Wiener Schüler fallen am häufigsten durch

Statistik zeigt

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Wiener Schüler fallen am häufigsten durch

Wiener Schüler fallen an Hauptschulen, AHS und berufsbildenden Schulen am häufigsten durch. Das zeigen Zahlen der Statistik Austria aus der aktuellsten Schulstatistik (Schuljahr 2007/08). An Hauptschulen und AHS-Oberstufen bleiben Burgenländer am seltensten sitzen, an AHS-Unterstufen Tiroler und im berufsbildenden Schulbereich die Steirer. In ganz Österreich und über alle Schulstufen gerechnet sind pro Jahr rund 42.000 Kinder und Jugendliche nicht aufstiegsberechtigt.

An den Hauptschulen blieben in ganz Österreich 4.000 der 251.000 Schüler (1,6 %) sitzen (Wien: 3,8 %, Burgenland: 0,6 %), an den AHS-Unterstufen 4.800 der 116.000 Schüler, das sind 4,2 % (Wien: 5 %, Tirol: 3,1 %). An AHS-Oberstufen sind 7.500 der knapp 83.000 Schüler bzw. 9,1 % nicht aufstiegsberechtigt (Wien: 11 %, Burgenland: 6,8 %), an berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) 5.300 der 44.000 Schüler bzw. 12 % (Wien: 21 %, Steiermark: 8 %) und an berufsbildenden höheren Schulen (BHS) knapp 12.000 von insgesamt 116.000 Schüler. Das sind 10,1 % (Wien: 16,1 %, Steiermark: 8 %).

Joker-Regel häufig angewandt
An mangelnder Kulanz ihrer Lehrer dürfte das Abschneiden der Schüler in der Bundeshauptstadt nicht liegen: In Wien und Kärnten wenden die Lehrer überdurchschnittlich häufig die "Joker"-Regel an. Diese sieht vor, dass bei einem einzigen "Nicht Genügend" im Zeugnis die Lehrer-Konferenz eine automatische Berechtigung zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe vergeben werden kann.

Mädchen durch die Bank besser
An Hauptschulen und AHS-Unterstufen steigt die Zahl der Sitzenbleiber mit der Schulstufe, an AHS-Oberstufen und im berufsbildenden Schulwesen fallen umgekehrt mit Fortdauer der Ausbildung immer weniger Schüler durch. Mädchen sind in allen Bundesländern und Schulformen erfolgreicher.

Die meisten Sitzenbleiber nach Schultypen gibt es übrigens an berufsbildenden mittleren Schulen (12 %), in deren erster Schulstufe sind es sogar 17 %. An zweiter Stelle liegen die BHS mit 10,1 % (erste Schulstufe: 15,5 %) und der AHS-Oberstufe (9,1 %, erste Schulstufe: 13 %). An Volksschulen fallen dagegen nur 0,5 % der Kinder durch.

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