24. Oktober 2012 23:32

Lokalaugenschein 

Asyl-Drama um 570 Kinder

So leben die Asyl-Waisen wirklich - ÖSTERREICH-Reporter war im Lager.

Asyl-Drama um 570 Kinder
© TZ Österreich/Bruna

Dauerbrenner Asyl: Am Dienstag gab es wegen der akuten Situation (nur Wien und NÖ erfüllen ihre Quoten) einen Asylgipfel zwischen Ländern und der Bundesregierung. Der Beschluss: Die 1.000 Asylwerber, die derzeit zu viel im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen leben, sollen endlich von den Ländern übernommen werden.

Betroffen sind 570 Jugendliche, die ohne Eltern nach Österreich kamen. Für sie gibt es im akut überfüllten Traiskirchen keinerlei adäquate Betreuung. Auch in die Schule dürfen sie nicht gehen.

Lokalaugenschein
ÖSTERREICH entdeckte beim Lokalaugenschein in Trais­kirchen herzzerreißende Schicksale. Die beiden Cousins Serfi (13) und Serafim (14) I. wurden von ihren Eltern nach Europa geschickt, in Afghanistan hatten sie keine Chance. Die beiden erzählen von ihrem Leben im Lager. Was sie am meisten ärgert? „Wir haben nichts zu tun“, beklagt sich Serfi, „wir können nicht in die Schule.“ Serafim erzählt: „Dreimal in der Woche haben wir Deutschkurs, sonst nichts.“

Betreuung für die Kinder gibt es nicht. Sie müssen sich selbst die Zeit vertreiben: „Wir können Fußball spielen, aber da sind immer die Großen. Deswegen wandern wir herum, sonst haben wir nichts zu tun.“ Ob sie ihre Eltern vermissen, wollen wir am Ende wissen: „Sehr, aber wenn ich groß bin und arbeiten gehen darf, hole ich sie nach.“

ÖSTERREICH: Wie lange seid ihr schon in Trais­kirchen?
Serfi:
Wir sind vor zwei Monaten hierher gekommen, unsere Eltern haben uns nach Europa geschickt. „Hier könnt ihr was werden“, sagten sie.

ÖSTERREICH: Wie geht es euch in Traiskirchen?
Serafim:
Es sind viele Kinder da, das ist gut. Aber wir haben fast nichts zum Spielen. Und wir sind den ganzen Tag auf uns allein gestellt.
Serafim:
Es ist oft fad, weil wir nichts tun können.

ÖSTERREICH: Geht ihr in die Schule?
Serafim:
Nein, das dürfen wir nicht, wir haben aber dreimal in der Woche Deutschkurse.

ÖSTERREICH: Was wünscht ihr euch denn?
Serfi:
Wir wollen in die Schule gehen können. Ich will lernen, studieren.
Serafim:
Ich möchte bald Geld verdienen, dann kann ich meine Eltern zu mir holen.

Autor: (pli)



