Vranitzky verlässt nach Sturz Spital

ÖSTERREICH

© Georg Hochmuth

Vranitzky verlässt nach Sturz Spital

In seinem ersten Interview nach seinem Unfall auf Kreta, das Ex-Bundeskanzler Franz Vranitzky mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Samstag-Ausgabe) führte, erklärt er: "Die sprichwörtliche ärztliche Kunst und die hohe Pflegequalität im AKH haben mich wieder auf die Beine gestellt." Vranitzky berichtet im Interview auch, wie es zu dem dramatischen Sturz kam: "Es ist auf einer sehr glatten und rutschigen Marmorstiege passiert. Ich bin mit einem Fuß ausgerutscht und hatte versucht, mich mit dem anderen Fuß abzustützen. Aber ich bin statt dessen die ganze Stiege hinuntergestürzt."

Operation
Nach seiner Operation am Schlüsselbein sei er nun aber "wieder am Weg der Besserung". Am Wochenende verlässt Vranitzky das AKH und begibt sich in häusliche Pflege.

Faymanns Arbeit
Im Gespräch mit ÖSTERREICH nimmt Vranitzky auch ausführlich zu politischen Fragen Stellung. Auf die Frage, was er von SP-Chef Werner Faymann ein Jahr nach dessen Kür halte, antwortet der Ex-Bundeskanzler. "Ich werde einem Parteivorsitzenden nichts über die Medien ausrichten. Aber Eines kann ich schon sagen: Die SPÖ hat Faymanns Vorgänger nicht gerade ermuntert, im Amt zu bleiben. Und die Partei sollte jetzt Alles unternehmen, um Faymann zu unterstützen. Genauso wie Faymann aufgerufen ist, Unterstützung in der Partei kontinuierlich zu suchen."

Hearing für Kommissar
Angesprochen auf den Vorschlag, dass man über den nächsten EU-Kommissar bei einem Hearing im Parlament entscheiden solle, sagt Vranitzky: "Ich würde mich solch einem Hearing nicht verschließen. Es könnte nicht nur die Quailfikation sondern auch die politische Grundhaltung prüfen. Dieses Hearing könnte dabei helfen, der kritischen Öffentlichkeit zu vermitteln, dass der EU-Kommissar nicht der oberste österreichische Betriebsrat in Brüssel ist, sondern für Europa da ist."

Fischer als beste Lösung
Gefragt, ob er Bundespräsident Heinz Fischer unterstützen werde und was er von "gewissen Träumen" halte, die sich Erwin Pröll als Bundespräsident wünschen, antwortet der Ex-Kanzler ungewöhnlich scharf: "Natürlich werde ich Heinz Fischer unterstützen, so er sich zur Kandidatur entschließt. Träume werden keine Wahlen entscheiden. Wenn Erwin Pröll Bundespräsident werden will, muss er sich Wahlen stellen und diese erst gewinnen. Nur so kann man Präsident werden. Und wenn Pröll alle paar Wochen aufs Neue Fischer ausrichten lässt, dieser möge sich outen, ob er wieder kandidiert, dann muss man Pröll fragen: Haben Sie Angst vor Bundespräsident Fischer, Herr Pröll?"

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