Tschad-Einsatz bis Jahresende verlängert

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© Bundesheer

Tschad-Einsatz bis Jahresende verlängert

Die Bundesregierung hat am Mittwoch in Wien die Verlängerung des österreichischen Tschad-Einsatzes bis Ende des Jahres beschlossen. Bis zu 160 Bundesheer-Soldaten können damit zumindest bis Ende 2008 in dem zentralafrikanischen Land bleiben. Vor einer etwaigen weiteren Verlängerung soll der Evaluierungsbericht von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon über den EU-Einsatz im Tschad abgewartet werden.

Derzeit 150 im Tschad
Wie ein Sprecher des Verteidigungsministerium sagte, befinden sich derzeit rund 150 Bundeswehrangehörige im Tschad, der maximal mögliche Rahmen wurde also noch nicht ausgeschöpft. Zusätzlich können noch am Ende der Mission 50 Pioniere zum Abbau des österreichischen Camps in den Tschad entsandt werden. Außerdem umfasst der im Ministerrat gefasste Beschluss noch die Möglichkeit, 30 weitere Soldaten für allfällige kurzfristige Missionen in den Tschad zu schicken.

Darabos erfreut
"Die EUFOR-Truppe konnte im März ihre erste Einsatzbereitschaft herstellen und wird von der Bevölkerung und den Flüchtlingen im Tschad unterstützt. Davon konnte ich mich bei meinem Truppenbesuch Anfang April persönlich überzeugen. Das Bundesheer leistet einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieses so wichtigen humanitären Einsatzes, eine Verlängerung unseres Mandates ist daher sinnvoll", begrüßt Verteidigungsminister Norbert Darabos den Ministerratsbeschluss.

"Zukunftsperspektive eröffnen"
"Damit leisten wir unseren Beitrag, um den Menschen im Tschad wieder eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. Diese Überbrückungsmission ist auch deutlicher Ausdruck des partnerschaftlichen Verhältnisses zwischen der EU und Afrika und der engen Zusammenarbeit zwischen UNO und EU im internationalen Krisenmanagement.", zeigte sich auch Außenministerin Ursula Plassnik über die Verlängerung der Mission erfreut.

24 EU-Staaten beteiligt
Insgesamt nehmen Soldaten aus 24 EU-Ländern am Einsatz teil. Die Aufgaben reichen dabei von Schutz von Zivilpersonen über humanitäre Hilfsleistungen bis hin zu Mitarbeit am zivilen Wiederaufbau.

Ohne die Verlängerung wäre das Mandat für die österreichische Beteiligung an der EUFOR-Mission im Tschad ausgelaufen. Insgesamt sollen in dem Land rund 3.700 europäische Soldaten für die Sicherheit der Flüchtlinge sorgen, die vor dem Bürgerkrieg im benachbarten Darfur, sowie vor den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Tschad selbst, auf der Flucht sind.

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