Unabhängigkeit hat eine Zwillingsschwester, die Unerfahrenheit.“ Ein Nazi-Sager „darf Ihnen nicht passieren. Wie konnten Sie vergessen, dass die Opfer von Anfang an die Fratze der Nazi-Zeit gesehen haben?“, spielte er auf ein ­Interview von Griss an.

Waldheim. Die blieb ruhig – tat sich dann aber schwer, wieder Tritt zu fassen. Am Ende gab sie zu, 1986 Waldheim gewählt zu haben. Nochmals konterte der Grüne: „Ich habe ihn nicht gewählt.“

Analyse von Wolfgang Fellner
Schon das erste Duell wurde enorm emotional und aggressiv geführt. Griss machte den ersten Punkt mit ihrer Unabhängigkeit - Van der Bellen konterte sofort mit ihrem heikelsten Punkt: dem "Nazi-Sager". Danach kam  Griss leicht in die Defensive, Van der Bellen wirkte souverän aber auch untergriffig. Das hat Griss möglicherweise bei den FPÖ-Wählern genützt. Ein knappes Unentschieden - Van der Bellen deutlich souveräner, Griss sympathischer! 

Im Voting war Irmgard Griss mit 65% deutlich voran.

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Video zum Thema Griss vs. Van der Bellen
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Duell 2: Hofer gegen Khol

„Ich fühle mich für diese Aufgabe noch etwas zu jung“, sagte Norbert Hofer vor seiner Kandidatur. Davon war beim ersten TV-Duell nichts mehr zu spüren. „Mir geht es nicht um Macht, mir geht es um das Vertrauen, das der Präsident erhält.“ Er wolle ein „entschlossener und verantwortungsvoller Präsident“ sein, sagte Hofer. „Sie haben Machtfantasien“, konterte Andreas Khol.

Einig waren sich die beiden bei der Ablehnung des TTIP-Abkommens zwischen USA und EU. Hofer ließ mit einem Lob für den „sehr guten Außenminister“ Sebastian Kurz (ÖVP) aufhorchen und war streichelweich. Khol wirkte souverän, aber etwas farblos und sagte mehr, was ein Präsident nicht darf, als das, was er tun würde.

Analyse von Wolfgang Fellner
Deutlich weniger aggressiv als erwartet. Khol attackiert Hofer als "Fantasten", beide erklärten sich zu deklarierten TTIP-Gegnern. Khol wirkte sehr erfahren, auch souverän - aber ziemlich fad. Hofer war überraschend zahm, fast brav - machte außer seiner Kritik an TTIP und am Türkei-Deal wenig Ansagen. Erst am Schluss punktete er klar mit seiner Kritik am Flüchtlings-Strom und an Angela Merkel ("Wir schaffen das nicht!") Dank klarer Anti-Asyl-Ansage geht das Duell bei rechten Wählern eher an Hofer.

Im Voting wusste Hofer gegenüber Khol zu überzeugen und gewann das Duell klar für sich

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Duell 3: Griss gegen Hundstorfer

Hundstorfer stellte sich als erfahrener Politiker dar: „Ich komme vom Gestalten.“ Griss ist empört: „Was habe ich mein ganzes Leben gemacht?! Ich war mehr als 30 Jahre Richterin. Ich habe immer gestaltet.“

Hundstorfer forderte: „Lassen Sie Ihre Plakatständer endlich genehmigen!“

Er habe zudem „Probleme mit Ihrem Geschichtsverständnis“ – Stichwort: „Reichskristallnacht“.

Griss warf dem Politiker Hundstorfer vor: „Die große Pensionsreform ist nicht zustande gekommen, wir haben eine hohe Arbeits­losigkeit.“

Analyse von Wolfgang Fellner
Griss sprudelte wie ein Wasserfall mit Kritik an Regierung und Parteien. Hundstorfer versuchte seine Partei-Basis zu motivieren, wirkte aber viel zu defensiv. Griss hat sicher bei parteifreien Unentschlossenen gepunktet und Sympathie im rechten Lager gewonnen. Hundstorfer versucht seine Parteibasis zu motivieren - mehr schlecht als recht. Griss will Hundstorfer unterschieben, dass er sich von der Gewerkschaft finanzieren lässt. Hundstorfer zieht wie Van der Bellen die Nazi-Karte und wirft Griss ihre Nazi-Sager vor. Das Duell geht eher an Griss - Hundstorfer ist zu wortkarg.

Der Sozialdemokrat konnte die oe24-User mehr als Irmgard Griss überzeugen.

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Duell 4: Van der Bellen gegen Khol

Andreas Khol kümmerte sich nicht lange um die Frage nach dem Terror und versuchte mit dem Asylthema zu punkten. Da wies ihn Van der Bellen sofort zurecht: „Flüchtlinge waren das nicht – das waren eingebürgerte Franzosen.“

„Lieber Herr Van der Bellen, ich weiß, sie sind ein Anhänger der Willkommenskultur“, konterte Khol. „Das wissen Sie nicht, nicht einmal ich weiß es“, gab Van der Bellen zurück. Khol habe es geschafft, „sich einen Verweis von Kardinal Schönborn einzufangen“.

Analyse von Wolfgang Fellner
Beide haben sich mit diesem Duell nichts Gutes getan. Khol wirkte wirr, viel zu langatmig, fast immer am Thema vorbei. Van der Bellen dagegen tappte voll in die "Willkommenskultur-Falle" - zu behaupten, dass die jüngsten Terror-Anschläge null mit dem unkontrollierten Flüchtlingsstrom zu tun haben, ist absurd. Khol war viel zu wenig am Punkt, um wirklich Wähler gewinnen zu können - viel zu langatmig, abschweifend, wirr. Van der Bellen positionierte sich als Fan der "Willkommens-Kultur", die er couragiert verteidigte. Geholfen hat dieses Duell wohl beiden nicht sehr. Knapper Sieg für Van der Bellen.

