Varvrik-Wechsel: NEOS attackieren die ÖVP

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Varvrik-Wechsel: NEOS attackieren die ÖVP

Die NEOS haben sich nach dem Wechsel von Christoph Vavrik zur ÖVP zerknirscht gezeigt. "Nach allem was NEOS mit Herrn Vavrik nach seiner verbalen Entgleisung letzten Herbst vereinbart hatten, um ihm ein ordnungsgemäßes Ausscheiden aus seinem Mandat zu ermöglichen, ist die heutige Nachricht eine ungeheure menschliche und politische Enttäuschung", meinte Generalsekretär Nikola Donig zur APA.

Auch die NEOS seien erst Donnerstagfrüh von Vavrik informiert worden, dass er mit seinem Mandat "fliegend" zur ÖVP wechselt, berichtete Donig. Es habe "sehr gewichtige Gründe" gegeben, warum die Oppositionspartei der Ansicht war, dass dieser als Abgeordneter "keine Zukunft in einer offenen, freiheitsliebenden und toleranten Bürger_innenbewegung hat und seinen Sitz der Listennächsten übergeben soll. Dies war bis heute auch eine gemeinsame Sicht".

Stil und Einstellung

Dass die ÖVP sich heute als "politische Heimat" für homophobe Äußerungen sehe, sage alles über Stil und Einstellung der handelnden Personen aus, fügte Donig hinzu. ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka hatte zuvor in einer Aussendung zu Vavriks einstigen Äußerungen gemeint: "Auch die ÖVP kann diese Aussage, die Vavrik getätigt hat, natürlich nicht teilen. Dennoch sollte man Menschen immer eine zweite Chance geben." Und weiter: "Der, der ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein."

Vavrik selbst sprach von einer zunehmenden "Entfremdung" zwischen NEOS und ihm. Der "endgültige Riss" sei im November mit seinem viel kritisierten Posting auf Facebook gekommen, "wo ich zur Fremdadoption durch gleichgeschlechtliche Paare eine unentschuldbare Äußerung abgegeben habe". "Ich habe mich in der Wortwahl arg vergriffen und das Posting sofort gelöscht. Ich möchte mich dafür nochmals entschuldigen", meinte Vavrik.

Vavrik hatte in einem Facebook-Eintrag einen Artikel über eine Adoption durch ein Homosexuellen-Paar verlinkt und dazu gepostet: "Künftige Zivilisationen werden auf solche gesellschaftlichen Abartigkeiten mit demselben Unverständnis blicken wie wir auf die Sklaverei." Nach Kritik in sozialen Medien entschuldigte sich Vavrik später für seine Aussagen via Facebook sowie intern bei seinen Parteikollegen bei den NEOS.
 

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