Van Staa in der

Ermittlungen

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Van Staa in der "Schwein-Affäre" erneut belastet

Der Tiroler Landeshauptmann Herwig Van Staa (V) wird von einem nun vorliegenden Gutachten des Büros für interne Angelegenheiten (BIA) in der Affäre rund um seinen angeblichen "Schwein"-Sager belastet. Demnach habe Van Staa den ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer sehr wohl ein "Schwein" genannt, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil". FPÖ und BZÖ kritisierten unterdessen die Tätigkeit des BIA in diesem Fall und forderten dessen Auflösung.

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ÖVP: "Band ist manipuliert"
Der Sölder Publizist Markus Wilhelm hatte Anfang September auf seiner Homepage behauptet, Van Staa habe Fischer auf einer Veranstaltung ein "Schwein" genannt und einen Tonbandmitschnitt der Rede online gestellt. Vertreter der Tiroler ÖVP bezeichneten das Band als manipuliert, Van Staa habe "Schweigen" gesagt und zeigten Wilhelm wegen Fälschung von Beweismitteln an. Das Büro für Interne Angelegenheiten ermittelte in der Causa und beauftragte einen gerichtlich beeideten Sachverständigen, die strittige Passage zu analysieren. Das Ergebnis dieser Analyse: "Es heißt 'Schwein'" - und dieses Wort könne nicht aus "Schweigen" herausgeschnitten worden sein, schreibt "profil".

Aufregung um Ermittlungstätigkeit
Für Aufregung sorgt nun die Ermittlungstätigkeit des BIA in dieser Causa. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hatte die Ermittlungen ja bereits im Oktober vergangenen Jahres an das BIA weitergegeben. Wilhelm hatte dies bereits damals als "sehr, sehr seltsam" bezeichnet und eine "Achse" zwischen BIA-Chef Martin Kreutner und dem Tiroler ÖVP-Geschäftsführer Johannes Rauch, der davor Sektionsleiterstellvertreter im Innenministerium gewesen war, geortet.

Opposition übt Kritik an BIA
Am Samstag schoss sich nun die Opposition erneut auf das BIA ein. Für FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky ist Kreutner wegen "des Verdachts, für die ÖVP geheimpolizeilich tätig geworden zu sein", umgehend zu suspendieren. Das Aktenmaterial des BIA sei für den Innenausschuss des Parlaments "sicherzustellen" sowie "sämtliche BIA-Aktivitäten sofort einzustellen", so Vilimsky in einer Aussendung. Und BZÖ-Justizsprecher Gernot Darmann fragte sich, warum das BIA in der "Schwein-Affäre" gegen einen Widersacher Van Staas ermittle, obwohl das BIA laut Dienstvorschriften keinerlei Zuständigkeit in diesem Fall habe. Das BIA sei nichts mehr als eine "schwarze SOKO-Spitzelstaat" und müsse sofort aufgelöst werden.

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