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Bei den oe24-Usern hatte Khol die Nase vorn.

Video zum Thema Van der Bellen vs. Khol
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Duell 5: Hofer gegen Hundstorfer

Hofer gab sich wieder als aktiver Präsident und ritt gleich zu Beginn eine Attacke gegen die Sozialpolitik und damit gegen den Ex-Sozialminister Hundstorfer. Dieser schien aus dem ersten Duell gelernt zu haben und redete nicht mehr ständig dazwischen – und ging damit über weite Strecken unter.

Hofers Pläne kanzelte er als „Chaostheorie“ ab. Mit seiner Verteidigung der Politik der offenen Grenzen tappte er in eine FPÖ-Falle.

Emotional wurde es, als Hundstorfer Hofer aufforderte, sich von seiner Burschenschaft zu distanzieren und dessen Waffen­besitz ansprach. Hofer: „Sie müssen ja schon ganz schön verzweifelt sein.“ Bisweilen wurde die Debatte persönlich und untergriffig.

Analyse von Wolfgang Fellner
Hundstorfer plötzlich viel besser als im ersten Duell. Nagelt Hofer als Chaoten, der eine Staatskrise herbeiführen wird, fest. Hofer kontert mit heftiger Regierungs-Kritik. Aber Hundstorfer ist deutlich offensiver - es gelingt ihm sehr gut, ein Rot-Blau-Duell zu inszenieren und Hofer ins rechte Eck zu stellen und ihn sogar als Waffennarr zu positionieren. Hundstorfer gewinnt das Duell klar beim linken Lager - sicher bei seiner SPÖ-Basis, vermutlich auch bei vielen Van der Bellen-Wählern. Hofer punktet sicher bei den regierungskritischen Wählern - aber im Duell war er der Schwächere.

Etwas überraschend konnte sich Rudolf Hundstorfer im oe24-Voting durchsetzen.

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Duell 6: Griss gegen Khol

Griss stellte sich als unabhängig dar: „Ich bin frei von allen Partei­loyalitäten.“ Khol: „Einer Ihrer Unterstützer ist Neos-Chef Strolz.“ Griss: „Er sagte, er sieht meine Kandidatur mit Wohlgefallen.“ Griss forderte: „Es gehört eingespart – das Geld versickert in den Ländern.“ Khol: „Die Regierung Schüssel-Riess-Passer hatte keine direkte Verantwortung für den Hypo-Skandal.“ Griss: „Der Anteil des Bundes an dieser Katastrophe ist mit der Verstaatlichung noch größer geworden.“

Analyse von Wolfgang Fellner
Diesmal überraschte Khol. Überraschend offensiv, nagelte Griss genau in jenen Punkten fest, bei denen die ÖVP-Wähler sensibel sind: Gesamtschule, Erbschaftssteuer. Griss versucht wieder ihre Unabhängigkeits-Karte auszuspielen - das gelang ihr diesmal weniger gut und wird langsam fad - schön langsam müsste sie Inhalte ansprechen. Khol punktet diesmal - und kann sich gegen Griss bei ÖVP-nahen Wählern durchaus behaupten. Überraschend: Ein knapper Sieg für Khol, weil besser als erwartet - Griss war diesmal zu defensiv. 

Keinen "richtigen" Sieger sahen die User beim Duell Griss gegen Khol

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Duell 7: Van der Bellen vs. Hundstorfer

Nach kurzem Geplänkel um ein rotes Van-der-Bellen-Dossier griff Rudolf Hundsdorfer an: „Ich hab ihr Buch gelesen“, begann der SPÖler. „Sicher ein Gewinn“, zeigte sich Alexander Van der Bellen munter. Hundstorfer stellte Van der Bellen als wankelmütig hin – und punktete. Dann zu den Flüchtlingen mit dem nächsten VdB-Angriff: „Was ist aus der SPÖ Kreiskys geworden?“ „Wo ist unsere Grenze“, gibt der Rote zurück. „Die legte der Flüchtlingsbeauftragte fest.“ Am Schluss Einigkeit: Kreisky fanden beide gut.

Analyse von Wolfgang Fellner:
Zwei Kreisky-Fans buhlen um die linke Wählerhälfte. Hundstorfer war angriffiger und punktete beim Asyl-Thema bei der rechten SPÖ-Fraktion und in der Wählermitte. Van der Bellen war eine Spur souveräner - und versuchte linke SP-Wähler und Kreisky-Fans zu gewinnen. Viel gebracht hat das Duell keinem - eher noch Hundstorfer, der sich als Präsident der Mitte positionieren konnte.

Auch im Duell mit Van der Bellen hatte im Voting Rudolf Hundstorfer die Nase vorn.

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Duell 8: Griss gegen Hofer

„Welche Leistung soll das Bundesheer erbringen?“ Darüber will Griss diskutieren, sollte sie gewählt werden.

Daraus lasse sich der Finanzbedarf ableiten. „Ich war sehr gerne beim Bundesheer“, offenbarte Hofer und hielt Griss vor, gegen die Wehrpflicht gestimmt zu haben: „Mir hat es nicht geschadet, beim Heer gewesen zu sein.“

Zur Hypo waren sich beide einig: Kärnten darf nicht pleitegehen. Griss und Hofer lieferten sich ein höfliches Duell auf gutem Niveau und mit vielen Übereinstimmungen.

Analyse von Wolfgang Fellner:
Das erste Duell, in dem Hofer seine Punkte gut über den Bildschirm bringen konnte: Er präsentierte sich als glühender Anhänger des Bundesheeres, aber auch als Gegner von homosexuellen Ehen. Im Gegenzug zu ihm war Griss bei den Inhalten weniger konkret - aber dafür durchgehend sympathisch. Griss hat in den Duellen den Vorteil, die einzige Frau zu sein, dadurch sympathisch zu wirken und sicher bei den Unentschlossenen und Frauen zu punkten. Heißt: Hofer mobilisierte sehr gut seine FPÖ-Basis. Griss dagegen spricht die vielen Unabhängigen an - sie wird bei diesen Duellen am ehesten Wähler dazu gewinnen.

