89.000 € an FPÖ - für nix! 89.000 € an FPÖ - für nix! 89.000 € an FPÖ - für nix!

Affäre in U-Ausschuss

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89.000 € an FPÖ - für nix!

Seiten: 12

Am Mittwoch hatte Grün-Aufdecker Peter Pilz seine große Stunde im Korruptions-Untersuchungsausschuss im Parlament: Genüsslich zelebrierte Pilz ominöse 89.400 Euro, die an die FPÖ-Parteizeitung NFZ geflossen waren – ohne erkennbare Gegenleistung:

  • Im Jahr 2004 überwies die Agentur des ehemaligen FPÖ-Generalsekretärs Walter Meischberger – die Agentur ZehnVierzig – dem blauen Blatt genau diese Summe.
  • Der damalige Geschäftsführer, Arno Eccher, erklärte gestern als Zeuge im U-Ausschuss auf die Fragen von Pilz und BZÖ-Mandatar Stefan Petzner, dass für diese Summe „etwaige Inserate“ in der NFZ erscheinen hätten sollen …
  • Der Auftraggeber sei bereits damals klar erkennbar die Telekom gewesen, gab der heutige Geschäftsführer der FPÖ-Vorarlberg, Eccher, im Parlament zu.
  • Das Pech: Es wurden „kein einziges Inserat und kein einziger PR-Artikel“ im betreffenden Zeitraum in der NFZ veröffentlicht, hielt Pilz dem Blauen vor. Ecchers Erklärung: „Wenn ich Leistungen abschließe und der Kunde beliefert uns nicht, kann ich nichts abdrucken.“

Meischberger war 2004 ein enger Freund von PR-Mann Peter Hochegger gewesen. Hochegger wiederum fädelte bekanntlich die Deals zwischen Telekom und der Politik ein. Der FPÖ-Mann bestritt politische Gegenleistungen im Gegenzug für die 89.400 Euro. 2004 war eine schwarz-blaue Regierung an der Macht.

Petzner rastet aus: „Nun ist Hochegger das A…“
Auch der Ex-Chefredakteur des blauen Parteiblattes NFZ, Michael Richter, musste vor dem U-Ausschuss Rede und Antwort stehen: Der heutige BZÖ-Mann erklärte, dass er als Chefredakteur „nichts mit Inseraten“ zu tun gehabt habe. Und das erste Mal im U-Ausschuss von diesen Zahlungen gehört habe.

Am Mittwoch sagten auch der ehemalige SPÖ-Bundesgeschäftsführer, Heinz Lederer, und die Ex-Grün-Mandatarin Monika Langthaler – über ihre Telekom-Verbindungen – aus. Lederer zeigte sich von Hochegger „enttäuscht“. Woraufhin Petzner einen Eklat lieferte: „Jetzt ist plötzlich der Hochegger das A...“ – und prompt ermahnt wurde …

Hier das Video von Monika Langthalers Auftritt:

24.000 € für VP-Abgeordnete

Wieder tauchte neue Rechnung von Hocheggers Valora an eine VP-Mandatarin auf.
Wien. Die nächste Abgeordnete rutscht in die „Hochegger-Falle“. Die Firma von Barbara Feldmann, Landtagsabgeordnete der Wiener ÖVP, soll Anfang 2005 von Hocheggers Firma „Valora“ insgesamt 24.000 Euro kassiert haben, berichtet "News".

Feldmann war damals eine von zwei Gesellschaftern der Beratungsfirma „APA Central Beteiligungs GmbH“. Das Unternehmen ist mittlerweile liquidiert. Als Rechnungszweck für die Zahlungen wurde „Unterstützung“ der „Telekom Austria AG in Bezug auf internationale Finanzierungsfragen“ angegeben.

Feldmann vermutet, dass ihr damaliger Geschäftspartner Thomas Scheiner die Rechnung ausgestellt hat. Scheiner sollte diese Woche auch vor dem U-Ausschuss erscheinen. Er befinde sich aber derzeit in Thailand.

Hochegger will 10.000 Euro von ÖAAB zurück

Heute muss PR-Mann Hochegger zum zweiten Mal im U-Ausschuss aussagen. Vorab lenkt er ab …

Es ist wohl kein Zufall: Genau vor seiner heutigen Aussage im U-Ausschuss (wir berichten hier LIVE ab 11 Uhr in unserem LIVE-TICKER >>)  kündigt PR-Mann Peter Hochegger in News an, dass er jene 10.000 Euro, die er der ÖAAB-Zeitschrift Freiheit für Druckkostenbeiträge gezahlt habe, „zurück“ wolle.

Wie berichtet, ermittelt in diesem Fall die Staatsanwaltschaft gegen ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon. Vorwurf: Für die Zahlung habe es keine erkennbare Gegenleistung gegeben. Hochegger behauptet nun, dass „auf die vereinbarte Einschaltung schlichtweg vergessen wurde“. Werner Amon sitzt für die ÖVP auch im U-Ausschuss.

BZÖ-Mann Stefan Petzner will Hochegger heute „dennoch keinerlei Ablenkungs-Shows mehr durchgehen lassen“, erklärt er ÖSTERREICH. Vielmehr soll Hochegger „als Zeuge zu diversen Widersprüchen befragt werden“.

Hochegger – gegen ihn wird in der Telekom- und in der Buwog-Causa ermittelt – gilt als zentrale Figur in den mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen der Telekom an Politiker. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Isabelle Daniel
 

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