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TV-Duell: Spindi greift an, Kanzler souverän

Wahlkampf brutal

TV-Duell: Spindi greift an, Kanzler souverän

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Die Analyse des Duells im Video:

Video zum Thema Faymann versus Spindelegger: Die Analyse

Es tut uns leid. Dieses Video ist nicht mehr verfügbar.

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Es war das erste große Duell dieses Wahlkampfs: Vizekanzler Spindelegger in blauer Krawatte und schwarzem Anzug - also klar blau-schwarz. Kanzler Faymann in schwarzem Anzug und roter Krawatte - also koalitionär schwarz-rot.

Dazwischen die beiden PULS 4-Moderatoren Corinna Milborn - hochschwanger - und Peter Rabl - vollbärtig.

Spindelegger startete sehr offensiv ins Fernseh-Duell
Erste Überraschung schon nach wenigen Sekunden: Die beiden Kontrahenten hatten erstmals in einer TV-Konfrontation beschlossen, ihr Du-Wort auch im Polit-Fight weiter zu verwenden. „Du, Michi“ und „Du Werner“ wurden zu geflügelten Worten.

Zweite Überraschung: Vizekanzler Spindelegger ging extrem offensiv in das Duell. Der Körpersprache-Experte von PULS 4 analysierte: „Spindelegger war gut aufgewärmt, voll in der Offensive. Faymann eher in der Defensive, er ist Kanzler.“

Diashow TV-Duell Faymann vs. Spindelegger

Das erste TV-Duell

Gruppenbild: Die Kontrahenten und die Moderatoren

Das erste TV-Duell

Thema Pensionen: Hier sind die Positionen unterschiedlich zwischen der ÖVP und der SPÖ.

Das erste TV-Duell

Der Kanzler gibt sich hier kämpferisch: Es geht um das Thema Kinderbetreuung.

Das erste TV-Duell

Spindelegger verlässt immer wieder das Pult, wenn er den Fragen antwortet.

Das erste TV-Duell

Unterschiedliche Positionen beim Thema Ganztagsschule: Spindelegger ist gegen eine flächendeckende Einführung, Faymann verteidigt das Konzept.

Das erste TV-Duell

Weiter geht es mit der Bildung: Spindelegger ist gegen die Abschaffung der Gymnasien. Auch er spricht sich für ein neues Lehrerdienstrecht aus.

Das erste TV-Duell

Es geht weiter..Pause ist beendet.. Das Thema jetzt. Die Bildung...

Das erste TV-Duell

..Spindelegger antwortet hier auf die Frage einer Schülerin.

Das erste TV-Duell

Jetzt ist Pause - die ersten 45 Minuten sind vorbei. Ein Experte für Körpersprache attestierte Spindelegger eine offensivere Gangart; bei Faymann ortete er eher die Defensive.

Das erste TV-Duell

Hier erläutert der Kanzler die Mietentwicklung in Wien. Zuvor hatte ihn Spindelegger wegen der Wohnbau-Politik in der Hauptstadt attackiert.

Das erste TV-Duell

Offener Streit: Spindelegger lehnt Erbschaftssteuer strikt ab. Faymann ist da anderer Meinung.

Das erste TV-Duell

Hier antwortet der Kanzler einer Dame aus dem Publikum, die Mindestsicherung bezieht. Er verspricht, sich genau ihren Fall anzuschauen.

Das erste TV-Duell

Spindelegger und Faymann streiten über die ÖBB-Pensionen.

Das erste TV-Duell

Von Beginn der TV-Konfrontation an verlässt Spindelegger immer wieder sein Pult.

Das erste TV-Duell

ÖVP-Chef Spindelegger verlässt immer wieder das Rednerpult. Übrigens: Beide Kontrahenten duzen sich - das haben sie sich vorher so ausgemacht.

Das erste TV-Duell

Faymann und Spindelegger "in action" - Bildzusammenschnitt aus der Puls 4-Arena.