Im Voting hatte in diesem Duell Hofer klar die Nase vorn.

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Duell 9: Van der Bellen gegen Hofer

Beide philosophieren anfangs zum Thema Heimat – Hofer versuchte einen Angriff mit dem alten Grünen-Plakat „Nimm ein Flaggerl fuer dein Gackerl“.

„Da hat die Parteijugend Mist gebaut“, konterte der Professor. Hofer: „Wenn Sie Heimat plakatieren, ist das so glaubwürdig, wie wenn ich sage: „Cannabis-Freigabe für alle.“ Dann warf der FP-Mann Van der Bellen vor, für offene Grenzen, Cannabis-Freigabe und Auto-Verbot zu sein. Der konterte ähnlich aggressiv.

Analyse von Wolfgang Fellner
Das erwartete Brutal-Duell. Zwischen scheinheilige Höflichkeiten (Hofer: "Ich finde Sie direkt sympathisch!" Van der Bellen: "Ich würde Sie auf eine Insel mitnehmen, damit Sie in Österreich keinen Unfug anrichten können!") wurden harte Attacken verpackt. Hofer war diesmal voll im Angriff - warf Van der Bellen vor, für völlig offene Grenzen, die Freigabe von Cannabis, sogar das Verbot von Autofahren zu sein. Van der Bellen konterte mit sehr guten Sagern zum Thema "Heimat", zur Offenheit einer Demokratie. Beide haben in ihren Lagern bestmöglich gepunktet. Das Duell geht knapp an Hofer, weil er erstmals angriffig im Strache-Stil (durchaus auch mit Strache-Schmäh) war. Van der Bellen war etwas zu nobel - Hundstorfer hat da gegen Hofer deutlich kräftiger ausgeteilt.

Das Spitzen-Duell entschied für die oe24-User Hofer klar für sich.

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Duell 10: Khol vs. Hundstorfer

Beide erklärten eingangs, warum sie Umfragen nicht glauben. Khol warf Hundstorfer vor, bei der Steuerreform die Rentner mit den kleinsten Pensionen „schändlich“ behandelt zu haben. Hundstorfer: „Sie wissen, wer den Finanzminister stellt.“

Der SPÖ-Mann warf Khol dessen Geschichtsbild zum Jahr 1938 vor (Österreich als Opfer), worauf Khol emotional wurde und seinen Kontrahenten attackierte: „Beliebigkeit, das ist Rudolf Hundstorfer.“

Analyse von Wolfgang Fellner
Ausgerechnet das letzte Duell wurde das brutalste: Die beiden Regierungs-Kandidaten lieferten sich nahezu eine Hass-Orgie. Khol beschimpfte Hundstorfer als "Beliebigkeits-Politiker", Hundstorfer nannte Khol einen Polit-Versager. Khol machte Hundstorfer dafür verantwortlich, dass bei den Pensionen nichts weiter geht. Hundstorfer warf Khol sein schwarz-blaues Debakel vor. Es wurde ein heftiges Wortgefecht über das Versagen des jeweils anderen. Khol war viel zu aggressiv. Hundstorfer war souveräner, brachte am Schluss sein Amtsverständnis gut über die Bühne. Der Sieg in diesem Duell ging an Hundstorfer - doch beide haben sich mit diesem Duell nichts Gutes getan, sie haben sich unnötig angeschwärzt. Beiden hängen ihre Regierungsparteien wie Mühlsteine am Hals - und das war bei diesem Duell zu sehen.

Das letzte Duell des Abends konnte Hundstorfer gegen Khol klar für sich entscheiden.

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Video zum Thema Khol vs. Hundstorfer
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ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner, Polit-Experte Thomas Hofer und der nicht eingeladene Richard Lugner analysierten die TV-Duelle.

<<< Hier gehts zur Analyse von Wolfgang Fellner

<<< Hier gehts zur Analyse von Richard Lugner

<<< Hier gehts zur Analyse von Thomas Hofer

Hier finden Sie den LIVE-Ticker zum Nachlesen

23:00
 

Damit sind die TV-Duelle zu Ende

Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit, bis zum nächsten Mal.

22:53
 

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Da haben wir gut gesehen, wie es in der Koalitionsregierung derzeit läuft. Die können einfach nicht miteinander und sind unfähig einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die muss man voneinander trennen.

22:49
 

Hundstorfer gegen Khol: Voting

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22:49
 

Hundstorfer gegen Khol

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Im Kellerderby der Umfragen schlägt die gegenseitige Abneigung der Koalitionspartner voll durch – weil die Gehässigkeiten dominieren, hat keiner der beiden gepunktet.

22:48
 

Khol gegen Hundstorfer

LIVE_analyse.png

Ausgerechnet das letzte Duell wurde das brutalste: Die beiden Regierungs-Kandidaten lieferten sich nahezu eine Hass-Orgie. Khol beschimpfte Hundstorfer als "Beliebigkeits-Politiker", Hundstorfer nannte Khol einen Polit-Versager. Khol machte Hundstorfer dafür verantwortlich, dass bei den Pensionen nichts weiter geht. Hundstorfer warf Khol sein schwarz-blaues Debakel vor. Es wurde ein heftiges Wortgefecht über das Versagen des jeweils anderen. Khol war viel zu aggressiv. Hundstorfer war souveräner, brachte am Schluss sein Amtsverständnis gut über die Bühne. Der Sieg in diesem Duell ging an Hundstorfer - doch beide haben sich mit diesem Duell nichts Gutes getan, sie haben sich unnötig angeschwärzt. Beiden hängen ihre Regierungsparteien wie Mühlsteine am Hals - und das war bei diesem Duell zu sehen.

