ORF-Streit

"Verhörmethoden": So verteidigt sich Armin Wolf

Der Streit um Armin Wolf erzeugte dieses Frühjahr hohe Wellen. Auslöser der heftigen Diskussion um den Interview-Stil des ZiB2-Stars war ein profil-Interview des ORF-Online-Direktors Thomas Prantner (52). Wörtlich sagte Prantner: „Es ist unzumutbar für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wenn das TV-Studio wie ein Verhörraum oder eine Anklagebank wirkt.“

Ebenso kritisierte Prantner  die Facebook- und Twitter-Aktivitäten der TV-Stars: „Diese dienen oft mehr der Eigenprofilierung und Marktwertsteigerung als dem Unternehmensinteresse." Seither fliegen im ORF die Fetzen.

Armin Wolf hat nun in einem in seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Corti-Preises Stellung zur Kritik gegen ihn genommen. Dabei wirft der Anchor der Politik vor, „wieder mehr Einfluss auf den ORF zu nehmen.  ORF-Online-Direktors Thomas Prantner sei etwa der „prominentester Verbindungsmann der FPÖ in die ORF-Führung“ . Die Freiheitlichen haben den ORF in den letzten Monaten häufig attackiert und eine Volksabstimmung über Rundfunkgebühren verlangt.

Aber auch SPÖ und ÖVP würden ihren Einfluss auf den ORF beibehalten wollen. So habe es etwa das Land Niederösterreich seinen ORF-Vertreter mit einem langjährigen Bürochef von Erwin Pröll besetzt. Auffallend sei, dass „sich alle Parteien gleichermaßen über die TV-Information beklagen“ , so Wolf weiter. Für ihn sei das ein Indiz dafür, dass die Politik wieder mehr Einfluss auf den ORF gewinnen möchte.

Wolf plädiert deshalb dafür, dass die Redaktionen im ORF so unbeeinflusst und unabhängig wie möglich sein sollen. „Es müssen nicht Politiker und Parteien mit dem ORF zufrieden sein“, so Wolf weiter, sondern vor allem das Publikum.

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