Video zum Thema TV-Duell: Thema Volksabstimmung
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Das letzte TV-Duell vor der Wahl

TV-Duell wird zur Hass Orgie

Die Sicherheitsmaßnahmen für das letzte Duell der beiden Hofburgkandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen gestern im ORF waren enorm: Cobra-Beamte sperrten den Küniglberg ab, die Fans mussten hinter den Absperrungen für ihre Kandidaten jubeln.

Unbenannt-1.jpg © ORF-Screenshot

Drinnen war es nicht harmloser – es entwickelte sich ein regelrechtes Hass-Duell: Hofer wehrte sich gegen den Vorwurf, für die Todesstrafe zu sein. Und er zitierte feindselige Postings, deren Absender „keinen verkrüppelten Bundespräsidenten“ dulden wollen. Seinem Kontrahenten Van der Bellen unterstellte Hofer, er sei ein „Ost-Spion“ gewesen.

Van der Bellen beklagte die Attacken von Ursula Stenzel, die seinem Vater vorwirft, „Nazi gewesen zu sein“. Zudem hätten die Identitären zu „Fuck Van der Bellen Demos“ aufgerufen. Im Übrigen gehe es bei der Wahl am Sonntag um eine „Richtungsentscheidung für Österreich“.

Video zum Thema VdB: "Mein Vater war kein Nazi"
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Hofer bezeichnete VdB unzählige Male als „Lügner“.

Das Protokoll des Hass-Duells


20.20 Uhr: Wahlkampf.

Alexander Van der Bellen: „Dieser lange Wahlkampf war interessant zu sehen, weil in der Zeit so vieles passiert ist:  Brexit, Trumps Wahl. Es war schön zu sehen, welche Initiativen sich gebildet haben, wie viele Leute sich zur Unterstützung zusammengeschlossen haben. Das wird mich zum Wahlerfolg führen. Da bin ich mir zwar nicht sicher, aber zuversichtlich.“

Norbert Hofer: „Es war eine  unglaubliche Zeit. So einen langen Wahlkampf hat es in Österreich nie gegeben.“

20.27: Hassposting.  

Hofer: „Ein Fairnessabkommen funktioniert so gut wie nie. Selbst wenn wir eines machen würden, könnten wir nicht beeinflussen, was andere machen. Auf Social Media etwa hat sich Heftiges abgespielt. Nur die Kandidaten selbst können fair miteinander sein und ich glaube, dass uns das gelungen ist.“

2016120124725.jpg © Reuters

Van der Bellen: „Ein Fairnessabkommen funktioniert so gut wie nie. Selbst wenn wir eines machen würden, könnten wir nicht beeinflussen, was andere machen. Auf Social Media etwa hat sich Heftiges abgespielt. Und was mich etwa wirklich getroffen hat in diesem Wahlkampf und ich finde das tut man nicht: Ursual Stenzel hat meinen Vater inzwischen mehrmals als Nazi-affin bezeichnet. Er ist seit 50 Jahren tot und kann sich nicht mehr wehren. “

Hofer: „Was Sie hier machen, ist ein schweres Foul. Ihre Unterstützer sind es, die meinen Vater ständig als Nazi bezeichnen. Hören Sie auf, hier Mitleid zu erregen, mir geht es genauso (...)  Michael Sika erwähnt in seinem Buch ‚Wer spionierte für den Osten?‘ auch den Namen Dr. Alexander Van der Bellen. Das ist schon merkwürdig.“

Van der Bellen: „Das ist das Mieseste, das ich seit langem erlebt habe.“

20.39: Sicherheitsgefühl.

Van der Bellen:„Österreich ist immer noch eines der sichersten Länder der Welt, aber Polizeipräsenz auf der Straße ist wichtig. Ohne ein Sicherheitsgefühl ist Freiheit ein leeres Wort. Das ist aber mehr als Sicherheit vor einem phsysischen Angriff, soziale Sicherheit ist wichtig. Es gilt dafür zu sorgen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinander geht. Denn sonst wird der andere Sicherheitsbegriff in Frage gestellt.“ 

Hofer:„Ich darf daran erinnern, dass Alexander Van der Bellen bei der Befragung damals gegen Zivildienst eingetreten ist. Das ist nicht meine Vorstellung von Sicherheit. Wir haben zu wenig ins Heer investiert. Aber auch falsche Einwanderunspolitik ist Grund für Unsicherheit in Österreich.“

21.08: EU-Austritt.

Van der Bellen: „Die FPÖ macht seit 20 Jahren eine Anti-EU-Poltik. Bis zur Brexit-Entscheidung, da sind sie draufgekommen, dass das in Österreich eigentlich nicht so beliebt ist. “

Video zum Thema TV-Duell: Streit um Öxit
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Hofer: „Das ist eine glatte Lüge. Ja, es gibt ein Austrittsvolksbegehren, das wir unterstützt haben. Man kann die Leute ja befragen. Ich weiß nicht, warum immer alle Angst vor direkter Demokratie haben.“

Van der Bellen:„Spielen wir nicht mit diesem Feuer, spielen wir nicht mit dem Öxit. Jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich hängt vom Export ab. Es geht auch nicht, dass Ihr Parteichef, der Heinz-Christian Strache,  hergeht und Angela Merkel als gefährlichste Frau Europas bezeichnet, sie ist die Bundeskanzlerin unseres wichtigsten Wirtschaftspartners. Das schadet unserer Wirtschaft. (...) Wir dürfen das auch alles nicht aufsSpiel setzen, indem wir mit dem Öxit auch nur spekulieren.“

21.15: Todesstrafe.

