Wer war das?

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"Weil er Alkohol liebt"

Ein Foto von ÖVP-Landeshauptmann Josef Pühringer mit einem Sektglas in der Hand und der Aufschrift "Weil er Alkohol liebt" - statt des von ihm verwendeten Slogans "Weil er Oberösterreich liebt" - sorgt für Wirbel. Die LandesÖVP bezeichnet das Bild in einem Zeitungsinserat als Teil eines schmutzigen SPÖ-Wahlkampfs. Die Sozialdemokraten bestreiten die Urheberschaft und vermuten eine "konstruierte" Kampagne der ÖVP.

Großer roter Aufmarsch
Nun ergriffen die SPÖ-Landesräte Josef Ackerl, Hermann Kepplinger und Silvia Stöger, Klubobmann Karl Frais, Landesgeschäftsführer Christian Denkmaier und die Zweite Landtagspräsidentin Gerda Weichsler Partei für ihren Parteichef, Vize-Landeshauptmann Erich Haider.

"Von der ÖVP selbst gemacht"
Hinter den Werbeeinschaltungen der ÖVP orten die Sozialdemokraten System: Zuletzt war auf Inseraten der Volkspartei zu lesen: "68 Prozent glauben schon jetzt, dass Erich Haider wieder eine Schmutzkübel-Kampagne machen wird". Die aktuellen ganzseitigen Annoncen mit besagtem Pühringer-Bild tragen den Hinweis "Erster Beweis". Daraus schließen die Sozialdemokraten, die die Urheberschaft des Bildes vehement bestreiten, dass weitere Angriffe folgen werden. Die Montage sei "wahrscheinlich von der ÖVP selbst gemacht" worden, vermuten sie.

"Der LH trinkt nicht"
Der Satz "Weil er Alkohol liebt" sei auch eine "Lüge", so Ackerl. "Der Landeshauptmann trinkt nicht." Die ÖVP verbreite seit längerem das Gerücht, die SPÖ werde kurz vor der Wahl eine "Schmutzkübelkampagne" starten, was nicht stimme. "Dieser Stil, dieser Inhalt ist nicht das, was wir in der SPÖ wollen", so Denkmaier.

"Dreck und Verleumdung"
Die SPÖ-Riege warf der ÖVP ihrerseits einen untergriffigen Wahlkampf vor. Im Internet würden Videos und Bilder kursieren, die Haider kompromittieren. Ein ÖVP-Plakat unterstelle, die SPÖ verlange "Gratis-Viagra", ist Ackerl empört. "Bekanntlich hat das Gleißnerhaus (Parteizentrale der ÖVP Oberösterreich) eine Abteilung für Dreck und Verleumdung", holte er zum Gegenschlag aus. Inhaltlich sei der Wahlkampf der ÖVP allerdings leer, sie solle aufhören "Heiligenbildchen zu plakatieren" und sich stattdessen der sachlichen Auseinandersetzung stellen, verlangte Ackerl.

ÖVP schlägt zurück
Die SPÖ könne die Urheberschaft der Schmutzkübelkampagne "in keiner Weise widerlegen", antwortete ÖVP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl. Die Behauptung, das Sujet sei von der ÖVP selbst hergestellt worden, sei "lächerlich und eine Flucht nach vorne", so Strugl.

Es folge genau dem Muster der Plakat-Verfremdungen, die auf der Internet-Seite http://www.allesmussraus.at der Sozialistischen Jugend Linz zu sehen seien. Diese zeige Pühringer-Plakate mit veränderten Schriftzügen. Anstatt "Weil er Oberösterreich liebt" sei beispielsweise zu lesen: "Weil er den Bus versäumt hat".

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