27. 11. 2009, 07:20

Rote Verluste

FCG baut Absolute bei Beamten-Wahl aus

Herr Neugebauer
© AP

Die Unabhängigen schnitten besser ab als zuerst von der GÖD ausgewiesen.

Bei den Personalvertretungswahl des Bundes haben die Christgewerkschaftern ihre absolute Mehrheit ausgebaut. Damit hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer, seine Position in den laufenden Gehaltsverhandlungen und in den Verhandlungen über ein neues Dienstrecht mit der Regierung gestärkt. Verluste setzte es für die Sozialdemokratischen Gewerkschafter und für die Unabhängigen Gewerkschafter, bei denen auch Grüne und Linke vereint sind.

Vorläufiges Endergebnis
Die GÖD hat Freitag Mittag ein korrigiertes Endergebnis zur Personalvertretungswahl vorgelegt. Darin schnitten die Unabhängigen Gewerkschafter (UG) wesentlich besser ab als in dem Freitag Nacht verkündeten Ergebnis: Sie kamen auf 7,52 und nicht nur auf 2,79 Prozent. Damit liegen die von Reinhart Sellner angeführten Unabhängigen, in denen auch Grüne und Linke vertreten sind, deutlich vor den freiheitlichen AUF.

Im neuen Endergebnis kam die FCG auf 101.317 Stimmen, was 55,95 Prozent und 190 Mandate in den Zentralausschüssen bedeutet. Die Christgewerkschafter Fritz Neugebauers wuchsen damit um 5,78 Prozentpunkte und besetzen nun 18 Mandate mehr. Die FSG mit Vorsitzendem Richard Holzer büßte mit 51.932 Stimmen 5,96 Prozentpunkte auf 28,58 Prozent bzw. 23 Mandate auf 86 ein. Drittstärkste Fraktion bleiben die UG mit 13.615 Stimmen bzw. 7,52 Prozent und zwölf Mandaten - was ein Minus von 2,00 Prozentpunkten und sechs Mandate weniger bedeutet.

Verluste
Die freiheitlichen Arbeitnehmer AUF mit Vorsitzendem Werner Herbert konnten die Verluste des Jahres 2004 (fast vier Prozentpunkte) bei den heurigen Wahlen nicht ausgleichen: Sie kamen mit 10.351 Stimmen auf 5,72 Prozent und acht Mandate, was ein Plus von 2,09 Punkten und vier Mandaten bedeutet. Sonstige Listen wurden von 3.872 Bundesbediensteten gewählt, was 2,13 Prozent bzw. 23 Mandaten entspricht. Vergeben wurden insgesamt 319 Mandate, das sind um elf weniger als 2004. Die Wahlbeteiligung ist etwas gesunken, von 82,90 auf 80,99 Prozent,

Auch dieses Ergebnis könnte sich - hinsichtlich der "Sonstigen" - noch geringfügig ändern, weil es von den Staatsanwälten noch keine Rückmeldung zu einer Anfrage gab, betonte GÖD-Sprecher Hermann Feiner.

Schmied als Wahlhelfer
Neugebauer sah im Wahlerfolg der FCG das Ergebnis von fünf Jahren konsequenter Arbeit. Indirekt gestand er auch zu, dass die umstrittenen Pläne von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) im Lehrerbereich für die FCG nicht gerade schädlich gewesen sind. Die Ministerin habe den kapitalen Fehler gemacht, dass sie keinen Dialog geführt habe. Für die laufenden Gehaltsverhandlungen hat Neugebauer sichtlich Selbstvertrauen getankt. Die bisher von der Regierung gebotenen 0,5 Prozent Plus werde man rasch überwunden haben, so Neugebauer.

Pröll erfreut
Finanzminister Josef Pröll (V) freute sich zwar über den "fulminanten Wahlsieg" seines Parteifreunds Neugebauer. Allzuviele Hoffnungen auf mehr Geld machte er den Beamten freilich nicht: "Die Verhandlungen werden für die Beamten nicht einfacher werden. Auch Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) machte klar, dass sie ihre Positionen weder bei den Gehaltsverhandlungen noch bei den Gesprächen über ein neues Dienstrecht ändern werde. Denn es gebe auch jetzt nicht mehr Geld. Fühlt sich für das schwache Abschneiden der FSG fühlte sich Heinisch-Hosek nicht verantwortlich.