22:44
 

Khol gegen Hundstorfer

Hundstorfer: Als Präsident muss man überparteilich sein. Damit habe er allerdings überhaupt kein Problem. Er kritisiert auch seine eigene Partei. Heinz Fischer sei dabei ein gutes Vorbild.

Damit ist auch das letzte Duell zu Ende.

22:43
 

Khol gegen Hundstorfer

Der Ton in der Diskussion wird rauer. Vor allem Khol teilt ungewohnt scharf aus: "Beliebigkeit ist Rudolf Hundstorfer" Dieser reagiert aber relativ gelassen und kontert.

22:39
 

Khol gegen Hundstorfer - Khol attackiert

Khol attackiert Hundstorfer und dessen Politik als Sozialminister. Damals hätte er viele Reformen nicht umgesetzt.

Nun geht es wiederum um das Geschichtsverständnis. Hundstorfer kritisiert, dass Khol Österreich auch als Opfer des Nationalsozialismus sieht. Khol verteidigt sich, dass dies auch die Ansicht vieler Historiker sei.

22:38
 

Khol gegen Hundstorfer

Die Kandidaten der Regierungsvertreter haben derzeit schwache Umfragewerte. Beide zeigen sich allerdings optimistisch, Umfragen würden nicht immer stimmen.

22:37
 

Das Duell Khol gegen Hundstorfer startet

22:37
 

VdB gegen Hofer

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Beide haben ihre linken oder rechten Positionen vertreten. Van der Bellen ist hier ein bisschen unterlegen, Hofer hatte mehr Oberwasser. Van der Bellen glaubt nämlich, er kann alles Mögliche machen, etwa eine FPÖ, die eine Mehrheit hat, nicht angeloben. Das kann er nicht machen, der vergessliche Professor. Er weiß nicht mal, ob er bei den Grünen noch Parteimitglied ist.

22:36
 

VdB gegen Hofer

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Im von vielen erwarteten Finale dominiert eine zähnefletschende Herzlichkeit. Weil’s keinen Wähleraustausch gibt, spielen beide nur für ihre jeweiligen Zielgruppen.

22:35
 

VdB gegen Hofer

LIVE_analyse.png

Das erwartete Brutal-Duell. Zwischen scheinheilige Höflichkeiten (Hofer: "Ich finde Sie direkt sympathisch!" Van der Bellen: "Ich würde Sie auf eine Insel mitnehmen, damit Sie in Österreich keinen Unfug anrichten können!") wurden harte Attacken verpackt. Hofer war diesmal voll im Angriff - warf Van der Bellen vor, für völlig offene Grenzen, die Freigabe von Cannabis, sogar das Verbot von Autofahren zu sein. Van der Bellen konterte mit sehr guten Sagern zum Thema "Heimat", zur Offenheit einer Demokratie. Beide haben in ihren Lagern bestmöglich gepunktet. Das Duell geht knapp an Hofer, weil er erstmals angriffig im Strache-Stil (durchaus auch mit Strache-Schmäh) war. Van der Bellen war etwas zu nobel - Hundstorfer hat da gegen Hofer deutlich kräftiger ausgeteilt.

22:33
 

VdB gegen Hofer: Voting

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22:33
 

VdB gegen Hofer

Beide wünschen sich den jeweils anderen als Gegener in der Stichwahl.

Damit ist das Duell zu Ende.

22:29
 

Vdb gegen Hofer: Der Ton wird schärfer

Van der Bellen: "Ich halte Sie für eine Marionette Straches." Auch Hofer teilt aus: "Grundsätzlich scheinen sie ja symphatisch, draußen zeigen Sie aber ein völlig anderes Bild."

Van der Bellen erneuert seine Aussage, dass er der freiheitlichen Partei keinen Regierungsauftrag geben werde. Dies sei allerdings nur hypothetisch.

22:25
 

VdB gegen Hofer - Faschistischer Diktator

Van der Bellen sieht sich selbst als Flüchtlingskind, der in Österreich seine Heimat gefunden hat. Hofer geht darauf nicht ein und greift andere Themen auf. Er wirft Van der Bellen vor, eine freiheitliche Regierung keinesfalls anzuloben. Damit würde er den Wählerwillen nicht respektieren. Hofer erneuert auch seine Aussage, dass Van der Bellen ein "faschistischer Diktator" wäre.

22:21
 

VdB gegen Hofer - Heimat

Was bedeutet der Begirff Heimat? Beide Kandidaten werben damit, verstehen den Begriff allerding anders. Für Van der Bellen ist etwas, wo man sich wohlfühlen kann und man sich etablieren kann. Der Begriff muss aber offen für neue Menschen sein. Auch Flüchtlinge können in Österreich ihre Heimat finden.

Hofer räumt ein, dass die beiden Kandidaten völlig unterschiedliche Ansichten hätten. Österreich sei mit der vielen Zuwanderung überfordert, so Hofer.

22:20
 

Das Duell Van der Bellen gegen Hofer startet

22:19
 

LIVE_analyse.png

Hier kommt gleich die Analyse von Wolfgang Fellner

22:18
 

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Über weite Strecken seltsamer Nichtangriffspakt, in dem Hofer beim Thema Heer volksnäher argumentiert, doch der Paarlauf – gerade in Sachen Hypo und Amtsverständnis - dominiert.

22:18
 

Griss gegen Hofer Voting

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22:16
 

Griss gegen Hofer - Hymne

Griss singt natürlich den neuen Text der Hymne. Hofer weicht zuerst aus, gibt dann aber an, dass er noch die alte Variante singe.

Damit ist das Duell zu Ende.

22:12
 

Griss gegen Hofer - Wie viel Macht hat der Präsident?

Griss: "Der Präsident hat natürlich eine starke Position und kann Punkte ansprechen." Hofer ergänzt, dass die Gegenwart einen aktiveren Präsidenenten braucht. Der Präsident soll aber verantwortungsvoll sein und soll nicht etwa einzelne Minister ablehenen. Griss: "Ein Präsident muss versöhnenb, statt spalten."

