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Wagner + Friedl fehlten bei Versöhnung

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Wagner + Friedl fehlten bei Versöhnung

Rund 400 Gläubige sind am Sonntagnachmittag in den Linzer Mariendom zu einem Versöhnungsgottesdienst gekommen, der einen Schlussstrich unter die Querelen der vergangenen Monate ziehen soll. Diözesanbischof Ludwig betonte die Notwendigkeit der Einheit. Die Galionsfiguren des konservativen und des liberalen Flügels - der verhinderte Weihbischof Gerhard Maria Wagner und der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl - fehlten jedoch.

Einheit als Herzensanliegen
"Die Einheit der Diözese ist mir nach den Geschehnissen der Wintermonate ein Herzensanliegen" begrüßte Schwarz, der gemeinsam mit den diözesanen Räten zu dem Gottesdienst geladen hatte, die Gläubigen. Nach der Ernennung eines Weihbischofs - der Ernannte, Wagner, war nach Protesten noch vor der Weihe von seinem Amt zurückgetreten - sei es in Linz zu "Spannungen und Polarisierungen" gekommen, "Risse in der Diözese" seien aufgetreten, so Schwarz. Auch die Entscheidung des Papstes hinsichtlich der Lefebvrianer "brachte Unruhe". Hinzu seien "wenig erleuchtete Diskussionen über den Zölibat" geführt worden.

"Möge doch die Lagerbildung in der Kirche aufhören", betete Schwarz, bekannte aber gleichzeitig, dass Versöhnung "harte Arbeit" sei. Der Kreis der Konzelebranten stand ganz im Zeichen der Versöhnung: Unter den Geistlichen waren neben zahlreichen anderen Priestern, Diakonen und Äbten auch Generaldechant Franz Wild, dessen Dechanten-Konferenz sich mehrheitlich gegen die Bestellung Wagners zum Weihbischof ausgesprochen hatte, und Pfarrer Johann Enichlmayr vom konservativen Linzer Priesterkreis, der als geistige Heimat des umstrittenen Geistlichen gilt.

Wagner und Friedl fehlten
Wagner selbst war jedoch nicht anwesend. Er sei über die Verwendung einer modernen Monstranz mit einem Fladenbrot als Leib Christi bei eine Linzer Fronleichnamsprozession empört, ließ er als Begründung wissen. Auch der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl, der mit seinem Bekenntnis, er habe seit Jahren eine Beziehung zu einer Frau, eine Zölibatsdebatte entfacht hatte, war nicht anwesend. Der Geistliche, der auch als Fürsprecher von Arigona Zogaj bekanntwurde, gab Terminschwierigkeiten als Entschuldigung an.

"Bitten wir Gott, dass er die Wogen glättet", appellierte Schwarz an die Gläubigen, einander die Hand zu reichen und Lagerkämpfe zu vermeiden. Diese hätten zur Folge, "dass wir nicht mehr miteinander reden und nicht mehr miteinander beten". Zum Ende des Gottesdienstes erneuerte Schwarz die Weihe der Diözese an die Jungfrau Maria.

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