Van der Bellen:„Ich habe nichts gegen Volksabstimmungen. Aber bei wichtigen Fragen muss man die Leute ausreichend informieren, sonst kommt so etwas heraus, wie beim Brexit. Das halte ich für eine tragische Fehlentscheidung. Sie würden ja über alles abstimmen lassen, sogar über die Todesstrafe, wie Sie heute gesagt haben.“ 

2016120124782.jpg © Reuters

Hofer: „Ich würde nie darüber abstimmen lassen, sie wieder einzuführen. Das ist eine glatte Unwahrheit,  ich habe gesagt, ich bin strikt gegen die Todesstrafe."

Unten finden Sie den Live-Ticker zum Nachlesen. (Fotocredit: APA/ORF-SCREENSHOT)

22:07
 

21:55
 

Das war's

Es war vor allem zu Beginn ein sehr hitziges und teilweise auch untergriffiges Duell. Am Ende haben die beiden Kandidaten dann versucht, sich sachlicher zu zeigen.

21:54
 

Letzte Frage: Werden Sie den jeweils anderen Kandidaten nach dem kommenden Montag noch treffen?

Hofer: "Ich hoffe, dass ich Herrn Van der Bellen immer noch hin und wieder sehen werde."

Van der Bellen: "Wir werden uns immer wieder mal treffen."

21:52
 

Opernball

Van der Bellen würde Frank-Walter Steinmeier zum Opernball einladen, Hofer will sich noch überlegen, wen er einlädt. Auf jeden Fall seine Frau.

21:49
 

button_fellner.jpg © Facebook

Thurnher fragt: Was sind die wichtigsten Kompetenzen des Bundespräsidenten? Hofer antwortet: Das Wichtigste ist, dass er den Menschen zuhören kann. Präsident ist keine Ersatzregierung, aber sein Wort hat Gewicht. Er will unbedingt Steuern senken und Rechnungshof aufwerten.

Van der Bellen sagt, das Wichtigste für einen Bundespräsidenten sei die Unabhängigkeit - und die sei nur bei ihm gegeben, weil Hofer ein FPÖ-Kandidat sei. Und Präsident soll die Werte des Landes vertreten, auch an die weniger Erfolgreichen denken. Behauptet dann, Hofer hätte in der Flüchtlingskrise die Regierung entlassen und eine Staatskrise ausgelöst.

Hofer jetzt in der Defensive. Erklärt, wie er in der Flüchtlingskrise die Regierung unter Druck gesetzt hätte und sagt schließlich: Er steht dazu, dass er die Regierung entlassen hätte wenn sie nichts getan hätte.

Van der Bellen umgekehrt schwächt seine Ansage, dass er die FPÖ nicht angeloben würde, sehr deutlich ab - sagt nur mehr, er würde alles tun, eine proeuropäische Regierung anzugeloben - und er weigere sich zu glauben, dass die FPÖ stimmenstärkste Partei wird. Thurnher lässt ihn mit diesem Fast-Rückzieher ungefragt davonkommen.

Hofer betont anschließend, dass er nicht elitär ist, sondern mit dem Rasenmäher durch den Garten und mit dem Maxi-Moped durch Pinkafeld fährt.

21:46
 

Was wäre Ihre Wunschregierung?

Hofer: "Jene, die eine Mehrheit im Parlament hat. Ich hätte gerne eine stabile Mehrheit. Als Präsident habe ich den Wunsch, dass es ordentliche Wahlen gibt. Die Mehrheit hat immer recht."

Van der Bellen: "Eine proeuropäische Regierung."

21:40
 

Was wünschen sich die Österreicher vom Bundespräsidentent?

Van der Bellen: "Hofer ist der Kandidat der FPÖ, ich bin unabhängig und habe die breitestmögliche Unterstützung. Und es soll niemand sein, der seine Macht, die er von der Verfassung hat, exzessiv ausnützen. Herr Hofer hätte am Höhepunkt der Flüchtlingskrise die Bundesregierung entlassen."

Hofer: "Ich habe gesagt, wenn die Regierung die Todesstrafe wieder einführen würde, würde ich sie entlassen. Ich stehe zu der Aussage, dass ich die Regierung entlassen hätte, wenn sie bei der Flüchtlingskrise nichts getan hätte."

Van der Bellen: "Ich stehe dazu, dass ich größten Wert darauf lege, dass wir eine proeuropäische Regierung haben. Mit mir als Bundespräsidenten werde ich alles tun, was in meiner Macht steht, damit es eine proeuropäische Bundesregierung geht."

