Verena Remler: Die Neue für Familie

Turbulenter 1. Auftritt

Verena Remler: Die Neue für Familie

Und nicht nur das. Für die neue Staatssekretärin wird der Sprung in die Bundespolitik zum Wechselbad der Gefühle: Just zu dem Zeitpunkt, an dem Remler in der ORF-Zentrale ihre ersten Journalistenfragen zu beantworten versucht, bringt ihre Schwester in Wien ein Kind zur Welt – einen gesunden Buben übrigens.

Zurück zu Remlers Auftritt: ÖVP-Chef Josef Pröll empfängt die "junge, moderne Frau" offiziell. Remler werde als Mutter einer achtjährigen Tochter zeigen, wie man Familie und Beruf vereinbaren könne. Angelobt werde die Lienzerin voraussichtlich noch am Freitag, 26. November.

Keine inhaltliche Äußerung
Und natürlich wollen alle wissen, wie Remler denn zu den aktuellen Kürzungen für Familien steht – immerhin 297,7 Mio. Euro räumt Finanzminister Pröll bei den Familien ab. Doch Fehlanzeige: Remler bittet, man möge ihr ausreichend Zeit zum Einarbeiten geben – inhaltlich will sie sich nicht äußern.

Erst als die Fragen drängender werden, gibt sie zu: "Am Sparpaket gibt es Härten abzuschleifen." Und welche? Remler (nachdem Pröll ihr ins Ohr flüstert): "Der Wegfall des Mehrkindzuschlags" (bei der Familienbeihilfe).

Um so aufschlussreicher ist, wie Remler neue Staatssekretärin wurde: Schon am Dienstag sei sie von Tirols Landeshauptmann Günther Platter angerufen worden – Freitag schließlich habe sie Josef Pröll schlussendlich zugesagt.

Pröll von Remler überzeugt
Trotz der sichtlichen Unsicherheit der frischgebackenen Bundespolitikerin zeigt sich Pröll im ÖSTERREICH-Interview überzeugt, dass Remler als Staatssekretärin eine gute Wahl sei: "Sie kann das schon."

Interview mit Josef Pröll:

ÖSTERREICH: Ihre neue Staatssekretärin will sich noch nicht zur Familienpolitik äußern. Ist sie schlecht vorbereitet?

Josef Pröll: Wie kommen Sie darauf? Sie geht mit Respekt an ihre neue Aufgabe heran. Und das ist klug so. Christine Marek ist ja noch zwei Wochen lang im Amt. Und wir müssen ja mit der SPÖ ein ordentliches Paket über Abfederungen beim Familien-Budget ausverhandeln.

ÖSTERREICH: Kannten Sie Frau Remler, die ja Wunschkandidatin der Tiroler war?

Pröll: Ich habe sie schon im EU-Wahlkampf 2009 kennengelernt. Sie ist mir gleich positiv aufgefallen.

ÖSTERREICH: Ist der Sprung von der Gemeindestube in die Regierung nicht zu groß?

Pröll: Ich schätze die Arbeit, die in den Gemeinde­räten gemacht wird, das braucht man gar nicht so abqualifizieren. Natürlich ist es eine Herausforderung. Auch als ich in die Regierung kam, hatte ich wenig Zeit. Aber sie kann das schon.

Autor: G. Schröder
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