Wer siegt im Kampf um Hofburg?

Heute 1. Elefantenrunde auf Puls 4

Wer siegt im Kampf um Hofburg?

Puls 4 startet heute um 20.15 Uhr mit der Elefantenrunde den Präsidenten-Wahlkampf. Alle 6 Kandidaten (auch Richard Lugner) nehmen teil, Corinna Milborn und Thomas Mohr moderieren, OGM-Chef Wolfgang Bachmayer analysiert noch während der Live-Sendung Sieger und Verlierer.

ÖSTERREICH-Chef befragt im ORF Irmgard Griss

Der ORF beginnt heute mit den Pressestunden der Kandidaten.

Um 11 Uhr befragt ÖSTERREICH-Chef Wolfgang Fellner mit Claudia Dannhauser Irmgard Griss.

Ab 12 Uhr ist Richard Lugner Gast der Pressestunde.

Van der Bellen führt, kommt aber unter Druck

  • Start: Schon zu Jahresbeginn, anfangs wider Willen, auf Druck der Grünen. Nr. 1 der Umfragen – Dynamik lässt aber nach, wirkt müde.
  • Wahlwerbung: Ca 1,5 Mio., fast durchwegs von den Grünen. Primär staatstragende, fade Plakate mit FPÖ-Key-Word„Heimat“
  • Aufreger: Sagt klar, dass er Strache nicht als Kanzler angeloben würde – „selbst bei absoluter Mehrheit“. Grüne nennen seine Wahl „Stinkefinder“ für Krone.
  • Inhalte: Klar links, gegen Obergrenze für Flüchtlinge.
  • Chancen: Favorit für Stichwahl, aber schlecht im Mobilisieren am Wahltag – als Grüner oft bis zu 5 % unter den Umfragewerten.
  • Gehalt: Pension von Uni, früher 200.000 € Extra-Budget als Uni-Beauftragter.


Griss profitiert vom Frühstart, hält sie durch?

  • Start: Startete als Erste, zuerst FPÖ-Hoffnung, dann Neos-Unterstützung, jetzt komplett unabhängig. War in Umfragen anfangs schon über 30 %.
  • Wahlwerbung: Ohne Partei-Unterstützung, veröffentlicht alle Spenden, hat maximal 1 Mio. zur Verfügung – nur (sehr fade) Plakate.
  • Aufreger: Wollte für Diskussionsauftritte 10.000 €, rutschte mit NS-Sager („Nazis hatten nicht nur böses Gesicht“) aus.
  • Inhalte: Engagiert unabhängig – gegen Parteienförderung, für Schulreform und Gratis-Kinderbetreuung ab 1. Lebensjahr.
  • Chancen: Gute Auftritte in TV-Duellen könnten sie in die Stichwahl bringen.
  • Gehalt: Nannte ihre hohe Pension als Präsidentin des OGH „ganz normal“.

Hofer ist Favorit, aber Lugner kostet ihn Stimmen

  • Start: Kam statt Strache-Lieb­ling Stenzel auf Druck der Partei, kommt nur langsam in Fahrt, wirkt eher fad.
  • Wahlwerbung: Mindestens 5 Mio. – meiste Plakate von allen, viele Inserate mit Motto „Heimat“. Auf Tour mit Strache als „Turbo“.
  • Aufreger: Will die amtierende Regierung „wegen Versagens in der Flüchtlingsfrage“ abberufen und sofortige Neuwahlen. Könnte zur Staatskrise führen.
  • Inhalte: Keine Flüchtlinge, Stopp für Muslime, Schluss mit Asyl-Chaos, mehr Pflegegeld und Arbeitsplätze.
  • Chancen: FPÖ hat Potenzial von 32 %, er leidet aber unter Griss und Lugner.
  • Gehalt: Absoluter Höchstverdiener. Kassiert trotz Wahlkampfs volle Gage als 3. Nationalratspräsident weiter.


Hundstorfer startete spät, musste 5% aufholen

  • Start: Viel zu spät, obwohl er parteiintern seit Dezember feststand. Läuft in Umfragen hinterher, erst bei 17 % – das SP-Potenzial liegt bei 25 %.
  • Wahlwerbung: Etwa 5 Mio. – wie die FP. Bezahlt von Partei und Gewerkschaft. Beste Inserate, wenig Plakate.
  • Aufreger: Noch keiner – und genau das ist sein Problem. Zu wenig „Sager“. Bisher zu sehr auf Regierungslinie.
  • Inhalte: Für sichere Pensionen, gegen höheres Antrittsalter (etwa für Frauen), für Arbeitsplatz- und Infrastruktur-Investitionen.
  • Chancen: Muss auf 22 % kommen, um Stichwahl zu schaffen – könnte bei geringer Wahlbeteiligung und SP-Mobilisierung gelingen.
  • Gehalt: Legte Ministeramt zurück, stoppte Gehalts-Fortzahlung sehr korrekt.


Lugner ist der Clown, im Clinch mit dem ORF

  • Start: Kam erst durch ÖSTERREICH-Anruf auf Idee, schaffte gegen alle Wetten 6.000 Unterstützer. Muss jetzt erst den Wahlkampf organisieren.
  • Wahlwerbung: 0,5 Mio. – privat bezahlt, weil seine Mieter Werbegeld der Lugner-City stoppten.
  • Aufreger: Wildes Duell mit Armin Wolf in ZiB 2, noch Auftrittsverbot bei den ORF-Duellen, aber letzte Woche schon Nummer 1 als Meistgenannter im Medien-Ranking der APA.
  • Inhalte: Gegen TTIP, gegen Parteienförderung, für Aufteilung der Flüchtlinge auf ganz Europa.
  • Chancen: Als Entertainer sind für ihn 10 % drin, das kann FPÖ Stichwahl kosten.
  • Gehalt: Hat als Bau-Unternehmer 145 Mio. Vermögen, aber auch 65 Mio. € Schulden.


Khol kommt nicht in Fahrt, ÖVP gibt schon auf

  • Start: Gilt als „Notnagel“, weil der große Favorit Erwin Pröll in letzter Sekunde absagte. In Umfragen weit zurück, weil Hofer und Griss im rechten VP-Potenzial fischen.
  • Wahlwerbung: Nur 3 Mio., weil ÖVP das Budget schon kürzt – und die Wahl offenbar aufgegeben hat.
  • Aufreger: Verhinderte VP-intern eine Pensionsreform.
  • Inhalte: In der Flüchtlingsfrage sehr vage – „bin weder Träumer noch Hetzer“, aber für Obergrenze, gegen TTIP, gegen Pensionskürzungen.
  • Chancen: Müsste Super-Auftritte im TV haben, um noch in die Stichwahl kommen zu können, ist Griss-Opfer.
  • Gehalt: Kassiert von allen als Ex-Nationalrats-Präsident die höchste Pension – dazu noch „normale“ ASVG-Pension.
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