Warum sind die Türken ungeliebt?

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Warum sind die Türken ungeliebt?

"Keine andere Volksgruppe wird von den Österreichern so negativ beurteilt wie die Türken", stellte Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer gleich zu Beginn des Bürgerforums fest. Die Podiumsdiskussion, die am Dienstagabend im Odeon im 2. Wiener Bezirk stattfand und von ORF 2 live übertragen wurde, stand unter dem Titel "Die Türken in Österreich".

Innenministerin Maria Fekter (VP), Josef Cap (SP), Heinz-Christian Strache (FP), Alev Korun (Grüne) und Peter Westenthaler (BZÖ) diskutierten dieses Reizthema unerwartet zivilisiert und verwahrten sich unisono dagegen, alle Türken in einen Topf zu werfen. Die Probleme sollten nicht verallgemeinert werden. Ängste vor dem fremden Anderen seien sowohl auf türkischer als auch auf österreichischer Seite vorhanden. Aufeinanderzugehen sei die einzige Möglichkeit, Konflikte zu lösen. Und dafür sei das Erlernen der deutschen Sprache notwendig.

Keine Bildung
Für ein bisschen Aufregung sorgte Josef Cap, der feststellte, dass die Türken in Österreich zu wenig für ihre Bildung tun würden. Besonders Frauen werde Weiterbildung von patriarchalischen türkischen Männern verweigert, Frauen müssten auch zwangsweise ein Kopftuch tragen. Dafür sei in Österreich kein Platz, folgerte Cap. FPÖ-Strache wies wiederum darauf hin, dass die Politik in den letzten Jahren nichts für die Integration der Türken getan habe. Es sei nicht türkenfeindlich, wenn man auf diese Versäumnisse hinweise, an denen die Türken auch selbst schuld seien.

Auch das Publikum zeigte sich friedlich, aber gespalten. Gemeindebaubewohner wetterten gegen anpassungsunwillige Türken, angepasste Türken klagten über fehlende Karrieremöglichkeiten.

In einem waren sich alle einig: Man sollte einfach mehr miteinander reden.

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