Das erste TV-Duell

Spindelegger spricht sich für mehr Unternehmensgründungen aus.

Das erste TV-Duell

Faymann äußert sich hier zum Thema Arbeitszeit.

Das erste TV-Duell

Spindelegger wendet sich hier gegen die Steuerpläne der SPÖ...

Das erste TV-Duell

...und Faymann kontert. Er will Kleinverdiener entlasten und die, die viel verdienen, höher besteuern.

Das erste TV-Duell

Der Kanzler spricht zu "Jobs für Menschen über 50".

Das erste TV-Duell

Jetzt geht es los

Das erste TV-Duell in Bildern

Handschlag, bevor es los geht.

Das erste TV-Duell in Bildern

...ein letzter Schliff - gleich geht es los.

Das erste TV-Duell in Bildern

Hier wird Spindelegger noch geschminkt..

Das erste TV-Duell in Bildern

Auch Faymann wird noch "verkabelt"...

Das erste TV-Duell in Bildern

Hier kommt Spindelegger an...

Das erste TV-Duell in Bildern

...und hier der Kanzler.

Das erste TV-Duell in Bildern

Faymann wurde von Fans begleitet.

Das erste TV-Duell in Bildern

Blick ins Studio

Das erste TV-Duell in Bildern

Die Moderatoren: Corinna Milborn und Peter Rabl

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Das ganze Interview sehen Sie auf PULS4 >>

Sofort versuchte Spindelegger mit seiner „Entfesselung der Wirtschaft“ zu punkten. Faymann konterte mit seinen Klassikern: „Von der Arbeit muss man leben können“, sagte er einem Jungen, der sich über zu billige Praktika beschwerte. Und: „Ich bin dagegen, dass man die Wirtschaft, die Finanzspekulanten entfesselt.“

Bald wechselte Faymann von der Defensive in die Offensive, attackierte Spindi wegen seiner Idee, 12 Stunden Arbeitszeit zuzulassen: „Das, was die Gewerkschaften erkämpft haben, werden wir verteidigen!“

Spindelegger verhöhnte Faymann wegen seines Vorschlags einer Vermögenssteuer. Faymann konterte: „Wir müssen die Arbeit steuerlich entlasten!“

Faymann punktet telegen als "Mister Regierung"
Stark punkten konnte Faymann bei der folgenden Diskussion über Bildung und Schule. Spindelegger votierte klar gegen die Gesamtschule, Faymann heftig für die Ganztagsschule, deren Mittel er verdoppeln will.

Fazit von vollen 120 Minuten Diskussion: Beide Kanzler-Kandidaten kämpfen vor allem um ihre Stammwähler.

Spindelegger präsentiert sich als Anwalt der Wirtschaft, Faymann als Arbeiterfreund.
Spindelegger war viel offensiver als erwartet - keine Rede von grauer Maus, schüchtern oder nicht eloquent.

Faymann dagegen war wie immer Kamera-Liebling, souverän, gut im Anbringen seiner Wahlkampf-Slogans - und ganz klar der Vertreter der Regierung.

Fazit: Jeder Kanzler-Kandidat hat in diesem ersten Duell bei seiner Stamm-Klientel gepunktet, keiner hat einen wirklichen KO-Treffer gelandet. Die beiden gingen - per du - durchaus als Freunde. Bereit für eine weitere Runde „Große Koalition“ in der Regierung...

