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Team Stronach: Die geheimen Liebes-SMS

Skandal um Köfer

Team Stronach: Die geheimen Liebes-SMS

Es ist eine Politaffäre, wie es sie in Österreich noch nie gegeben hat: Wie ÖSTERREICH berichtete, beschuldigte Stronach-Abgeordneter Siegfried Schalli Landesrat Köfer, eine Affäre mit seiner Frau zu haben (Köfer dementiert das). Deswegen trat er aus dem Team Stronach aus. Alles öffentlich und vor laufenden Kameras. Das Liebesprotokoll einer Affäre, die Stronachs Kärnten-Team sprengt:

Mittwoch, 11 Uhr: Schalli outet Köfer: "Affäre"
Kärntner Landtag, Grüner Salon, Pressekonferenz. Siegfried Schalli, Landtagsabgeordneter und (zu diesem Zeitpunkt noch) TS-Mitglied in Kärnten, kocht vor Wut. Seit Wochen glaubt er, zu wissen: Seine Frau Cornelia betrügt ihn -mit Gerhard Köfer, seinem Parteifreund und schärfsten Konkurrenten. "Ich habe genug vom Team Stronach, will in Zukunft als wilder Abgeordneter im Landtag sitzen. Außerdem hat Köfer ein Verhältnis mit meiner Frau." Als Beweis nennt er unzählige E-Mails.

Schalli: "Ich war in Kroatien, er bei ihr"
Diese angeblichen E-Mails und SMS hat Schalli auf einer Festplatte seinem Klagenfurter Anwalt übergeben. Sie werden Teil des Scheidungsverfahrens sein. Aus diesem Anwaltsprotokoll (das ÖSTERREICH zugespielt wurde) geht nun hervor, was hinter den Kulissen des Team Stronach im Sommer 2013 gelaufen sein soll: Im August sei Schalli auf einem Segeltörn in Kroatien unterwegs gewesen. Da soll es daheim in Kärnten passiert sein. Am 9. August in den Vormittagsstunden hielt Gerhard Köfers Dienstwagen vor Schallis Wohnhaus in Villach. Der Chauffeur fährt weg. Köfer verschwand im Haus.

Köfer in ÖSTERREICH: "Das stimmt alles nicht!"
Köfer dazu gegenüber ÖSTERREICH: "Es hat nur ein einziges Treffen mit Frau Schalli gegeben. Das dauerte nur 15 Minuten, und es ging um etwas Berufliches." Köfer bestätigt, dass er E-Mails an Frau Schalli geschickt habe, "aber sicher keine pornografischen".

Deckname in den E-Mails war "Franco Andolfo"
Schalli behauptet wiederum, dass er die Inhalte aller E-Mails, die Köfer an seine Frau geschrieben hat, kenne und gespeichert habe. Sein Kontrahent verwendete den Codenamen "Franco Adolfo". Sie antwortete mit "Franca". Köfer dazu: "Diese E-Mails sind mir nicht zuordenbar. Wenn Herr Schalli irgendwelche Beweise hat, dann muss er sie auch vorlegen."

Schalli will den kompletten E-Mail-Verkehr vorlegen
Schalli und seine Frau sind inzwischen getrennt. Über ihren Anwalt lässt Cornelia Schalli ausrichten: "Alles nicht wahr. Zwischen mir und Herrn Köfer hat es lediglich einen losen E-Mail-Kontakt gegeben." Schalli sieht das anders: "Vor Gericht werde ich den gesamten E-Mail-Verkehr vorlegen". Sein Anwalt bereitet nun einen umfassenden Akt vor.

Landesrat Gerhard Köfer streitet die Affäre mit Frau Schalli ab:
"Das sind glatte Lügen …"

ÖSTERREICH: Was sagen Sie zu den Vorwürfen, die Herr Schalli gegen Sie erhebt?
Gerhard Köfer: Das sind glatte Lügen, die er über mich verbreitet.

ÖSTERREICH: Warum sollte Herr Schalli lügen?
Gerhard Köfer: Schalli befindet sich in einem Scheidungsverfahren und missbraucht schamlos die Situation, um Vorteile für einen schmutzigen Rosenkrieg zu erlangen.

ÖSTERREICH: Hatten Sie Kontakt zu Frau Schalli?
Gerhard Köfer: Es hat ein einziges Treffen gegeben, das war beruflich. Es gab keine Affäre.

ÖSTERREICH:
Haben Sie ­E-Mails an Frau Schalli geschickt?
Gerhard Köfer:: Ja, aber sicher keine pornografischen.

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