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Telekom-Affäre

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Schüssel: Warum er gehen muss

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Montag, 13 Uhr: Wolfgang Schüssel und seine engste Vertraute, Ex-Sprecherin Heidi Glück, sitzen gerade im neuen Plachutta bei der Wiener Oper und stoßen mit Sekt an: Nur knapp eine Stunde davor hat Ex-VP-Kanzler Schüssel seine 32-jährige Polit-Karriere endgültig beendet. Im Büro seiner einstigen Presschefin Glück in den Wiener Ringstraßengalerien verkündete Schüssel gestern, dass er nun sein Mandat zurücklegen werde.

Sekt hin oder her: Leicht ist dem 66-jährigen Vollblutpolitiker seine Entscheidung nicht gefallen. Seine schwarz-blaue „Ära“ droht derzeit freilich in den Trümmern diverser Affären – Buwog, Eurofighter, Telekom – unterzugehen.

In der vergangenen Woche – ÖSTERREICH berichtete – versuchte VP-Chef Michael Spindelegger Schüssel denn auch zum Wohl der Partei zum Rücktritt zu bewegen. Da wollte der einstige schwarz-blaue Kanzler allerdings noch nicht, denn das könne man sonst als „Schuldeingeständnis“ werten.

Schüssel, der im Jahr 2000 – als Nummer drei – der ÖVP dank FPÖ die Kanzlerschaft eroberte, muss freilich auch als Zeuge vor dem Staatsanwalt aussagen: Gleich mehrere seiner Ex-Minister – Ex-FP-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-BZÖ-Vizekanzler Hubert Gorbach und der Kurzzeit-FP-Chef Mathias Reichhold – sind in mutmaßliche Millionen-Korruptionsaffären verwickelt.

Schüssel beriet sich mit Wegbegleitern über FP

„Das hat er sich nicht verdient“, sagt ein langjähriger Mitstreiter. „Er hat sich von den Blauen täuschen lassen“, beteuert ein anderer. Wie auch immer. In den vergangenen Tagen beriet sich Schüssel immer wieder mit ehemaligen Weggefährten – mit Heidi Glück, mit Ex-VP-Außenministerin Ursula Plassnik, mit seinem einstigen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein. Und sie alle sollen ihm geraten haben: „Leg deine Hand für diese Partie nicht mehr ins Feuer.“ Und so brach Schüssel gestern auch zum ersten Mal mit seinem einstigen Ziehsohn Grasser.

Ex-Kanzler will sein „politisches Erbe retten“
Entschieden hat er sich erst am Wochenende: Im Kreise seiner Familie entschloss sich jener Mann, der Kampagnen und EU-Sanktionen gegen Schwarz-Blau aalglatt ausgesessen hatte, zum ersten Mal in seiner Politzeit nachzugeben.

Wohl auch, wie die einen in der VP sagen, weil er „am Ende doch ein Parteisoldat ist und „seiner VP“ die dauernden Debatten über die Affäre und Schüssels vermeintliches Mitwissen ersparen wollte. Aber wohl auch deshalb, weil er jetzt „versuchen will, sein politisches Erbe zu retten“, wie andere Wegbegleiter sagen. Und ab jetzt wolle er seinen ehemaligen Koalitionspartner nicht mehr schützen. Im U-Ausschuss (siehe nächste Seite) werde er schonungslos aussagen…

Lesen Sie das Interview mit ÖVP-Chef Michael Spindelegger >>>

Das sagt Österreich: Der Kommentar von Wolfgang Fellner >>>

Lesen Sie den Live-Bericht von ÖSTERREICH-Redakteurin Katharina Nagele >>>

Die Erklärung von Wolfgang Schüssel im Wortlaut finden Sie hier >>>

Uns interessiert Ihre Meinung: Was sagen Sie zum Rücktritt des Ex-Kanzlers? Haben Sie damit gerechnet? War er längst überfällig? Hier jetzt Meinung posten >>>


Der oe24-LIVE-Ticker zum Nachlesen auf Seite 2 >>>

Autor: Isabelle Daniel
Seiten: 12
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