Sündenbock
Als Sündenbock wurde vor allem Unterrichtsministerin Claudia Schmied ausgemacht. Nicht nur die schwarzen Lehrervertreter fühlten sich durch die Ergebnisse bestätigt, auch die FSG-Spitze machte Schmied und ihr eintreten für eine um zwei Stunden verlängerte Unterrichtsverpflichtung verantwortlich. Die Verluste der FSG bei den Lehrern ergeben sich auch daraus, wenn man "dem politischen Gegner" derart viel Raum gebe, sagte FSG-Vorsitzender Richard Holzer. Er will trotz der starken Stimmverluste der FSG keine persönlichen Konsequenzen ziehen. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter meinte hingegen, ein "Abputzen" an Schmied oder Heinisch-Hosek wäre "völlig unangebracht". Seiner Auffassung nach wurde eine Standespolitik belohnt, "die Reformansätze verhindert und unrealistische Gehaltserhöhungen verspricht".

Kommentar schreiben

nichtinter meint am 27.11.2009 22:12

nur die dümmsten Schweine wählen sich ihre Schlächter selber. Und das sollen dann unsere Zukunftsintelligentsler sein. Gute Nacht- Österreich. Da werden wir in den diversen Rankings noch weiter hinten sein -bei solchen Lehrern - alt, blöd,faul, konservativ.

Dagobert0 meint am 27.11.2009 18:53

Das kann nur so ausgehen! Nur nichts angreifen was Maria Theresia eingeführt hat. Und keine andere Partei als die ÖVP eigent sich dafür bester.

ansgar meint am 28.11.2009 10:19

Absolut richtig.

Wilhelm45 meint am 27.11.2009 17:20

Ich bin der Meinung die AUF hat leider schlecht abgeschnitten, hätte sich mehr verdient. FSG hat zu gut abgeschnitten. Der Denkzettel hätte grösser ausfallen können. Ansonsten OK.

Schaumamoi meint am 27.11.2009 15:43

für die Roten.;-)

Ist das nicht der optimale Grund für die rote Regierungshälfte jetzt Reformen bei den Beamten (Lehrern) durchzusetzen?

Eine Reform zu wagen, war nie besser zu begründen als jetzt.

Bei Streikdrohungen oder auch ein Streik wird einfach die Schule für diese Tage geschlossen und am Ende des Schuljahres nachgeholt, was gibt’s besseres?

Darüberfahren über die Beamten wie die Schwarzen über die Eisenbahner darübergefahren sind.

So liebe rote Genossen, zeigt nun euren Mut zur Tat!!

fnw meint am 27.11.2009 20:24

wennn in in ihrer berufssparte gestreikt wird,sollten sie überhaupt einen haben, bringen sie die fehltage auch vom urlaub ein! dumm dümmer ihr posting!

Schaumamoi meint am 28.11.2009 15:09


Aha, Ferien = Urlaub für Lehrer?
Das zum Thema „dumm und dümmer.

politicus1 meint am 27.11.2009 13:19

"FSG baut Absolute bei Beamten-Wahl aus"
Da hat die Überschrift aber ein Wunschdenker aus der Löwelstraße geschrieben...!

mm6015 meint am 27.11.2009 13:18

Wer bei den Gewerkschaften die Nase vorn hat. Solange Arbeitnehmervertreter in den selben Parteien sitzen wie die Regierung, wird es keine nennenswerten Veränderungen/Verbesserungen für die Arbeitnehmer geben. Wer pinkelt schon seinem eigenen Parteifreund/-genossen ans Bein.

Spieler meint am 27.11.2009 12:13

Jedes Jahr das Selbe. Jede Berufsgruppe feilscht um Lohnerhöhung, auch die Pensionisten. Dann gibt es eine prozentuelle Erhöhung und die Besserverdiener verdienen noch besser. Es sollte besser ein inflationsabhängiger Fixbetrag durch eine gesetzliche Regelung jährlich für alle gelten.

gallbrunn11 meint am 27.11.2009 12:12

da haben sich die damen und herren staatsdiener ja richtig entschieden, damit der privilegienstadl weitergehen kann.

fnw meint am 27.11.2009 12:59

vielleicht sind die roten personalvertretr zu dumm ihre genossen richtig zu vertreten siehe hofburg!