22:10
 

Griss gegen Hofer - Geht Kärnten pleite?

Griss: "Man kann ein Bundesland nicht pleite gehen lassen. Man müsse daher alles tun, um dies abzuwenden." Hofer sieht das genauso, Kärnten darf man nicht in Konkurs gehen lassen. Der FPÖ-Kandidat kritisiert aber die Hypo-Politik der Regierung. DIe Verstaatlichung der Bank sei falsch gewesen und habe dem Steuerzahler viel Geld gekostet.

22:07
 

Griss gegen Hofer - Bundesheer

Hofer tritt erneut für mehr Budget fürs Heer ein. Auch Griss will mehr Geld für das Heer, eigentlich wäre sie aber für ein Berufsheer gewesen. Überhaupt sei eher der Heeres-Minister für das Bundesheer verantwortlich.

22:06
 

Das Duell Griss gegen Hofer startet

22:06
 

LIVE_analyse_hofer.jpg

Hundstorfer läuft wieder in die Marionettenfalle, Van der Bellen ist aktiver und bringt Hundstorfer am linken SP-Flügel in Bedrängnis.

22:04
 

LIVE_analyse.png

Zwei Kreisky-Fans buhlen um die linke Wählerhälfte. Hundstorfer war angriffiger und punktete beim Asyl-Thema bei der rechten SPÖ-Fraktion und in der Wählermitte. Van der Bellen war eine Spur souveräner - und versuchte linke SP-Wähler und Kreisky-Fans zu gewinnen. Viel gebracht hat das Duell keinem - eher noch Hundstorfer, der sich als Präsident der Mitte positionieren konnte.

22:03
 

Hundstorfer gegen VdB - Voting

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22:02
 

Hundstorfer gegen VdB

Wer hat 2. Republik am meisten geprägt? Beide sagen Kreisky.

Damit ist das Duell zu Ende.

22:00
 

Hundstorfer gegen VdB - Obergrenze

Wo sei eine Grenze, was machbar ist? Van der Bellen verweist auf Christian Konrad und die Hilfsorganisationen. Die hätten den besten Einblick, nicht die Bundesregierung. Die geplante Notverordnung sei einer SPÖ nicht würdig, so der Professor.

21:55
 

Hundstorfer gegen Van der Bellen: Europa

Beide Kandidaten stehen grundsätzlich positiv der europäischen Gemeinschaft gegenüber. Das Problem seien "nationalistische Tendenzen" in einigen Ländern. Europa sei an einem Scheideweg und stehe vor enormen Problemen. Wenn es keine gesamteuropäische Lösung gebe, müsse Österreich aber etwas tun.

Van der Bellen kritisiert die Politik der SPÖ. Die großen Zeiten der Sozialdemokratie sei vorbei, die Partei würde allen Asylverschärfungen zustimmen. Er lobt aber auch einige Maßnahmen des Ministers Hundstorfers, diese hätten aber zu wenig gegriffen.

21:54
 

Hundstorfer gegen Van der Bellen

Hundstorfer wirft VdB seinen Vorzugsstimmenwahlkampf in Wien vor. Van der Bellen räumt diesen Fehler ein.

21:50
 

Das Duell Hundstorfer gegen Van der Bellen startet

21:50
 

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Khol führt einen offensiven Kampf gegen VP-Abflüsse und stellt Griss ins linke Eck, schwimmt aber Busek und Hypo, sie kontert wie immer mit dem Versagen des aktuellen politischen Systems.

21:49
 

Griss gegen Khol

LIVE_analyse.png

Diesmal überraschte Khol. Überraschend offensiv, nagelte Griss genau in jenen Punkten fest, bei denen die ÖVP-Wähler sensibel sind: Gesamtschule, Erbschaftssteuer. Griss versucht wieder ihre Unabhängigkeits-Karte auszuspielen - das gelang ihr diesmal weniger gut und wird langsam fad - schön langsam müsste sie Inhalte ansprechen. Khol punktet diesmal - und kann sich gegen Griss bei ÖVP-nahen Wählern durchaus behaupten. Überraschend: Ein knapper Sieg für Khol, weil besser als erwartet - Griss war diesmal zu defensiv.

21:48
 

Griss gegen Khol: Voting

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21:47
 

Griss gegen Khol: Fußball

Sollte Österreich ins EURO-Finale kommen, dann würden beide natürlich nach Paris reisen.

Damit ist das Duell zu Ende.

21:45
 

Griss gegen Khol: Moralisches Vorbild

Wie kann der Präsident ein moralisches Vorbild sein? Khol: Man soll überparteilich und moderat vorgehen. Die letzten Präsidenten haben dies eigentlichg ganz gut gemacht. Griss: "Ein Präsident muss bestimmte Werte stärker betonen."

21:43
 

Griss gegen Khol: Griss-Bericht

Nun geht es um den Griss-Bericht zur Hypo. Es habe ein "Systemversagen" gegeben, so Griss. Khol kontert, dass die Regierung nicht für das Hypo-Debakel schuld sei.

21:40
 

Griss gegen Khol

Khol: Es ist schwierig, in Österreich etwas grundlegend zu ändern. Zweidrittelmehrheiten sind sehr schwierig zu finden. Ein Präsident müsse darauf drängen, dass gewisse Punkte in Angriff genommen werden. Beide Politiker sind sich einig, dass der Präsident da mehr tun und Missstände ansprechen muss.

21:39
 

Griss gegen Khol

Khol wirft Griss vor, dass sie für die Erbschaftssteuer sei. Griss tritt für das deutsche Modell ein.

21:36
 

Griss gegen Khol: Unterstützung

"Hätten Sie auch für die ÖVP kandidiert?" Griss: "Diese Frage stellt sich nicht. Ich bin froh, wie es jetzt gekommen ist." Sie sei auch über die Unterstützung der NEOS und von Busek froh. Sie sei aber weiterhin unabhängig.