21:39
 

BILANZ: VdB ZU PASSIV, HOFER VIEL ZU AGGRESSIV

button_fellner.jpg © Facebook

Jetzt geht es um die Türkei. Hofer würde Erdogan nicht einladen und auch nicht besuchen. VdB will Hilfe für die Flüchtlinge vor Ort - und meint Österreich würde die Türkei bereits mit einem Urlauber-Boykott bestrafen.

Hofer spricht sich gegen Sanktionen aus - sowohl gegen Türkei als auch gegen Russland. VdB: "Da sind wir uns ausnahmsweise einmal nahe." Nach langer Zeit wieder ein paar sachliche und ruhige Minuten.

Zeit für eine Zwischenbilanz: Inhaltlich sind beide Kandidaten in diesem TV-Duell ziemlich schwach - es gibt kaum neue Argumente.

Van der Bellen wirkt wie immer eher defensiv, fast ein bisschen schläfrig - bei manchen ZuseherInnen mag das vielleicht gut ankommen, viele Unentschlossene wird er damit aber nicht gewinnen.

Norbert Hofer dagegen wirkt wie ein Bullterrier auf Doping - er befetzt Van der Bellen regelrecht mit Attacken, hat ihm bisher mehr als hundert Mal (!) die Wörter "Unwahrheit" und "Lüge" vorgeworfen.

Ich kann mich an kein TV-Duell erinnern, in dem so oft der "Lügen"-Vorwurf gekommen ist. Ob das für Hofer wirklich gut ist, wage ich zu bezweifeln. Er hat mit seinen Attacken deutlich überzogen.

Es erscheint mehr als fraglich, ob Hofer mit diesen wilden Attacken die entscheidenden Wähler-Gruppen - Frauen, bürgerliche ÖVP-Wähler, Junge - wirklich gewinnen kann.

21:34
 

Gibt es eine rote Linie bei den Beziehungen zu den USA?

Hofer: "Ich gehe davon aus, dass die USA sich positiv entwickeln werden, wir werden über Jahrzehnte hinweg gute Beziehungen zu den USA haben."

Van der Bellen: "Europa wird den USA immer zutiefst verpflichtet bleiben, das dürfen wir nicht vergessen. Ich habe den Wahlkampf von Donald Trump kritisiert. Ich hoffe nicht, dass das bei uns einreißt. Im Zweifel aber sollten wir Europäer in einer solchen Situation zusammenrücken."

21:33
 

Thema: König Abdullah Zentrum

Hofer würde das König-Abdullah-Zentrum in Wien schließen. Van der Bellen würde es nicht besuchen und "sich kundig machen, ob dort irgendetwas Sinnvolles passiert."

21:30
 

Thurnher: Würden Sie den Dalai Lama empfangen?

Van der Bellen: "Man muss das mit Sorgfalt angehen, ein bisschen diplomatisch, vielleicht nicht in die Hofburg einladen."

Hofer: "Da sind die Chinesen sehr, sehr heikel. Der letzte Schnitzer hat uns viele Milliarden gekostet. Ich würde den Dalai Lama nicht als Staatschef, sondern als Religionsführer empfangen."

21:28
 

Jetzt geht es um die Sanktionen gegen Russland

Hofer: "Ich glaube, man muss einen pragmatischen Weg finden, wie man hier wieder rauskommt. Die Sanktionen haben gar nichts bewirkt."

Van der Bellen: "Da sind wir uns ausnahmsweise sehr nahe. Es wird nur Schritt für Schritt gehen. Aber zentral ist die Situation mit der Ukraine."

21:24
 

Nächstes Thema: Die Beziehung zum türkischen Präsidenten Erdogan

Hofer: "Ich würde dem türkischen Präsidenten ganz klar sagen, dass derartige Menschenrechtsverletzungen von uns nicht geduldet werden. Ich würde ihn nicht einladen und auch nicht besuchen."

Van der Bellen: "Bis zu einem gewissen Grad gibt es schon Sanktionen der Zivilgesellschaft gegen die Türkei, indem dort der Tourismus zusammen bricht. Die Beziehungen sind extrem angespannt. Wir können als Europäer nicht einfach hinnehmen, dass die Situation bei Menschenrechten so ist, wie sie das Regime Erdogan sieht. Aber ich würde nicht alle Türen zuschlagen wollen."

Hofer: "Ich bin nicht für Sanktionen, die wirtschaftlichen Kontakte sind wichtig. Aber: Solange am Weltfrauentag mit Gummigeschossen geschossen wird, kein Besuch bei Erdogan."

21:21
 

Nächstes Thema: Außenpolitik

Van der Bellen: "Ich glaube, dass Österreich im Rahmen seines OSZE-Vorsitzes eine wichtige Rolle spielen wird. Der Bundespräsident kann im Rahmen des Konzerts Bundeskanzler, Außenminister, Vizekanzler eine wichtige Rolle in der Außenpolitik spielen."

Hofer: "Ich halte viel von Außenminister Kurz und ich werde, sollte ich die Wahl gewinnen, sehr eng mit ihm zusammenarbeiten. Ein Präsident muss darauf achten, dass Österreich auch Gewicht hat in der Welt. Ich habe sehr gute Kontakte in die USA und nach Russland. Ich habe auch schon viele Einladungen bekommen."

