Wilder Poker um Rosenkranz

BP-Wahl

Wilder Poker um Rosenkranz

Vor allem Strache ist sehr daran gelegen, bei der Bundespräsidentenwahl Flagge zu zeigen und so ins bürgerliche Wählerlager einzubrechen. Jetzt soll die Hofburg-Wahl das erste gemeinsame Projekt von Straches FPÖ und der neuen „FPK“ von Uwe Scheuch werden.

Strache wollte selbst in den Ring steigen
Vor der Polit-Hochzeit der beiden Ex-Erzfeinde erwog Strache sogar, selbst ins Rennen gegen Heinz Fischer zu gehen, wie ein FPÖ-Insider ÖSTERREICH am Wochenende erzählte. Cleverer Hintergedanke: Der FPÖ-Chef, der ja im Herbst 2010 gegen Wiens Michael Häupl in den Ring steigen will, muss ohnehin plakatiert werden – also warum nicht schon zur Bundespräsidentenwahl? Allerdings: Erste Umfrageergebnisse gaben dem rabiaten FPÖ-Chef gegen den staatstragenden Fischer nur 15 Prozent – daraufhin ließ man den Plan allerdings schnell fallen.

Strache und Scheuch müssen rasch Kandidaten finden
FP-General Herbert Kickl dementierte diese Pläne gestern zwar und betonte, seine Partei sei gelassen und habe Zeit, einen Kandidaten zu finden. Tatsache ist aber: In FPÖ und FPK ist langsam Feuer am Dach, zu fragil ist das Bündnis derzeit, es braucht rasch gemeinsame Ergebnisse.

Als Favoritin gilt derzeit die nö. FPÖ-Landesrätin Barbara Rosenkranz. Sie ist stramm rechts und würde dem erznationalen Scheuch durchaus nahe stehen. Doch Rosenkranz gilt als Gegnerin der Zusammenarbeit zwischen Strache und den Kärntnern – sie hat im FP-Vorstand dagegen gestimmt. Allerdings: Strache hat Rosenkranz gegen ihren Willen nach Niederösterreich abgeschoben – die Präsidentschaftskandidatur und ein respektables Ergebnis wäre ein Supersprungbrett für ein bundespolitisches Comeback.

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