21:35
 

Das Duell Khol gegen Griss startet

21:34
 

LIVE_analyse_hofer.jpg

Das erwartet hasserfüllte persönliche Duell – Hundstorfers Burschenschafter-Attacke lockt Hofer aus der Reserve, er zeichnet Hundstorfer als Marionette. Beide wenig präsidentiell, sondern hochemotional.

21:34
 

Hundstorfer gegen Hofer

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Die beiden haben unterschiedliche Meinungen, keine Frage. Hundstorfer hat alles Mögliche ausgepackt gegen Hofer, was ihm eingefallen ist. Von Studentenverbindung bis Waffenpass. Aber etwas Ernsthaftes wurde nicht besprochen.

21:33
 

Hundstorfer gegen Hofer

LIVE_analyse.png

Hundstorfer plötzlich viel besser als im ersten Duell. Nagelt Hofer als Chaoten, der eine Staatskrise herbeiführen wird, fest. Hofer kontert mit heftiger Regierungs-Kritik. Aber Hundstorfer ist deutlich offensiver - es gelingt ihm sehr gut, ein Rot-Blau-Duell zu inszenieren und Hofer ins rechte Eck zu stellen und ihn sogar als Waffennarr zu positionieren. Hundstorfer gewinnt das Duell klar beim linken Lager - sicher bei seiner SPÖ-Basis, vermutlich auch bei vielen Van der Bellen-Wählern. Hofer punktet sicher bei den regierungskritischen Wählern - aber im Duell war er der Schwächere.

21:33
 

Hundstorfer gegen Hofer: Voting

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21:31
 

Hundstorfer gegen Hofer: Präsidentenvilla

Beide Kandidaten sind gegen eine Präsidentenvilla. Das brauche es nicht.

Damit ist das Duell zu Ende

21:27
 

Hundstorfer gegen Hofer: Sicherheit

"Wie viel Sicherheit soll es geben?" Hofer: "Die Polizei und das Heer sollen bestmöglichst ausgestattet werden, auch finanziell. Dies sei entscheidend." Hundstorfer geht darauf ein, dass Hofer als Privater eine Waffe trage. "So einen Präsidenten möchte ich nicht!"

Hofer: "Sie sind total verzweifelt. Das trage nichts zum Thema bei!"

21:25
 

Hundstorfer gegen Hofer

"Warum wird immer wieder diskutiert, ob der Präsident eine Regierung entlassen soll". Hofer antwortet zuerst: "Weil die Regierung noch nie so schwach war wie jetzt. Der Präsident muss da sein ganzes Gewicht einbringen." Auch Hundstorfer spricht von "komplexen Problemen", die Regierung sei aber keineswegs schwach.

21:22
 

Hundstorfer gegen Hofer: Hundstorfer kontert

Die Politik der Regierung war auch im letzten Jahr gesetzeskonform. Hofer wolle nur die "Gesellschaft spalten". Zudem wolle er von Hofer wissen, ob er zur "österreichischen Nation" stehe. Hofer weicht zuerst auf und macht sich über Hundstorfer lustig. "Wenn Sie reden, bekomme ich automatisch mehr Stimmen." Dann antwortet Hofer allerdings, dass er natürlich zur österreichischen Nation stehe.

21:20
 

Hundstorfer gegen Hofer: Regierung entlassen?

Hofer: "Ich bin Schutzherr Österreichs." Wenn die Regierung dem Land Schaden nimmt, kann sie auch entlassen werden. Nur die Mandatare im Parlament sidn gewählt,, nicht die Regierung. "Diese Regierung hat das Vertrauen der Bevölkerung schon längst verloren", so Hofer.

21:19
 

Das Duell Hofer gegen Hundstorfer startet

21:17
 

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Khol führt ein Fernduell mit Hofer um den Titel "Hero rechts der Mitte", Van der Bellen setzt Kardinal Schönborn als Waffe ein und wildert gezielt bei den Christlichsozialen der ÖVP.

21:17
 

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Beide haben sich mit diesem Duell nichts Gutes getan. Khol wirkte wirr, viel zu langatmig, fast immer am Thema vorbei. Van der Bellen dagegen tappte voll in die "Willkommenskultur-Falle" - zu behaupten, dass die jüngsten Terror-Anschläge null mit dem unkontrollierten Flüchtlingsstrom zu tun haben, ist absurd. Khol war viel zu wenig am Punkt, um wirklich Wähler gewinnen zu können - viel zu langatmig, abschweifend, wirr. Van der Bellen positionierte sich als Fan der "Willkommens-Kultur", die er couragiert verteidigte. Geholfen hat dieses Duell wohl beiden nicht sehr. Knapper Sieg für Van der Bellen.

21:17
 

Van der Bellen gegen Khol: Voting

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21:16
 

Van der Bellen gegen Khol

Beide können sich eine 2. Amtszeit vorstellen.

Damit ist das Duell zu Ende.

21:14
 

VdB gegen Khol

Khol verteidigt wieder die Politik der Regierung. Man müsse die eigene Bevölkerung schützen. Es brauche daher ein Kontrollmanagement. Van der Bellen kritisiert Khol und insbesonders die geplante Notfallverordnung der Regierung.

21:10
 

Khol gegen VdB - Brenner-Grenze

Van der Bellen: "Den Brenner als Festung Europas hochzuziehen sei furchtbar." Die sage er nicht zuletzt als Tiroler. Der Brenner sei mehr als eine Grenze, sondern ein Symbol der europäischen Einigung.

Khol spricht von seiner eigenen Geschichte als gebürtiger Südtiroler. Auch ihm geht es "sauschlecht", wenn es wieder eine Grenze am Brenner gibt. Aber auf der anderen Seite muss man den Flüchtlingsstrom auch am Brenner kontrollieren. Italien müsse mehr tun

21:08
 

Khol gegen VdB - Flüchtlingspolitik

Van der Bellen kritisiert Khol: "Sie sind nur Scharfmacher." Man müsse solidarisch mit Flüchtlingen sein.