007renate meint am 27.11.2009 10:11

dummdreist siegt

und die kleine "leute" hoffen das die steuergeld-schmarotzer ihnen was abgeben - vergebens ...

fnw meint am 27.11.2009 12:58

aber sie verlieren kein wort darüber,dass die roten zu unfähig sind. nur die gewinner madig machen und für blöd hinstellen ist dumm und prmitiv von ihnen,
die roten kapieren es noch immer nicht! wenn im hause des ach so beliebten roten heinzi ein superverlust an stimmen erintritt, ist das doch bezeichnend für den zustand dieser partei. aber das wollen sie nicht sehen durch ihre dunkelrote
brille, ansonsten hättern sie ausser nur dumm auf gewinner hinzuhauen auch dazu ein wort geschrieben. schuld sind also die gewinner. bravo zu ihrer demoktatischen einstellung!

bloederSteuerzahler meint am 27.11.2009 16:53

Seid wann sind Krankenschwestern, Polizisten oder Justizwachebeamte Steuerschmarotzer? Bin mir ziemlich sicher dass du an den Weihnachtsfeiertage zu Hause auf deinem Dicken hintersn sitzt und die bösen Beamten für dich hackeln dürfen.
Hauptsache das blöde Maul aufreissen.

pepperl meint am 27.11.2009 10:08

Wie jetzt? FSG oder FCG? Komischerweise fiel mir bereits selbiger Fehler in der "Heute" auf, dass die Kürzel vertauscht wurden.. schreiben die beiden Blätter etwa voneinander ab?

jeffy1968 meint am 27.11.2009 10:04

Also wer hat jetzt die Absolute FSG oder FCG ;-)

Andy323 meint am 27.11.2009 09:39

Wieder eine saftige Niederlage für die Roten. Sogar in der Präsidentschaftskanzlei fiel die FSG von 55% auf 14%, ein Traum.

007renate meint am 27.11.2009 10:11

das könnte man auch anders sehen - das der bp wenigstens nicht nach parteibuch besetzt ..........
;-)

Andy323 meint am 27.11.2009 10:50

sonst wärens ja beim letzten mal nicht 55% gewesen. Nur haben sie trotzdem vom roten Heinzi die Nase voll.

fnw meint am 27.11.2009 14:06

das war wieder ein schuss in das eigene knie liebe renate.siehe posting von andy. sie können es nicht verkraften, dass die roten bis dato alle wahlen verloren habe.
also, posten sie erst wieder wenn s was gscheites von sich geben. zu ihrer information ich bin weder schwarz blau oder grün oder welche farben es noch gbibt!nehmen,s halt ein bisschen auszeit, dass kann ihnen sicher nicht schaden!

namre meint am 27.11.2009 10:12

Bravo.
Habe schon gesagt wie die Schmidt mit ihren Wünschen zuerst ins Fernsehen und dann zu den Lehrern gegangen ist, das geht in dies Hose. So fuhrwerkt man auf einer Bank, aber nicht als Ministerin. Sie ist noch jung und damit lernfähig, hoffe ich.
Und das, obwohl ich die abgehobenen Lehrer nicht leiden kann!

ansgar meint am 27.11.2009 10:51

Da schneidest du dich aber selber ins Fleisch.
Oder bist Beamter? Wenn nicht, dann freust dich, dass die Beamten mehr verdienen. Ist doch klar, dass sie einen Blockierer wählen, der ihnen am meisten bei den Verhandlungen herausholt.

fnw meint am 27.11.2009 13:19

ich erwarte mir auch von einer gewerkschaftsvertretung dass sie mich mit allen mitteln vertritt. so eine person haben die roten nicht. der holzer war in der gestrigen zib ein typisches beispiel für die unfähigkeit dieser bonzen. ein rücktritt nach den hohen verlusten kommt doch nicht in frage! bleibt weiter auf dem sessel sitzen und verarsch t seine wähler. die gewinne der schwarzen, nicht weil sie so gut sind sondern die roten zu blöd sind!

karpfen meint am 27.11.2009 09:21

Schwarze als Arbeitnehmervertreter? Nur für Lehrer und höhere Beamte!!

MartiniB meint am 27.11.2009 10:10

Ich denke, die Überschrift ist falsch bezeichnet:

Eigentlich müsste es heißen: "FCG baut Absolute aus"

heingu meint am 27.11.2009 10:12

seit wann sind Lehrer u. Beamte Arbeitnehmer ?
Das sind doch nur "Nehmer" !

fnw meint am 27.11.2009 13:19

dann haben sie halt ihren beruf verfehlt wenn sie überhaupt einen haben oder sind bei den aufnahmetest halt immer durchgefallen!

Wilhelm45 meint am 27.11.2009 17:37

Fragt sich nur wer ist der grössere Idiot, der Geber oder Arbeit"nehmer". Ich denke: Arbeit"nehmer" ist seeliger den Arbeit"geber".

wekan1 meint am 26.11.2009 21:11

sind halt nunmal die besseren Arbeitnehmervertreter :-)