Team Stronach: Wer geht als nächstes?

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Team Stronach: Wer geht als nächstes?

Die stellvertretende Team Stronach-Bundesparteichefin Kathrin Nachbaur geht davon aus, dass es in der Partei durchaus personell noch "einige Änderungen" geben werde. Sie hoffe aber, dass die "Anfangsschwierigkeiten" bald auslaufen, meinte sie am Montag bei einer Pressekonferenz auf die Ausschlüsse in Niederösterreich angesprochen. Wen es treffen könnte, sagte Nachbaur nicht.

NÖ-Ausschlüsse: "Werte nicht geteilt"
Die niederösterreichische Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger und Ernest Gabmann jun., Klubobmann im NÖ Landtag, waren vergangenen Freitag von der Partei ausgeschlossen worden. Die beiden hätten gegen die Werte "Wahrheit, Transparenz und Fairness" verstoßen, erklärte Nachbaur. Die Zeit sei "zu kurz" gewesen, um tatsächlich den Charakter kennenzulernen. "Es tut mir sehr leid, dass die Zusammenarbeit nicht funktioniert hat." Konkreter auf die Gründe für die Ausschlüsse eingehen wollte Nachbaur trotz mehrmaliger Nachfrage nicht.

Kaufmann-Bruckbergers Forderungen nach Demokratie innerhalb der Partei hätten mit dem Rauswurf "gar nichts zu tun", versicherte Nachbaur. Man habe Interesse, demokratische Strukturen zu etablieren und arbeite eine Parteiverfassung aus, die im neuen Jahr vorgestellt werden soll.

Dass Kaufmann-Bruckberger und Gabmann gar keine Parteimitglieder gewesen seien, sieht die Bundespartei anders. Man verweist darauf, dass Kaufmann-Bruckberger als frühere Landesparteichefin und Gabmann als Mitglied des Landesparteivorstands automatisch Mitglieder geworden seien. Die beiden hätten auch den Ehrenkodex unterschrieben, erklärte Nachbaur.

Kaufmann-Bruckberger hatte am Freitag gesagt, dass der Landtagsklub hinter ihr und Gabmann stehe. Das sei "nicht die Rückmeldung, die ich habe", meinte Nachbaur dazu, die Lager stünden etwa 50:50. Auf die Frage, ob sie wolle, dass im Landtag eine Abstimmung über die Abwahl von Kaufmann-Bruckberger als Landesrätin stattfindet, verwies Nachbaur darauf, dass sie das der Landesparteichefin Renate Heiser-Fischer überlasse.

Verwirrung um Landtagsabgeordneten Naderer - Kündigung per Mail
Indes sorgte der niederösterreichische Landtagsabgeordnete Walter Naderer für Verwirrung hinsichtlich eines Rücktritts aus der Partei: "Nein, er hat lediglich erklärt, dass er vorsorglich wegen eines möglichen Austritts oder Ausschlusses gar nicht erst in die Landespartei eingetreten war", erklärte Klubobmann Gabmann auf APA-Nachfrage. Naderer sei nach wie vor - wie alle anderen vier Abgeordneten - Mitglied des Landtagsklubs.

Jedoch soll Naderer am Montagvormittag per E-Mail an die stellvertretende Parteiobfrau Kathrin Nachbauer und NÖ-Parteichefin Renate Heiser-Fischer seine Mitarbeit im Team Stronach beendet haben - das berichten mehrere Medien. Als Grund gab er die "dilettantische Art und Weise, wie der 3.stärkste Landtagsklub im NÖ Landtag destabilisert und zerrisen wurde" an.

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