21:20
 

button_fellner.jpg © Facebook

Jetzt gehts um Europa. Hofer wirkt erstmals sehr gut, sehr sachlich - spricht sich für eine Reform der EU aus und gegen sinnlose Verordnungen für Grillhandschuhe.

Van der Bellen gibt ein sehr starkes Pro-EU-Statement ab - sagt, Österreich verdankt der EU 500.000 Arbeitsplätze.

Überraschend schlägt Van der Bellen zunächst bei Hofer nicht mit dem Öxit-Hammer zu. Die anfänglich sehr aggressive Diskussion wird nun sehr zahm und sachlich.

Die Diskussion über das Thema "Europa" verläuft wirr und wenig spannend.

Plötzlich wacht Hofer auf und dreht auf: "Das ist unfassbar, was Sie gesagt haben. Sie wollen Österreich nur mehr kleine Minderheitsrechte geben?" VdB cool: "Wir sind eine Minderheit!"

Hofer wird jetzt emotional: "Unfassbar. Sie wollen eine Zentralregierung und völlige Entmachtung Österreich - unfassbar, unfassbar, unfassbar!" Van der Bellen: "Darüber muss man diskutieren können, ohne dass Sie gleich die Nerven verlieren!"

VdB: "Sie finden an der EU absolut nichts Gutes - das ist unser Unterschied!"

Daraufhin dreht Hofer regelrecht durch: "Das ist eine glatte Lüge, eine glatte Lüge."

Van der Bellen kontert: "Jetzt reichts mir aber!"

SO jetzt wirds heftig - VdB kommt jetzt mit dem Öxit-Hammer. In Haider-Manier blättert er jetzt Taferl auf den Tisch mit FPÖ-Plakaten gegen die EU.

Daraufhin verliert Hofer die Nerven: "Sie lügen! Sie lügen schon wieder. Sie sind ein Lügner!"

Allein in diesem Einstieg hat Hofer Van der Bellen gezählte 11-mal der Lüge bezichtigt. Insgesamt hat er dem Professor jetzt schon mehr als 30-mal an den Kopf geworfen: "Sie sind ein Lügner!"

Van der Bellen muss sich zurückhalten, sich nicht an den Kopf zu tippen - er wirft Hofer jetzt wiederholt vor, für den Öxit zu sein.

Hofer zum nun bereits 4o. Mal: "Das ist die Unwahrheit!"

Thurnher fragt: Warum gibts dann im Parlament einen FPÖ-Antrag für eine Volksbefragung zur EU?

Hofer kommt jetzt ins Schwimmen - kommt wieder mit dem Türkei-Beitritt.

Thurnher ist heute abend exzellent: Warum wollen Sie eine Volksbefragung, wenn Sie eh nicht austreten wollen?

Hofer verliert jetzt die Nerven. Zu Thurnher: "Sie rollen dauernd die Augen!"

Und zu Van der Bellen wird er immer aggressiver: "Heute zeigen Sie Ihr wahres Gesicht - Sie sind ein Lügner! Unfassbar!" Van der Bellen brüllt ihn schon an: "Lassen Sie mich endlich ausreden!"

Hofer ist in dieser Runde ganz schlecht - viel zu aggressiv, viel zu genervt (auch gegen Thurnher), viel zu unsympathisch. Jetzt dreht sich die Diskussion deutlich in Richtung Van der Bellen.

Der wirkt beim Thema Europa souverän - bezeichnet "Brexit" - als Fehlentscheidung.

Van der Bellen kommt jetzt mit seinem Schmäh, dass Hofer eine Volksabstimmung über die Todesstrafe durchführen will. Der dreht darauf wieder durch: "Schon wieder gelogen, glatte Unwahrheit, schon wieder eine Lüge!"

Hofer hat Van der Bellen nun bereits mehr als hundert Mal (unglaubliche 100 Mal !) das Wort "Lüge" und "unwahrheit" vorgeworfen. Sowas hat es in einem österreichischen TV-Duell noch nicht gegeben.

21:15
 

Es geht um Volksabstimmungen - und die Todesstrafe

Van der Bellen: "Ich habe nichts gegen Volksabstimmungen."

Hofer: "Das ist die nächste Unwahrheit."

Van der Bellen: "Lassen Sie mich einmal ausreden. Aber der Brexit ist eine tragische Fehlentscheidung gewesen. Wenn es nach Ihnen geht, dann würden Sie ja über jede x-beliebige Frage abstimmen lassen - sogar über die Todesstrafe."

Hofer: "Das stimmt nicht! Ich würde nicht über die Todesstrafe abstimmen lassen."

Van der Bellen: "Sie haben das mit der Todesstrafe gestern behauptet."

Hofer: "Das ist einfach nicht wahr. Das ist ungeheuerlich. Ich bin strikt gegen die Todesstrafe."