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16 Postings
Schon was gehört (GAST) meint am 22.02.2013 22:12:36 ANTWORTEN >
von Familienzusammenführung?
Alle 570 abschieben, damit sie wieder unter der Obhut ihrer Erziehungsberechtigten sind.
Alte Geschichte (GAST) meint am 29.12.2012 14:07:09 ANTWORTEN >
Oe24 holt wieder die Uraltgeschichte aus dem Archiv, zum Kotzen das Ganze ! Eltern, die ihre Kinde tausende Kilometer weg schicken, sind keine Eltern ! Dafür werden sie dann auch noch zu uns ins Land geholt, dank der Caritas und der NGOs. Wenn ich sowas schon höre, studieren wollen die, das hat die Zogaij auch immer gesagt.
Alte Geschichte (GAST) meint am 29.12.2012 13:49:52 ANTWORTEN >
Oe24 holt wieder die Uraltgeschichte aus dem Archiv, zum Kotzen das Ganze ! Eltern, die ihre Kinde tausende Kilometer weg schicken, sind keine Eltern ! Dafür werden sie dann auch noch zu uns ins Land geholt, dank der Caritas und der NGOs. Wenn ich sowas schon höre, studieren wollen die, das hat die Zogaij auch immer gesagt.
SOS_Wien meint am 25.10.2012 21:56:36 ANTWORTEN >
Wirklich ein Drama, dass Eltern ihre Kinder einige tausend Kilometer weit weg schicken. Ein sicheres Nachbarland ist ja nicht zu finden, wo doch alle die UNO Menschenrechtskonvention unterschrieben haben. Aber die gilt, wie so vieles nur für Österreich und Deutschland, vielleicht noch für ein paar andere europäische Länder.
zombi69 meint am 25.10.2012 18:21:07 ANTWORTEN >
Auch die jungen Flüchtlinge werden langfristig ihre Grossfamilien nachziehen, sobald die Aufenthaltsgenehmigung erteilt ist. Um den weiteren Geldfluss in die Sozialwerke zu gewährleisten, sind die Arbeitszeiten und Steuern für Einheimische massiv zu erhöhen, damit die jungen Flüchtlinge und ihre Grossfamilien reibungslos im Sozialsystem integriert werden können. Die minderjährigen Flüchtlinge und ihre nachziehenden Grossfamilien müssen dringenst mit sichren Sozialwerken aufgefangen und unterstützt werden.
omen meint am 25.10.2012 18:07:51 ANTWORTEN >
warum bringt masn diese armen kinder nicht in ihre heimat zu ihren eltern oder verwandten ? dort wären sie in ihrer gewohnten umgebung würden die sprache beherschen und wären keine armen kinder mehr sondern sie würden sich wohlfühlen .
Kk (GAST) meint am 25.10.2012 12:30:05 ANTWORTEN >
Haha so ein Schwachsinn. Ich muss glei kotzn.. Keina will lernen, studiern & die Eltern holn.. Das habt's ihnan scho gut eingredet, ur lächerlich. Fast alle davon werdn Dealer, Diebe, Räuber oder Mörder werdn .. Die ham nix zu tun & wenn's ehrlich sind wollns a nix zu tun habn.. Sobald ma's 1 Monat in die Schule schickt gehn's ee nimma hin oda baun nur scheisse.. Geh bitte, ab nach Hause, dort könnan's in die Schule & gut is'!
talk is cheap (GAST) meint am 25.10.2012 12:09:01 ANTWORTEN >
Sind wir froh, dass es uns gut geht! Die Kinder haben eine Chance vedient.
@talk is cheap (GAST) meint am 28.10.2012 18:29:36
Warum?????????????????
asyl? (GAST) meint am 25.10.2012 11:39:46 ANTWORTEN >
weswegen sind die kinder bitte hier??? werden sie politisch verfolgt oder ist es einfach nur schön in österreich zu sein?
ocean racer (GAST) meint am 25.10.2012 10:20:09 ANTWORTEN >
jo jo jo-kleine kinder die genau dass sagen was vorgegeben, bzw. genau dass was euch redakteuren dazu einfällt ----wer soll euch dieses tränendrückergschichtl glauben?
das lager ist zu voll das stimmt-man muss es leeren um es wieder neu auf zu füllen. AT beherbergt die meisten flüchtlinge in der EU, pro kopf die meisten asylanten, wie wäre es die quote anderer länder zu halten ? dafür zu gewährleisten das es diesen dann gut bei uns ginge? mit fairen verfahren, rascher abwicklung?
die mehrheit will diese asylindustrie -nicht wann kapiert man das
HM8887 (GAST) meint am 25.10.2012 09:29:02 ANTWORTEN >
@diese amren kinder, genau meine meinung, nur mein Kommentar wurde ja gelöscht....
Da verträgt wer die Wahrheit anscheinend nicht....
wbfzdnr (GAST) meint am 25.10.2012 09:17:29 ANTWORTEN >
Sehr rührend geschrieben. Könnte fast von Ute Bock sein. Ob das die dortige Polizei auch so sieht, dass diese Kinder nur deutsch lernen und herumwandern? Dass sich ein großer Teil dieser Kinder in die falsche Richtung entwickeln wird, muss man wohl als gegeben annehmen. Aber wie das Problem lösen?
regel41 meint am 25.10.2012 08:18:43 ANTWORTEN >
Statt die Jugendlichen zu ihren Eltern zurückzubringen, schiebt man sie in die Bundesländer ab.
Aus dem Auge aus dem Sinn, das Motto der Innenministerin.
diese armen kinder (GAST) meint am 25.10.2012 08:08:14 ANTWORTEN >
sollten so schnell wie möglich wieder mit ihrer familie zusammengeführt werden - in ihrer heimat!
schiachwiadenochtfinsta meint am 25.10.2012 07:40:57 ANTWORTEN >
die burschn würd i schon a schulbildung ermöglichn...vor allem wenns echt so gut deutsch sprechn wies in dem interview ausschaut. oba de eltern nachholn, des sicher nit. denn wer sei kind allein in a fremdes land schickt und dems dementsprechnd wurscht is wos mit dem kind passiert der hot sei recht auf "familie" verlorn also nix mit "zusammenführung". de kinder können am wenigstn dafia, de werdn benutzt von ihre eltern als anker, anfoch wiederlich.
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