Wien: Jungwähler setzen auf SPÖ

ÖVP abgeschlagen

© ÖSTERREICH/ Kernmayer

Wien: Jungwähler setzen auf SPÖ

Die Wiener SPÖ hat bei den jungen Wählern die Nase vorne: Rund 36 Prozent der Jugendlichen wollen am 10. Oktober für die Sozialdemokraten stimmen, 20 Prozent für die Grünen, 13 Prozent für die FPÖ und 12 Prozent für die ÖVP. Besonders hoch ist die Zustimmung für die SPÖ bei Lehrlingen und Berufstätigen, hier wollen sogar 52 Prozent für die SPÖ votieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Jugendkulturforschung unter 321 Erstwählern zwischen 16 und 19 Jahren. Ein Drittel der Jungwähler hat noch nicht entschieden, bei welcher Partei sie am Wahltag ihr Kreuz machen wird.

51 Prozent für Häupl

Im Fall einer Direktwahl des Bürgermeisters hätte das regierende SPÖ-Stadtoberhaupt Michael Häupl klar die Nase vorne: Knapp mehr als die Hälfte aller Befragten (51 Prozent) war der Meinung, dass er von allen Spitzenkandidaten für das Amt am besten geeignet sei, hieß es Dienstagabend bei der Präsentation der Umfrage. Von FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache glaubten das nur 14 Prozent. Laut Institut für Jugendkulturforschung profitierten die beiden Politiker vor allem von der niedrigen Bekanntheit ihrer Konkurrenten. ÖVP-Spitzenkandidatin Christine Marek war nur 58 Prozent der Befragten ein Begriff, den Namen der Grünen Spitzenkandidatin Maria Vassilakou hatten lediglich 36 Prozent schon einmal gehört.

Zwei Drittel wollen wählen gehen
"Bei den Gemeinderatswahlen ist die Person des Spitzenkandidaten für die Wahlentscheidung noch wichtiger als bei Nationalratswahlen. Hier wählt man eher den Bürgermeister als eine Partei",  kennt Studienleiter Bernhard Heinzlmaier den Grund für das gute Abschneiden Häupls. Das führe dazu, dass vor allem die FPÖ bei den jungen Wählern hinter ihren Erwartungen zurückbleibe. Jene, die sich vielleicht mit den Zielen der FPÖ identifizieren könnten, würden Strache nicht unbedingt als Bürgermeister wollen.

Laut Umfrage werden zwei Drittel der Jungwähler sicher wählen gehen. 16 Prozent planen eher zu Hause zu bleiben. Besonders hoch sei der Anteil der Nichtwähler bei den Lehrlingen und Berufstätigen, von denen ein Viertel am 10. Oktober den Urnengang verweigern werde. Als wichtige Wahlthemen erachteten 37 Prozent der Jugendlichen Migration, gefolgt von Bildung und Ausbildung (33 Prozent) sowie Arbeit und Arbeitslosigkeit (26 Prozent).

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