21:12
 

Jetzt geht es um den EU-Beitritt der Türkei zur EU

Hofer: "Van der Bellen war noch in den letzten Monaten dafür, die Verhandlungen mit der Türkei zum EU-Beitritt fortzuführen."

Van der Bellen: "Spielen wir nicht mit dem Feuer, spielen wir nicht mit dem Öxit. Jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt mit dem Export ab. Es ist nicht förderlich für unsere Arbeitsplätze, wenn Herr Strache Angela Merkel als gefährlichste Frau Europas bezeichnet."

21:10
 

Hofer

Hofer: "Ich bin für europäische Integration. Wir müssen Europa weiterentwickeln. Ich bin nur für eine Volksabstimmung zu einem Austritt, wenn es eine zentralistische Union geben sollte oder wenn die Türkei der EU beitreten würde. Nur Herr Haselsteiner spricht vom Öxit."

21:09
 

Hofer attackiert VdB: "Sie lügen."

Van der Bellen zeigt ein Taferl mit Aussagen von Hofer, wo er für einen EU-Austritt war:

Unbenannt-1.jpg © ORF-Screenshot

Hofer: "Sie lügen."

21:05
 

Jetzt geht es auch beim Thema Europa heiß her

Hofer wirft Van der Bellen vor: "Sie wollen das Einstimmigkeitsrecht in der EU abschaffen und wir sollen Minderheitenrechte haben. Dann können wir nicht mehr über CETA und TTIP abstimmen."

Van der Bellen: "Sie sagen kein Wort zur Rolle des Europäischen Rats, darüber kann man nachdenken, ohne, dass man sich gleich beschimpfen muss. Der Unterschied zwischen uns ist, dass Sie an der EU überhaupt nichts Gutes finden."

Hofer: "Das ist eine glatte Lüge."

Van der Bellen: "Jetzt reicht es mir schön langsam. Sie waren für den Austritt Österreichs aus der EU."

Hofer: "Das ist unwahr."

20:58
 

Nächstes Thema: Europa

Hofer: "Wir müssen uns für eine subsidiäre Union stark machen. Es gibt keine verbindlichen Sicherheitsstandards für Kernkraftwerke, die Europäische Union muss sich weiter entwickeln. Die Beitrittsgespräche mit der Türkei sind noch immer nicht gestoppt."

Van der Bellen: "Österreich soll sich als Mitglied eines vereinten Europas verhalten und sich dessen bewusst sein, was erreicht wurde. Nämlich eine der längsten Friedensperioden aller Zeiten. Das Freiheits- und Friedensprojekt ist das Zentrale."

20:58
 

button_fellner.jpg © Facebook

Beim Thema "Schutz der Außengrenze" wird es kabarettreif: Van der Bellen zitiert eine FPÖ-Anfrage im Parlament, bei dem die FPÖ den Verteidigungsminister fragt, wie sich Österreich gegen "einen Angriff der EU" schützen würde. Hofer: "Das kann ich nicht ernst nehmen." Van der Bellen: "Das ist das Problem der FPÖ, dass man sie nicht ernst nehmen kann."

Endlich ein Punkt für Van der Bellen - wenn auch ein kabarettreifer.

20:58
 

HEER : HOFER SAGT SCHON 12 MAL "VAN DER BELLEN LÜGT"

button_fellner.jpg © Facebook

Thurnher fragt nun zu Wehrpflicht, Heer und Zivildienst. Van der Bellen wirkt eher defensiv - spricht sich für Berufsheer und für den Zivildienst aus, erkennt aber Volksbefragung an.

Hofer attackiert Van der Bellen sofort wieder frontal, bezeichnet ihn schon wieder als Lügner - liest ein Interview von 2009 vor, in dem sich VdB für die Abschaffung des Zivildienstes ausgesprochen hat.

Van der Bellen kommt ins Schwimmen - sagt, das war damals, heute sei er für den Zivildienst.

Hofer wird immer aggressiv, wirft Van der Bellen vor, Heer und Zivildienst geschwänzt zu haben, während er selbst beim Heer war. Spricht sich für eine EU-Armee aber auch für Neutralität aus.

Van der Bellen kontert, dass die Unterstellung unseres Heeres unter ein EU-Kommando mit unserer Neutralität nicht vereinbar wäre.

Und Hofer bezichtigt ihn schon wieder der Lüge - das ist nun bereits zum 12. Mal in kaum 20 Minuten.

Fazit: Van der Bellen ist in dieser Diskussion ziemlich defensiv - bisher nicht wirklich gut.

Hofer ist extrem aggressiv - er dominiert die Diskussion damit klar. Die Frage ist nur, ob dieser extrem aggressive Stil bei den unentschlossenen Wählern - vor allem bei bürgerlichen ÖVP-Wählern und Frauen - gut ankommt.

20:55
 

Van der Bellen zitiert eine Anfrage der FPÖ: "Ist das österreichische Bundesheer auf einen Angriff durch die EU ausreichend vorbereitet?"

Hofer: "Das können Sie ja nicht ernst nehmen, das ist obskur."

20:53
 

War der Abzug der österreichischen Soldaten vom Golan ein Fehler?

