Uni Innsbruck kassiert Studiengebühren

363,36 Euro pro Semester

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Uni Innsbruck kassiert Studiengebühren

Die Universität Innsbruck wird ab dem Wintersemester von Langzeitstudierenden und Drittstaatenangehörigen wieder Studiengebühren in Höhe von 363,36 Euro pro Semester kassieren. Dies hat Freitagabend der Universitätsrat entschieden, teilte dessen Vorsitzender Johannes Michael Rainer mit. Damit sind an allen 21 Universitäten die Entscheidungen gefallen: Acht werden in Eigenregie Gebühren einheben, 13 nicht.

An der Uni Innsbruck war die Entscheidung besonders langwierig: Rektor Tilmann Märk hatte bereits vor Monaten einen Antrag an den Senat gestellt, dieser behandelte ihn aber nicht. Nach Verstreichen einer vierwöchigen - von Märk gesetzten - Frist war nun der Uni-Rat mit einer im Universitätsgesetz geregelten "Ersatzvornahme" am Zug.

Auch die Uni Innsbruck wird - ähnlich wie andere Universitäten - die Studienbeiträge zunächst zurücklegen und im Fall einer negativen Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes (VfGH) zurückzahlen. Denn der VfGH - der das Gesetz zu den Studiengebühren gekippt hat - wird aufgrund von Anträgen Betroffener, unterstützt von der ÖH, zu prüfen haben, ob diese Variante der autonom eingehobenen Studiengebühren rechtmäßig ist.

Vorbehaltlich dieser VfGH-Entscheidung wollen ab dem Herbst folgende Unis Gebühren einheben: Die Universität Innsbruck, die Universität Wien, die Wirtschaftsuniversität (WU), die Universität Graz, die Technische Universität (TU) Graz, die Universität Linz, das Mozarteum Salzburg und die Veterinärmedizinische Universität. Zahlen muss aber nur eine kleine Gruppe - nämlich jene, die die Mindeststudiendauer um mehr als zwei Semester überschritten haben, sowie Studierende aus Nicht-EU-Staaten. Das sind pro Universität ca. 15 Prozent aller Inskribierten.

Definitiv keine Gebühren geben wird es an der TU Wien, der Uni Klagenfurt, der Montanuni Leoben, den Musik-Unis Wien und Graz, der Kunstuni Linz, der Akademie der Bildenden Künste, der Universität für angewandte Kunst, der Boku, den drei Medizin-Unis und der Uni Salzburg.

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