21:07
 

Khol gegen VdB

Khol verteidigt sich: Der Staat muss stark sein: Sowohl in der Flüchtlingskrise als auch im Bezug auf Terrorismus. Es gebe auch einen Zusammenhang zwischen Terror und offenen Grenzen.

21:05
 

VdB gegen Khol: Terror

Das erste Thema betrifft Terror. Khol beginnt aber von der Flüchtlingskrise zu reden. Van der Bellen kritisiert dies scharf. Die Attentäter von Paris waren Franzosen.

21:04
 

Das Duell Van der Bellen gegen Khol startet

21:03
 

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Hier kommt gleich die Analyse von Richard Lugner

21:02
 

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Hier kommt gleich die Analyse von Thomas Hofer

21:02
 

Griss gegen Hundstorfer

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Griss sprudelte wie ein Wasserfall mit Kritik an Regierung und Parteien. Hundstorfer versuchte seine Partei-Basis zu motivieren, wirkte aber viel zu defensiv. Griss hat sicher bei parteifreien Unentschlossenen gepunktet und Sympathie im rechten Lager gewonnen. Hundstorfer versucht seine Parteibasis zu motivieren - mehr schlecht als recht. Griss will Hundstorfer unterschieben, dass er sich von der Gewerkschaft finanzieren lässt. Hundstorfer zieht wie Van der Bellen die Nazi-Karte und wirft Griss ihre Nazi-Sager vor. Das Duell geht eher an Griss - Hundstorfer ist zu wortkarg.

21:01
 

Griss gegen Hundstorfer: Voting

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21:00
 

Griss gegen Hundstorfer: Kopftuch

Beide Kandidaten haben auch kein Problem, dass Muslimime Kopftücher tragen.

Damit ist das dritte Duell zu Ende.

20:58
 

Griss gegen Hundstorfer: Attacke gegen Geschichtsverständnis

SPÖ-Kandidat kritisiert, dass Griss vom Novemberprogrom der Nazis als Reichskristallnacht spricht. Griss kontert, dass es dabei auch unter Historikern eine Diskussion gibt.

Bei der Trennung Kirche und Staat sind sich die beiden Kandidaten einig. Das sei Privatsache.

20:55
 

Griss gegen Hundstorfer - Verankerung

Griss setzt auf Unabhängigkeit, Spender finanzieren ihren Wahlkampf. Damit werde die Politik aber nicht gekauft, so Griss. Es sei besser so als wenn der Wahlkampf durch Steuergeld finanziert wird.

Hundstorfer kontert: Auch er lege alle Finanzen offen.

20:54
 

Griss gegen Hundstorfer

Hundstorfer verteidigt seine Bilanz als Minister: "Ich bin stolz darauf". Griss kontert: "Darauf kann man doch nicht stolz sein."

20:52
 

Griss-Hundstorfer

Hundstorfer will wieder mit seiner politischen Erfahrung punkten. Griss wirft ein, dass sie Karriere machte, ohne bei einer Partei zu sein. Das sei in Österreich sehr selten. Griss: "Ich habe immer gestaltet."

20:51
 

Griss-Hudnstorfer: Erfahrung

Hundstorfer will mit Erfahrung punkten. Griss kontert, dass sie als Richterin immer gestalten musste. "Die Richter legen Recht aus und schaffen Recht."

20:50
 

Das Duell Hundstorfer gegen Griss startet

20:48
 

Hofer gegen Khol

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Khols Versuch, Hofer inhaltliche Schwächen nachzuweisen, ist zwar forscher als bisher, aber Hofer bringt seine Anti-Regierungs- und EU-Botschaft gekonnt an.

20:48
 

Hofer gegen Khol

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Auch beim zweiten Duell lautet das Fazit: "Nicht sehr aufregend!" Beide haben bloß die Meinungen ihrer Parteien getrommelt. Khol hat sich aufgespielt, als wäre er schon Präsident, als wäre er "der oberste Häuptling". Die Show läuft jedenfalls flach dahin.

20:47
 

Hofer gegen Khol

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Deutlich weniger aggressiv als erwartet. Khol attackiert Hofer als "Fantasten", beide erklärten sich zu deklarierten TTIP-Gegnern. Khol wirkte sehr erfahren, auch souverän - aber ziemlich fad. Hofer war überraschend zahm, fast brav - machte außer seiner Kritik an TTIP und am Türkei-Deal wenig Ansagen. Erst am Schluss punktete er klar mit seiner Kritik am Flüchtlings-Strom und an Angela Merkel ("Wir schaffen das nicht!") Dank klarer Anti-Asyl-Ansage geht das Duell bei rechten Wählern eher an Hofer.

20:47
 

Hofer gegen Khol: Voting

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20:46
 

Hofer gegen Khol: Neue Regierung

Hofer glaubt, dass es im Herbst Neuwahlen gibt, Khol hingegen nicht.

Das Duell ist damit zu Ende.

20:45
 

Hofer gegen Khol

Hofer kritisiert weiter die Regierung, Khol verteidigt logischerweise die Politik der Regierung.

20:42
 

Hofer gegen Khol: EU

Hofer: "Das größte Problem ist der Deal mit der Türkei. Mit dieser Regierung darf man keinen Deal eingehen." Khol kontert: "Man kann das Flüchtlingsproblem nur auf europäischer Ebene lösen. Europa wird diese Herausforderung lösen."

Hofer kritisiert die europäische Politik und besonders Merkel. Man könne nicht so viele Flüchtlinge aufnehmen.

20:39
 

Hofer gegen Khol: Überparteilichkeit

Khol: "Der Präsident muss überparteilich sein. Er muss das Mehreheitsverhätnis des Nationalrats respektieren. Die Regierung entlassen würde er nur in einer Notsituation."