Hofer: "Wenn das Leben von Soldaten aus Österreich gefährdet ist, dann ist es richtig, diese Soldaten nach Hause zu holen."

Van der Bellen: "Ich war auf den Golan-Höhen zu Besuch und war sehr beeindruckt von der Arbeit, die die Österreicher dort leisten. Ich habe vor allem das Tempo nicht verstanden. Wenn der Eindruck entsteht, dass die österreichischen Soldaten ihre Koffer packen, wenn es brenzlig wird, ist das nicht gut. "

20:51
 

Nächstes Thema: EU-Armee

Hofer und Van der Bellen sind beide gegen eine EU-Armee.

Hofer: "Van der Bellen sagt schon wieder die Unwahrheit. Sie haben gesagt, dass die Neutralität Österreichs bei einer EU-Armee beendet werden kann."

Van der Bellen: "Ja, wenn der Nationalrat es beschließt."

20:46
 

Thurnher: Herr Van der Bellen, Sie sind für eine Berufsarmee?

Van der Bellen: "Ich war nie für die Abschaffung des Zivildienstes."

Hofer: "Herr Van der Bellen, Sie sagen die Unwahrheit. In mehreren Zeitungsinterviews haben Sie die Abschaffung des Zivildienstes gefordert. Ich habe im Gegensatz zu Dr. Van der Bellen meinen Wehrdienst abgeleistet. Das war eine wertvolle Zeit. Der Wehrdienst und der Zivildienst müssen bleiben."

20:45
 

SICHERHEIT: DIE MÄRCHENSTUNDE

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Im dritten Teil der Diskussion geht es um das Thema "Sicherheit".

Bei Van der Bellen ist das der Auftakt zur Märchenstunde. Er schwafelt regelrecht wie ein Philosoph um das Grundrecht der Menschen auf Sicherheit herum - konkret anfangen wird damit keine ZuseherIn was können.

Hofer eröffnet sein Statement zum Thema Sicherheit gleich wieder mit jeder Menge Attacken auf Van der Bellen - will dann mehr Budget für Sicherheit, lobt Verteidigungsminister Doskozil - und kommt natürlich gleich zu seinem Lieblingsthema: der Zuwanderung. Wo er Van der Bellen gleich wieder attackiert.

Hofer malt dann sein liebstes Horrorbild an die Wand: dass viele Flüchtlinge IS-Terroristen sind. Er will, dass jeder Österreicher, der zur IS geht, sofort seine Staatsbürgerschaft verliert.

Van der Bellen widerspricht - er findet, Staatsbürgerschaft soll man nicht verlieren dürfen.

Fazit: In dieser Runde hat es Van der Bellen verabsäumt, ein klares Statement für mehr Sicherheit abzugeben - taktisch ein schwerer Fehler. Hofer hat hier gepunktet mit seinen Anti-IS-Tiraden - aber wirklich gut und überzeugend war auch er in dieser Runde nicht.

20:45
 

Jetzt geht es um Staatsbürgerschaften

Hofer will, dass jene, die für den Islamischen Staat kämpfen, die Staatsbürgerschaft verlieren sollen.

20:37
 

Das erste Sachthema: Sicherheit

Van der Bellen: "Österreich ist immer noch eines der sichersten Länder der Welt. Aber wir brauchen Polizei-Präsenz im öffentlichen Raum. Polizei, Bundesheer und Nachrichtendienste machen eine gute Arbeit in Österreich. Es geht aber auch um soziale Sicherheit. Der Sicherheitsbegriff ist viel breiter."

Hofer: "Es gibt organisierte Bettel-Organisationen. Van der Bellen ist gegen Zivildienst und Wehrpflicht eingetreten, das ist nicht meine Vorstellung von Sicherheit. Mich wundert, wenn ich das Parteiprogramm der Grünen lese, dass dort steht: Es darf keine Quoten geben. Und heute treten sie für eine Flüchtlings-Obergrenze ein."

20:37
 

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Thurnher versucht das knapp ans Entgleisen geratene Gespräch durch eine Überlenkung auf Sachthemen zu beruhigen: Sie beginnt Van der Bellen zu befragen, wie er als Präsident die Arbeitslosigkeit senken will - ohne dafür Agenden zu haben. VdB meint, er würde das mit Gesprächen tun.

Hofer macht sich gleich darüber lustig. Behauptet dann allen Ernstes, er würde als Präsident den Milchpreis stabilisieren und die Bauern retten. Selbst Thurnher muss scherzen: "Heißt das, wir werden uns noch wundern, was Sie alles können?"

Beide Kandidaten wirken sehr nervös, sehr angriffig, eigentlich aggressiv.

20:36
 

Hofer zu Russland-Sanktionen

"Ich will ein Ende der Russland-Sanktionen. Das ist eine Sackgasse, aus der man nicht herauskommt. Wir müssen das diplomatisch lösen."

20:36
 

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DER START: SEHR WEHLEIDIG

Die ORF-Diskussion beginnt mit einer Bilanz der Kandidaten über den Wahlkampf. Norbert Hofer drückt extrem auf die Tränendrüse, wie unfair und persönlich verletzend für ihn dieser Wahlkampf verlaufen ist. Der FPÖ-Kandidat wirkt erstmals wehleidig - fast könnte man mit ihm Mitleid bekommen. Der Ärmste.

