Vor Polit-Beben in Oberösterreich

ÖVP droht Debakel

Vor Polit-Beben in Oberösterreich

Der ÖVP droht ein Debakel, weil die FPÖ extrem ­zulegt. Landeshauptmann Josef Pühringer ist Hauptleidtragender des alles überschattenden Asylthemas und hat das im Wahlkampf auch immer wieder beklagt. „Wir kommen mit der Landespolitik überhaupt nicht durch“, so Pühringer zu ÖSTERREICH. Die ÖVP muss nach der letzten Gallup-Umfrage vor der Wahl mit Verlusten von rund 10 Prozentpunkten rechnen. Das wäre das schlechteste Ergebnis in der Geschichte. Skurril: Die Zustimmung zu Pühringers Arbeit ist mit 76 Prozent extrem hoch.

Grüne zittern um ihren Sitz in der Regierung
Zudem droht der ÖVP der Koalitionspartner wegzubrechen. Die Grünen stagnieren und könnten aufgrund des Proporz-Systems ihren Regierungssitz verlieren. Pühringer könnte dann auf die ebenfalls von großen Verlusten bedrohte SPÖ ausweichen. Allerdings wird er auch an der FPÖ nicht vorbeikommen.

FPÖ könnte Ergebnis von 2009 verdoppeln
Die FPÖ von OÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner steht wieder einmal vor einem Wahltriumph. In der letzten Umfrage vor der Wahl hält sie bei 29 Prozent. Das wäre beinahe eine Verdoppelung im Vergleich zu 2009.

Für die Neos wird es extrem knapp, die 4-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag zu überspringen. (knd)

Pühringer: »Sonderbarster Wahlkampf meines Lebens«

ÖSTERREICH: Wie sieht Ihre Bilanz des Wahlkampfs aus?
Josef Pühringer: Das war der herausforderndste und sonderbarste Wahlkampf meines Leben. Es hat nur ein Thema gegeben, das Flüchtlingsthema, das der FPÖ in die Hand spielt. Die Landespolitik hat keine Rolle gespielt.

ÖSTERREICH: Gab es einen Punkt, an dem Sie resigniert haben?
Pühringer: Resignieren hat keinen Sinn. Der Politiker, und der Kapitän im Besonderen, hat gerade in schwierigen Situationen nicht den Platz zu verlassen. Ich hab die Nähe zu den Bürgern im extremen Ausmaß gesucht – noch mehr als in anderen Wahlkämpfen.

ÖSTERREICH: Der ÖVP drohen Verluste. Haben Sie eine Schmerzgrenze, wann Sie ­zurücktreten?
Pühringer: Die habe ich, aber die verrate ich vor der Wahl nicht.

ÖSTERREICH: Würden Sie dann schon am Wahltag oder am 
Tag danach zurücktreten?
Pühringer: Eher nicht.

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