Das TV-Duell im O-Ton 1/7
"Entfesselung" der österreichischen Wirtschaft Michael Spindelegger: Wir brauchen jemanden, der Unternehmen gründet. Wir brauchen die Entfesselung der Wirtschaft.
Werner Faymann: Zeig mir einmal die Unternehmer, die sich so gefesselt fühlen.
Spindelegger: Du kannst mich gerne einmal begleiten, das höre ich tagtäglich.
 Streit um die Mindestsicherung Spindelegger: Die Mindestsicherung wird in Wien missbraucht.
Faymann: Ich kenne niemanden, der zuhause sitzt und sagt: Ich beziehe lieber Mindestsicherung als arbeiten zu gehen.
Spindelegger: Machen wir ein Transferkonto. Dann sehen wir, wer welche Förderungen bezieht.
Faymann: Also bitte, wir sind das zweitreichste Land in der EU. Da werden wir auch die Kraft haben zu sagen: Ja wir stehen für die Ärmsten ein. Wir haben die Mindestsicherung miteinander eingeführt, Michael.
Debatte um die Vermögenssteuern Spindelegger: Ich verstehe nicht, wieso du neue Steuern willst. Ich lehne die Faymann-Steuern ab.
Faymann: Blödsinn. Wir wollen die Bankenabgabe, die Finanztransaktionssteuner, die Steuerbetrugs-Bekämpfung und als vierten Punkt die Besteuerung von Vermögen von einerm Million Steuern.
Spindelegger: Bei der Transaktionssteuer bin ich absolut bei dir , da haben wir gesagt, wir machen das. Bei der Bankenabgabe will ich eine Unterstützung für die Hypo, die große Aufgabe, die hinterlassen wurde.
Streit um Pensionsantrittsalter Spindelegger: Einen Vorwurf muss dir schon machen, wo du immer sehr großzügig bist mit wegschauen: Bei der ÖBB gehen die Menschen mit 54 Jahren in Pension, sonst muss ein Abreitnehmer muss bis 65 bleiben.
Faymann: Wer in den letzten 15 Jahren bei den ÖBB begonnen hat, geht mit 65. Das hast du jetzt einfach nicht richtig gesagt.
12-Stunden-Tag spaltet die Kandidaten Faymann: Die Diskussion ist nicht neu. Bei einem 12-Stunden-Tag mache ich nicht mit. Das, was die Gewerkschaft an Arbeitsschutzbestimmungen erkämpft hat, sind Werte, auf die wir stolz sind.
Spindelegger: Es geht doch darum: Wenn am Montag und Dienstag ein Auftrag fertig gemacht werden muss, muss auch mehr gearbeitet werden. Dafür wird am Mittwoch und Donnerstag weniger gearbeitet.
Steigerung der Wohnkosten Spindelegger: Nicht nur die Mieten sind zu hoch, acuh die Gebühren. Deshalb bin ich für eine Gebührenbremse.
Faymann: Die Kosten sind vor allem bei den Privaten gestiegen. Bei den Gemeinnützigen gibt es die geringste Steigerung der Kosten.
Spindelegger: Wir müssen, dass Angebot erhöhen, wir müssen mehr bauen, damit die Preise sinken.
Bildung und Lehrerdienstrecht Spindelegger: Ich möchte auch, dass wir bei der täglichen Bewegungseinheit mehr tun. Da müssen wir aber auch in Schulbauten investieren, auch in Gymnasien. Ich verstehe nicht, warum nur die Neue Mittelschule mehr Geld bekommt.
Faymann: Ich unterstütze die tägliche Turnstunde voll. Ich bin außerdem dafür, die ganztägiger Schulen zu auszubauen.
Spindelegger: Wir brauchen das Gymnasium weiterhin. Kinder sind noch einmal unterschiedlich. Ich habe selbst zwei Kinder. Zum neuen Leherdienstrecht: ICh möchte jetzt noch weiterverhandeln. Nach den Wahlen gibt es einen Beschluss dazu.
Faymann: Beim Leher-Dienstrecht muss ich schon sagen: Einmal muss auch Schluss sein mit dem vehanlden. Ich bin auch nicht dafür, dass wir sagen, dass Kinder verschiedener Begabeungen in verschiedenen Schulen gehen. Bis 14 sollen sie gemeinsam gehen.

Nächste Seite: Der Liveticker vom großen Kanzler-Duell zum Nachlesen

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