Van der Bellen steht Hofer an Wehleidigkeit nicht nach - er beschwert sich minutenlang über Ursula Stenzel, weil sie seinen Vater als Nazi bezeichnet hatte. Legt in Haider-Manier sogar ein Foto seines Vaters auf den Tisch - man muss befürchten, dass manche Zuseher jetzt bald in Tränen ausbrechen.

Fast kabarettreif - wenns nicht so traurig wäre - kontert Hofer jetzt damit, dass auch sein Vater - "ein aufrechter Christdemokrat" - als Nazi bezeichnet wurde.

Danach beginnen beide Kandidaten, sich gegenseitig ihre Hass-Postings vorzulesen.

Aus der Wehleidigkeit wird plötzlich - gleich zu Beginn - ein beinhartes Hass-Duell. Beide bezichtigen sich lautstark und hoch emotionell der "Lüge".

Unglaublich, aber dieses ORF-Duell wird gleich zu Beginn zur Schlammschlacht - zu einem Hass-Duell, das fast die Tiefst-Qualität der ORF-Diskussion hat.

Als Höhepunkt dieses gegenseitigen Mit-Schmutz-Bewerfens zitiert Hofer plötzlich ein Buch, in dem Van der Bellen als Ost-Spion bezeichnet wurde. Das ist jetzt wirklich brutal. Ein Hass-Angriff, wie er bisher noch von keinem Kandidaten im Wahlkampf vorgekommen ist.

Erstes Fazit: Ich habe bisher noch kein TV-Duell erlebt, das mit so viel Hass und Aggressivität begonnen hat. Beide Kandidaten haben offensichtlich ihren guten Vorsatz, dieses TV-Duell staatsmännisch und höflich, eher zurückhaltend zu beginnen, bereits in der ersten Minute vergessen. Dieses TV-Duell kann heiter werden.

20:33
 

Van der Bellen

"Ich halte es für eine Priorität, bei der Arbeitslosigkeit keine Ruhe zu geben."

20:32
 

Thurnher: "Herr Van der Bellen, waren Sie ein Spion?"

Van der Bellen weist den Spionage-Vorwurf zurück: "Das ist vollkommen lächerlich!"

20:30
 

Hofer wirft VdB Spionage vor

Hofer legt ein Buch vor, indem drinnen stehen soll, dass Van der Bellen für die Kommunisten spioniert haben soll. "Van der Bellen soll gemeinsam mit Peter Pilz (...) wissenschaftliche Forschungen im Bereich der Rüstung gemacht haben."

Van der Bellen: "Das ist das Niedrigste, was ich seit langem gehört habe."

20:29
 

Es geht hitzig her

Hofer: "Sie waren Kommunist, sie waren Freimaurer."

Van der Bellen: "Sie lügen schon wieder. Ich war nie Kommunist."

20:27
 

Van der Bellen attackiert Stenzel, Hofer kontert: "Schweres Foul"

Van der Bellen zeigt ein Foto seines Vaters her: "Ursula Stenzel hat meinen Vater diffamiert."

Hofer: "Auch mein Vater wurde als Nazi bezeichnet. Das ist unfair, was sie da tun. Ein grüner Mandatar hat geschrieben: Wäre ich Nazi, würde ich Hofer wählen. Auch mein Vater war immer ein aufrechter Mensch und wurde als Nazi bezeichnet. Das ist ein schweres Foul von Ihnen, Herr Van der Bellen."

20:24
 

Warum gibt es kein Fairnessabkommen?

Hofer: "Ein Fairnessabkommen kann gar nicht alles miteinschließen, vor allem die Hass-Postings im Internet. Nur die Kandidaten selbst können fair sein und das ist uns glaube ich gelungen. Ein Fairnessabkommen kann keine Fuck-Hofer-Demo verhindern."

Van der Bellen: "Das Abkommen ist die eine Sache, ob man sich daran hält, ist die andere Sache. Es gibt Gruppierungen, auf die wir keinen Einfluss haben. Es gibt auch eine Fuck-Van-der-Bellen-Gruppe. Was mich zutiefst getroffen hat, ist wie Ursula Stenzel meinen Vater inzwischen mehrmals als Nazi bezeichnet hat. Mein Vater ist seit 50 Jahren tot."

20:24
 

Hofer

Thurnher: "Welche Frage können Sie nicht mehr hören?"

Hofer: "Werden Sie die Regierung entlassen..."

20:23
 

Van der Bellen:

Thurnher: "Auf welche Frage warten Sie in diesem Wahlkampf?"

VdB: "Es wurden alle Fragen gestellt."

20:22
 

Van der Bellen

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich am Wahlsonntag Erfolg habe."

20:21
 

Van der Bellen

"Es gab noch nie 11 Monate Wahlkampf. Im Laufe der Zeit hat sich sehr viel verändert. Die Brexit-Entscheidung, die Trump-Wahl. Was für mich besonders toll ist, ist, dass sich viele private Initiativen engagiert haben. Es geht um eine Richtungsentscheidung."