20:38
 

Hofer gegen Khol

Hofer heute ganz ruhig. "Der Präsident muss Probleme ansprechen". Er müsse aktiv auftreten. Khol kontert: Der Präsident muss seine Kompetenzen kennen. Oftmals brauche es auch keine Volksabstimmung. Der Präsident muss in seinem Rahmen handeln.

20:36
 

Hofer gegen Khol: Machtphantasien

Khol attackiert Hofer: "Sie haben Machtphantasien."Der Präsident hat nicht die Macht der Regierung.

20:35
 

Hofer gegen Khol

Hofer: "Es braucht einen entschlossenen Präsidenten. Es gibt viele Probleme im Land." Khol kontert: "Der Präsident muss auch wissen, was er darf". Hofer verspreeche zu viel.

20:34
 

Das Duell Norbert Hofer gegen Andreas Khol startet

20:33
 

Voting: Griss voran

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20:33
 

Griss-VdB

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Ein ungewohnt angriffiger Van der Bellen zwingt Griss in die Defensive, sie nutzt immerhin den Überhang an Redezeit.

20:32
 

Griss-VdB

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Es war wenig spektakulär und lief recht friedlich ab. Überraschend war, dass Griss versucht hat im Nazi-Bereich nach Stimmen zu fischen, weil sie glaubt, da ist noch was zu holen. Beide behaupten unabhängig zu sein, dabei wird Van der Bellen von den Grünen unterstützt und Griss stellt sich auf eine Pressekonferenz mit den Pinken. Unglaubwürdig!

20:31
 

Griss-VdB

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Schon das erste Duell wurde enorm emotional und aggressiv geführt. Griss machte den ersten Punkt mit ihrer Unabhängigkeit - Van der Bellen konterte sofort mit ihrem heikelsten Punkt: dem "Nazi-Sager". Danach kam Griss leicht in die Defensive, Van der Bellen wirkte souverän aber auch untergriffig. Das hat Griss möglicherweise bei den FPÖ-Wählern genützt. Ein knappes Unentschieden - Van der Bellen deutlich souveräner, Griss sympathischer!

20:31
 

Damit ist das 1. Duell zu Ende

20:29
 

Griss-VdB: Frauen Vorzug geben?

"Ich kann nichts dafür, dass ich als Mann geboren wurde", so Van der Bellen. Grundsätzlich sollte man aber Frauen fördern. Griss tritt für Frauenquoten in Betrieben ein. Parteien sollen so intelligent sein, viele Frauen in Ämter zu heben.

20:28
 

Griss-VdB

Van der Bellen ist froh, dass es von den Grünen unterstützt wird, es gebe aber auch zahlreiche andere Unterstützer.

20:26
 

Griss -VdB: Zurück zur Unabhängigkeit

"Warum will man etablierte Parteien auf Distanz halten?" Griss: "Die Parteien sind daran schuld, dass die Leute politikverdrossen werden." Bisher kommt Van der Bellen kaum zu Wort.

20:25
 

Griss-VdB

Leitner hakt weiter bei Griss nach und will wissen, ob sie damals 1986 Kurt Waldheim gewählt habe. Griss antwortet, dass sie das wahrscheinlich nicht getan habe. VdB wirft ein, dass er das damals nicht getan habe.

20:23
 

Griss-VdB

Tarek Leitner will die Situation in die Gegenwart projezieren. "Gibt es auch jetzt gefährliche Regime?" Griss: "Solche Bewegungen gibt es derzeit leider auch in Europa. Es werden Feinde gemacht, die an allem schuld sein sollen."

20:22
 

Griss-VdB

Griss versucht sich zu verteidigen. "Wir alles wissen, dass es ein Schreckens-Regime war. Aber ich weiß nicht, wie ich mich damals verhalten hätte." Die Menschen konnten dies zu Beginn nicht richtig einschätzen.

20:20
 

Griss - VdB: Erste Attacke

Van der Bellen gibt zu, dass er nicht unbedingt unabhängig ist. Er habe aber im Gegensatz zu Griss Erfahrung. der Professor attackiert Griss auch gleich. Ihre Aussage, dass die Nazis nicht von Beginn an nur Böses vorhatten, sei völlig unpassend.

20:19
 

Griss - VdB: Wer ist unabhängig?

Das erste Thema ist die Unabhängigkeit der Kandidaten. Griss sieht sich als einzige unabhängige Kandidatin. Van der Bellen sei ein grüner Kandidat.

20:17
 

Das Duell Griss gegen Van der Bellen startet

Ein kurzer Clip stellt die beiden Kandidaten vor

20:16
 

Es geht los!

Tarek Leitner und Marie-Claire Zimmermann begrüßen die Zuschauer.

20:13
 

Die Kandidaten sind natürlich schon im ORF-Zentrum und posieren für ein gemeinsames Foto.

20:10
 

Die Spannung steigt. In weniger als fünf Minuten geht es mit dem Duell Griss gegen Van der Bellen los.

20:02
 

Die Regierungskandidaten Khol und Hundstorfer liegen derzeit schon relativ klar zurück. Für sie könnte es heute die letzte Chance sein, doch noch in die Stichwahl zu kommen.

19:50
 

In den Umfragen konnte Norbert Hofer zuletzt stark zulegen. Kann er nun Van der Bellen sogar überholen?

19:43
 

Fünf Kanidaten stellen sich heute den Diskussionen. Lediglich Richard Lugner wurde vom ORF nicht eingeladen, der Baumeister reichte deshalb Klage gegen den TV-Sender ein.

19:39
 

Herzlich Willkommen zum oe24-Liveticker zu den TV-Deullen zur Hofburg-Wahl. In 150 Minuten gibt es heute 10 Duelle. Jeder tritt gegen jeden an - Spannung ist garantiert.

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