20:21
 

Hofer

Hofer nimmt Stellung zur Todesstrafe: "Ich war mein Leben lang gegen die Todesstrafe."

20:20
 

Norbert Hofer beginnt mit seinem Resümee

"Das war eine unglaubliche Zeit. So etwas hat es in Österreich noch nie gegeben."

20:17
 

Ingird Thurnher begrüßt die beiden Kandidaten

Beide Kandidaten haben 1,5 Minuten Zeit, um ihre Antwort zu geben.

20:16
 

Beitrag zum Start

Zum Start gibt es eine kurze Zusammenfassung des Wahlkampfs.

20:16
 

Es geht los

Ingrid Thurnher begrüßt das Publikum

20:11
 

Hier sehen Sie das Video der Ankunft der Kandidaten

Video zum Thema Letztes TV-Duell: VdB und Hofer kommen an
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20:10
 

Die Kandidaten haben bereits Platz genommen

20:04
 

Gleich geht es los

In knapp 10 Minuten geht es los mit dem ORF-Duell. Ingrid Thurnher wird wieder moderieren, so wie bei den letzten TV-Duellen. Um 20.15 startet die Übertragung.

20:01
 

VdB postet Foto seiner Ankunft beim ORF

Van der Bellen postet auf Facebook unterdessen ein Bild von seiner Ankunft im ORF-Zentrum am Küniglberg:

19:57
 

Hofer: Aussage zur Todesstrafe bewusst falsch interpretiert

Auf Facebook hat Norbert Hofer mittlerweile eine lange Stellungnahme zu seiner Position zur Todesstrafe abgegeben:

19:43
 

Van der Bellen trifft im ORF-Zentrum ein

19:27
 

Ingrid Thurnher ist bereit!

19:23
 

Hofer gegenüber oe24.tv

"Ich glaube, es wird eine sehr faire Auseinandersetzung."

Unbenannt-1.jpg

19:22
 

Norbert Hofer trifft ein

Begleitet von "Norbert, Norbert"-Rufen kommt jetzt der erste der beiden Kontrahenten, Norbert Hofer, am Küniglberg an.

19:07
 

VdB- und Hofer-Fans versammeln sich bereits vorm Küniglberg

Ein bisschen mehr als eine Stunde dauert es noch, doch die Fans beider Lager machen bereits ordentlich Stimmung vor dem ORF-Zentrum. Die Kandidaten dürften gleich ankommen.

18:49
 

Hofer bei Wettquoten vorne

Noch Anfang November hatte Alexander Van der Bellen klar bei den Wettquoten geführt – bei bet-at-home bekam man für einen auf VdB gesetzten Euro damals 1,70 Euro zurück, für einen Tipp auf Hofer immerhin 2,02 Euro. Anfang November hielten die Anbieter also einen Sieg Van der Bellens am 4. Dezember für wahrscheinlicher. Dieses Bild hat sich jetzt allerdings gewandelt. Laut den aktuellen Quoten vom Mittwochnachmittag (die Wettquoten ändern sich praktisch stündlich) ist für die beiden großen Anbieter bet-at-home und Mr. Green ein Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer wahrscheinlicher.

18:19
 

Karas mit Hofer-Kritik

17:53
 

Wahlkampf pur im Netz

Noch nie wurde ein Wahlkampf so sehr im Netz ausgefochten wie dieser. VdB- und Hofer-Fans liefterten sich wilde Gefechte in den Sozialen Netzwerken. Primär auf Facebook ging es heiß her. Vor allem das Thema "Hass-Postings" war in diesem Wahlkampf ein bestimmendes. Beide Lager zeichneten sich immer wieder durch untergriffige Aktionen in den Sozialen Medien aus. Laut Medienberichten hatte u.a. ein User auf Straches Facebook-Profil Van der Bellens Wohnadresse gepostet, woraufhin ein anderer User zu "Anschlägen" aufrief. Strache, der zuvor via Facebook Gerüchte über angebliche Wahlmanipulationen bei der Präsidentenwahl geschürt hatte, löschte daraufhin einige seiner Einträge und rief "alle, die sich hier an Diskussionen beteiligen, dringend zur Besonnenheit und zur Mäßigung auf".

17:49
 

Schlamm-Schlacht

Jetzt geht es tatsächlich in die Zielgerade. Der Wahlkampf war lang und schmutzig und spaltete die Wähler bereits in der aufgehobenen Stichwahl in zwei Lager. Letzter unschöner Höhepunkt war sicherlich der Plakat-Eklat auf der Mariahilferstraße, der diese Woche für Wirbel sorgte. Mehr dazu lesen Sie hier.

17:27
 

Herzlich willkommen zum oe24.at LIVE-TICKER

Wir begleiten Sie heute durch das TV-Duell Hofer gegen Van der Bellen. Bei uns verpassen Sie nichts und bleiben auch stets darüber informiert, was sich im Netz tut. Das Duell startet um 20:15 auf ORF1.

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